Toddo und Coleen begeisterten Publikum
Die Reihenfolge bestimmte das Los
Oberzissen. Besser hätte es nicht sein können: Vor ausverkauftem Haus gaben sich Toddo und Coleen die Ehre und nahmen vor dem schwarzen Vorhang auf Marcos Heuboden Platz. Es ist erstaunlich, was die Nähe zum Publikum ausmacht. „Da kannst Du nichts mehr verstecken, das Publikum bekommt alles mit“ bemerkte Coleen nach der Show. In der Tat: Nach wenigen Songs gelang es den beiden Musikern, einen direkten Draht zu ihren Zuhörern aufzubauen. „Die hören wirklich alle zu“ bemerkte Toddo. Musiker wissen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Es ist auch keine Selbstverständlichkeit, zwei Stunden nur mit einer Gitarre und Gesang ein Programm ohne feste Setlist darzubieten, das alle Anwesenden fesselt und die Zeit verfliegen lässt. Hier spürt man die jahrelange Erfahrung, die dieses Duo bei unzähligen Auftritten gesammelt hat.
Musiker wissen auch, dass das Thema der Setlist, also die Reihenfolge der Songs, immer wieder heiß diskutiert wird. Dass dem Thema dabei zu viel Bedeutung beigemessen wird, demonstrieren Toddo und Coleen auf eine simple wie geniale Art und Weise: Alle Titel des Abends sind auf Losen notiert, und das Publikum lost die Reihenfolge aus. Funktioniert, ganz ohne Diskussion im Probenraum. Marco Wrobel, der Veranstalter, freut sich vor allen über die Entwicklung des Heubodens: in den letzten Jahren hat es sich in Künstlerkreisen herumgesprochen, dass die Leistungen von Bands hier respektiert werden und auch bei freiem Eintritt ein Auftritt auf „Hutgage“ lohnend sein kann. „Nur so ist es möglich, dass dieses Jahr sich weitere echte Größen angesagt haben, die eigentlich vor Hallen mit mehreren hundert Zuschauern spielen.“ Einen großen Anteil an der freundlichen Atmosphäre hat auch Gisela Wrobel, Herrscherin über Flaschenbier und, in diesem Fall, mexikanischen Eintopf. Sie ist es, die dem Heuboden ein Lächeln verleiht.
Der nächste Termin auf Marcos Heuboden ist bereits ausgebucht (Cynthia Nickschas am 7. April), danach folgt am 21. April Michael Morrisey mit einem verträumten irischen Abend.
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