Gartenbauverein lud zu traditioneller Veranstaltung ein
Die Weinprobe wurde wieder erfolgreich durchgeführt
Plaidt. Alljährlich lädt der Gartenbauverein zur „Weinprobe“ ein, und das schon seit 32 Jahren. In der letzten Woche des Jahres wurde die Tradition erfolgreich fortgesetzt. Mit achtzig Weinfreundinnen und –freunden war der Pfarrsaal gut besetzt, denn so viele hatten sich eingefunden, diesmal Wein aus Rheinhessen zu probieren. Nach Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden Erwin Unger stellte er den Winzer vor, Rudolf Fauth, der in Udenheim bei Saulhein, Kreis Alzey, ein traditionelles Familienunternehmen erfolgreich weiterführt. Auf nunmehr 25 Hektar Rebfläche produzieren er und seine Mitarbeiter gute und sehr gute Weine. Eröffnet wurde die Probe mit einem perlenden Begrüßungstrunk, einem Glas Muscetto. Traditionell wird in den dortigen Weinbaugemeinden eher wenig Riesling angebaut, vielmehr kommen andere Rebsorten zur Geltung. So bot Rudolf Fauth als ersten Wein einen Silvaner an, vor hundert Jahren in Rheinhessen die vorherrschende Rebsorte, anschließend einen Rosé-Halbtrocken. Danach folgten Proben von Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Huxelrebe und Scheurebe. Die feinfruchtige Riesling-Spätlese, die nun probiert wurde, stammt von Reben, die der Vater des Winzers angepflanzt hatte und auf Bitten seines Nachfolgers nicht gerodet worden waren. Ein vorzüglicher Wein, der jedem Vergleich mit einem guten Mosel-Riesling standhalten konnte. Die dann folgenden Rotweine, ein Blauer Portugieser, ein Spätburgunder und ein Merlot, alle trocken ausgebaut, wurden auch anschließend noch nachgefragt und auf den Bestellungen vermerkt. Eine Gewürztraminer-Spätlese mit klassisch edler Süße durfte die Probe beschließen und Rudolf Fauth den anhaltenden Beifall ernten für seine Ausführungen und das reichhaltige Weinangebot. Die Tradition der Weinprobe soll fortgesetzt werden.
