Die Tradition der Kreuzemacher
Mendig. Es war vom 17. bis 18. Jhdt. üblich, dass Layer und Steinmetze in der kalten Jahreszeit in ihren Viehstallungen Beerdigungs- und Gedächtniskreuze auf Vorrat schufen. Angekündigt in Dörfern mit „Nächste Woche kommen die „Kreuzemacher“ haben die Profis dann vor Ort nur noch den Namen einmeißeln müssen. Eines dieser Kreuze stellt die Kulturgemeinschaft Albertinum nun nach Bearbeitung am Karfreitag um 11 Uhr auf dem Parkplatz in der Pellenzstraße 79 als Mahmal auf! Dort wurde vor genau 100 Jahren der von den Separatisten ernannte Landrat Wilhelm Schlich aus Bell am 24. Januar 1924 bei einem Attentat ermordet, obwohl bereits am 23.12.1923 alle Separatistenaktivitäten durch den Präsidenten der französischen Rheinlandkommission unverzüglich eingestellt worden waren.
„Es lag nun , und vor allem in der heutigen kriegsvollen Zeit , ein dauerhaftes Mahnmal zu errichten,“ sagen die Mitglieder der Kulturgemeinschaft Albertinum , die bisher schon insgesamt 5 Kreuze aus Basalt-Lava in Trier, Limburg, Hotel Waldfrieden, in Niedermendig (Corona-Kreuz) und im Vulkanmuseum errichtet hat!
Diesmal wurde die Aktion nur möglich, weil einige Bürger großzügige Unterstützung des Mottos „ Gewalt ist keine Antwort!“ am Karfreitag um 11 Uhr geben!
