Kindertagesstätte Regenbogenland Bell gewinnt „Grüne Stadt-grünes Dorf“
„Die Natur braucht uns nicht - aber wir die Natur!“
Bell. Die Sommer werden immer heißer, Bienen und andere Insekten finden immer weniger Nahrungsquellen, da sie auch weniger natürlichen Lebensraum vorfinden. Der Mensch ist abhängig von der Natur und wie Albert Einstein es ausdrückte: „Sterben die Bienen aus, so werden nach vier Jahren auch die Menschen sterben.“ Diese Erkenntnis brachte die Kindertagesstätte Regenbogenland in Bell dazu, ihr Außengelände zu überdenken. Dort soll Bienen, Hummeln und Schmetterlingen ein natürlicher Lebensraum geschaffen werden und gleichzeitig sollen den Kindern die verschiedensten Sinneseindrücke ermöglicht werden, z.B. auch die vielfältige Geschmackswelt der Kräuter. Im Außengelände befindet sich ein Hang, der von den Kindern nicht genutzt werden kann, weil er immer abfälliger wird, je mehr er betreten wird. Warum nicht diesen (Ab-)Hang mit Findlingen befestigen und in Terrassen umwandeln und mit den unterschiedlichsten mediterranen Kräutern bepflanzen? Mit Doldengewächsen wie Dill, Kümmel und Fenchel Schmetterlingen eine „Kinderstube“ bieten und dabei auch die heimische Brennnessel nicht außer Acht lassen? Verschiedene kriechende und sehr aromatische Lippenblütler als Bienenweide und gleichzeitig als Aromagarten für die Kinder wachsen lassen? Die Ideen reiften heran: So detailliert, dass das Konzept beim Wettbewerb „Grüne Stadt-grünes Dorf“ eingereicht wurde. Und siehe da: Zur großen Freude erhielt die Kita zur Unterstützung und Umsetzung der Vorstellungen einen Preis in Höhe von 3.000,00 Euro. Im Frühjahr geht’s los mit den Arbeiten und so ist die Hoffnung, dass schon im Sommer Kindern und Insekten ein neuer Lebensraum eröffnet wird.
