Allgemeine Berichte | 06.09.2017

Vier Tage lang feierten die Münstermaifelder ihre traditionelle Kirmes

Die Stadthalle wurde zum Gürzenich

Auch Reiner Ostertag, Ludwig Sebus und Hans-Werner Durbenliessen sich ein kühles Kölsch schmecken. Fotos: SK

Münstermaifeld. Traditionell wird am ersten Wochenende in Münstermaifeld Kirmes gefeiert. In diesem Jahr gingen die Verantwortlichen um Stadtbürgermeisterin Claudia Schneider neue Wege: Ein „Rheinischer Abend“ mit ehemaligen Größen aus dem Kölner Karneval, organisiert von der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Münstermaifeld um ihren rührigen Präsidenten Dietmar Schäfer, stellte am Samstag den absoluten Höhepunkt der Feierlichkeiten dar. 300 Gäste in der ausverkauften Stadthalle mussten sich fühlen wie im Kölner Gürzenich.

Der Kontakt zu Reiner Ostertag, Manager der Gruppe und Vorsitzender des Stammtischs „Spät do, fröh voll“, dem Größen aus Politik, Wirtschaft und Kultur angehören, war im Mai 2015 während der Jubiläumssitzung zum 175-jährigen Bestehen der KG Münstermaifeld zustande gekommen und danach nie abgerissen. „Es ist eine Art Liebe entstanden“, lobte Ostertag die „Juni-Acker“ (gemeint waren natürlich die Mai-Felder) in den höchsten Tönen. „Wir wurden schon 2015 mit einer Herzlichkeit empfangen, wie es sie in Köln schon lange nicht mehr gibt. Der Kölsche Schutzmann Jupp Menth stand 40 Minuten hier in der Bütt. Und was machten die Menschen? Sie hörten ganz einfach von der ersten bis zur letzten Sekunde zu.“

Spürbare Euphorie

Als Ostertag zu Beginn des Jahres vier mögliche Termine für eine zweite Veranstaltung nannte und auch - wie passend - der Kirmessamstag, 2. September, dabei war, „da haben wir keine Sekunde gezögert und sofort zugeschlagen“, verdeutlichte KG-Vizepräsident Hans-Werner Durben. „Wir mussten die Initiative ergreifen und etwas Neues ausprobieren, der Erfolg gibt uns Recht.“ Die KG Rot-Weiß hat mittlerweile 350 Mitglieder, 60 davon waren am Samstag als Helfer im Einsatz. „Wir sind kein finanzielles Risiko eingegangen, es sollte alles passen“, so Durben. „Wir haben in der Stadt Münstermaifeld eine richtige Euphorie entfacht.“

Nach einem vierstündigen Programm verließen der seit Dienstag 92 Jahre alte Ludwig Sebus oder „Weltenbummler“ Gerd Rück mit Manager Ostertag die Stadthalle beziehungsweise ihren persönlichen Gürzenich. Sie übernachteten in Münstermaifeld, am nächsten Morgen stand nach einem gemeinsamen Frühstück der Besuch der Stiftskirche auf dem Plan.

In der Stiftskirche begann um 10.30 Uhr mit der Festmesse anlässlich der Kirchweihe unter Mitwirkung des Münsterchors der Kirmessonntag. Danach erwartete die Gäste ein buntes Kirmestreiben auf dem Petersplatz unterhalb der Kirche. Ab 14 Uhr wurden heiße Waffeln im Festzelt angeboten.

Viel Tradition am Montag

Der Kirmesmontag startete mit einem Wortgottesdienst um 13 Uhr in der Stiftskirche. Unter den Klängen der Stadtkapelle Münstermaifeld erfolgte anschließend der Marsch zum Friedhof mit der Toten- und Gefallenenehrung. Danach ließen die Besucher die Kirmes mit einem Spätschoppen ausklingen. Alle Veranstaltungen fanden in diesem Jahr wieder im Rosengarten statt, so auch der Auftakt mit dem Fassanstich der Alten Herren am Freitagabend.

Angesichts des rheinischen Frohsinns auf der Bühne fühltensich die rund 300 begeisterten Gäste wie bei einer kölschen Prunksitzung.

Angesichts des rheinischen Frohsinns auf der Bühne fühlten sich die rund 300 begeisterten Gäste wie bei einer kölschen Prunksitzung.

Der „Weltenbummler“ brachte dasPublikum mit seinen kecken Sprüchen schnell auf seine Seite.

Der „Weltenbummler“ brachte das Publikum mit seinen kecken Sprüchen schnell auf seine Seite.

Auch Reiner Ostertag, Ludwig Sebus und Hans-Werner Durben liessen sich ein kühles Kölsch schmecken. Fotos: SK

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