Allgemeine Berichte | 14.11.2022

Veranstaltung zum Volkstrauertag in Niederlahnstein

Die Toten mahnen zum Frieden

Oberbürgermeister Lennart Siefert und Rhein-Lahn-Nixe Adriana I. gedenken am Krank der Stadt Lahnstein den Toten.  Foto: Mira Bind / Stadtverwaltung Lahnstein

Lahnstein. Auch in diesem Jahr richtete die Stadt Lahnstein eine Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag aus, um den viel zu zahlreichen Opfern der Kriege, des Terrors und der Gewalt zu gedenken.

War das Gedenken zum Volkstrauertag schon immer eine wichtige Veranstaltung, so ist sie heute leider aktueller denn je. Unter der Überschrift „Wenn wir nicht aufpassen, ist Frieden vergänglich“ hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. im vergangenen Jahr die Reden zum Volkstrauertag 2021 zusammengetragen und 2022 ist die Vergänglichkeit des Friedens auch auf europäischen Boden sehr real geworden.

Am Sonntag, 13. November fand die traditionelle Gedenkveranstaltung in Lahnstein auf dem Friedhof an der Allerheiligenbergstraße statt. Die Teilnehmenden, darunter Generalarzt Dr. Stefan Kowitz, Standortältester Koblenz/Lahnstein, als Repräsentant der Bundeswehr, Gemeindereferentin Hella Schröder, Rhein-Lahn-Nixe Adriana I. und Lahnsteins Oberbürgermeister Lennart Siefert, Beigeordnete und Ratsmitglieder sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gingen in einem Schweigemarsch zum Gefallenen-Ehrenmal.

Nach einem Musikstück des Musikensembles Böhm und dem Liedvortrag des Männerchors Lahnstein unter dem Dirigat von Franz Rudolf Stein, sprach Generalarzt Dr. Stefan Kowitz das Totengedenken: „Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und Soldatinnen und andere Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren. Wir gedenken heute auch derer, die durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind. Wir gedenken der Opfer von Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Land.“

In ihrer Ansprache gedenkt Gemeindereferentin Hella Schröder nicht nun denen, die durch Krieg und Gewalt ihr Leben verloren, sondern auch derer, die ihr Leben verlieren, weil sie nicht in Freiheit und Gerechtigkeit leben können, da sie sich für die Freiheit und Gerechtigkeit anderer einsetzen. „Rund um die Welt ist immer Krieg und Mord, nur haben wir ihn nicht gespürt“, so Schröder. „Wir Menschen müssen aufpassen. Wir haben Frieden noch nie besessen. Immer nur ein Stückchen davon.“

Nach weiteren musikalischen Vorträgen des Musikensembles und des Männerchors wurden am Ehrenmal die Kränze von Bund, Land und der Stadt Lahnstein niedergelegt.

Lahnsteins Oberbürgermeister Lennart Siefert wies in seinem Schlusswort darauf hin, wie wichtig und viel zu aktuell eine solche Gedenkveranstaltung sei. Nachdem er sich bei allen Beteiligten für ihre Mitwirkung bedankte, endete er mit einem Gedicht von Max Prosa, das neben vielen weiteren unter dem Hashtag #antikriegslyrik, zu dem der Berliner Lyriker und Verleger Fabian Leonhard kurz nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine aufrief, erschien:

„Geschichte wiederholt sich.

Aber nicht von selbst.

Wir sind es,

die sie wiederholen.

Wir sind es auch,

die daraus ausbrechen.

Aber nicht von selbst.“

Pressemitteilung Stadt Lahnstein

Oberbürgermeister Lennart Siefert und Rhein-Lahn-Nixe Adriana I. gedenken am Krank der Stadt Lahnstein den Toten. Foto: Mira Bind / Stadtverwaltung Lahnstein

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