Karl Heinz Scheuren erweitert seine Familien-Chronik
Die Heimat in der „Chronik“ integriert
Mendig/Miesenheim. Karl Heinz Scheuren, Jahrgang 1940 in Obermendig geboren, ist immer der Heimat treu geblieben, was auch in der Erweiterungseiner privaten Chronik sich wiederspiegelt. Rückblick: Scheuren ist seit über 50 Jahren als Hobbyfotograf bekannt, was die Berichte in den Medien bezeugen. Erst vor kurzer Zeit zeigte er seiner 166 Ausstellung, die im Foyer der VGV Pellenz in Plaidt stattfand. Viele Besucher konnten seine Werke auch in Obermendig und Niedermendig in Augenschein nehmen. Bei den Ausstellungen waren immer Details der Heimat mit integriert. Es soll nicht unerwähnt bleiben, seine Foto-Ausstellung im Jahre 1985 im „Mendiger Cafehaus“ unter dem Titel „Mendig im Detail. In den letzten Ausstellungen waren u.a. Detailaufnahmen vom „Hirschbrunnshof“ oder Landschaftaufnahmen mit Blick auf Obermendig. Einige dieser Aufnahmen sind auf Leinen vergrößert, die den Eindruck erwecken, als seien sie gemalt. Aber nicht nur die Fotografie ist ein Hobby in seinem Alltag, es kommt die Ahnenforschung hinzu. Seit fast 30 Jahren sucht und forscht er nach der Herkunft der Vorfahren und der Verwandten. Der erste Weg führte in den Bereich Kaisersesch und dann in den Hunsrück. Datensuche in Archiven, Bistumsarchiv, aber eine große Anzahl von Urkunden mussten käuflich erworben werden, um weitere Ansätze zu haben. Je größer das Datenvolumen wurde, umso mehr war der Ehrgeiz zugegen, noch tiefer einzusteigen. Er lernte weitere Ahnenforscher kennen und Datentausch war angesagt. Mit Rita Schopp aus Thür wurde ein großes Paukentreffen organisiert und 250 Personen kamen nach Welling. Bei diesem Treffen wurden wieder neue Daten erlangt und eine Paukenchronik erstellt. In speziellen Forscherlisten hilft man sich Gegenseitig, um Lücken zu schließen, aber auch mit eigenen Daten Forschern zu helfen. So entstand reger Kontakt in ganz Deutschland, England, USA und Kalifornien. Der Datensatz füllt inzwischen 300 Ordner plus 30 gedruckte Familienbücher und Millionen von Daten auf dem Rechner. Vor 20 Jahren bildete sich mit Marzi – Thewald und Scheuren ein Team, das sich zur Aufgabe machte, Familienbücher (FB) zu erstellen. Zuerst war es das FB Plaidt I, es folgte das FB Miesenheim mit 2 Bände und hiernach Plaidt II. Im FB Plaidt I hat Scheuren dann zaghaft zu einzelnen Familien und Sachberichte Fotos eingebunden, was von den Käufern sehr positiv aufgenommen wurde. Üblich werden FB nur mit Daten erstellt. Im FB Miesenheim kam dann die Fotografie voll zur Geltung. Beim Aufsuchen von Familien zur Datenerfragung wurde auch Alben oder Kartons nach alten Fotos in Augenschein genommen und erfasst. Am Ende waren es 850 Bilder, die das Werk beinhaltete. Außerdem hat er mit rund 400 Bilder das FB Ochtendung ergänzt. Es folgten noch 4 Gedichtbände und das Buch „Miesenheim im Wandel der Zeit“ wo er mit Fotos die Texte ergänzte. Für die Familienbücher und seine eigene Chronik hat er rund 350 000 Fotos von Urkunden gemacht. Durch die Erstellung der Familienbücher und die anderen Projekte, rückte seine eigene Familienchronik in den Hintergrund. Vor 10 Jahren wurde wieder intensiv mit der Forschung begonnen, vielfach waren es die Auswanderer aus der Eifel und Mosel. Ein Leyendecker war Dirigent vom Glen-Miller Orchester, ein weiterer war Tennisspieler, der u.a. gegen Boris Becker gespielt hat. Es gibt Verbindungen zu Mario Adorf, dem bekannten Schauspieler aus Mayen. Oder Bischof Genn aus Wehr. Viele Familien aus Mendig reihen sich in die Nachkommens Liste von Karl dem Großen ein. Der älteste Eintrag in der Chronik ist aus dem Jahre 604 n. C. Daneben gibt es den Stammbaum Jesu: Matthäus1.1 -17 nach der Bibelübersetzung in gerechte Sprache. Beginnend mit Abraham bis Josef und Maria und ihrem Sohn Jesus der Christus. Was in den Familienbücher begonnen wurde, durfte in der eigenen Chronik nicht fehlen. Die erste Ausgabe im Jahre 2019 (3 Bände) auf 2500 Seiten war schon gespickt mit Bilder und Berichte, so ist die zweite Ausgabe im September 2022 noch ein Teil ausgiebiger geworden. Kurzfassung: 3800 Seiten in 4 Bände; 2700 Bilder; 10 Millionen Buchstaben; 9000 Familien; 30 000 erfasste Personen plus die Personen in den Berichten; 122 Totenzetteln von den Obermendiger Soldaten, die im 2. Weltkrieg gefallen sind. Von 50 Soldaten konnten Bilder von ihnen eingefügt werden. In der Ortsliste gibt es 950 Personen aus Obermendig; 840 Personen aus Niedermendig; 370 Personen aus Bell und 170 Personen aus Thür. Alte Postkarten, Handballbilder, Steinmetzbilder und die oben erwähnten Landschaftsbilder aus den Ausstellungen dürfen nicht fehlen.
Karl Heinz Scheuren
Blick auf Obermendig.
