Die Weltelite des Seniorentennis ist in Bad Breisig zu Gast
Bad Breisig. Der Tennisclub Blau-Weiss Bad Breisig wurde 1957 gegründet und gehört mit ca. 300 Mitgliedern, darunter etwa 100 Kinder und Jugendliche zu den größten Vereinen der Quellenstadt. Zehn Erwachsenenmannschaften und sieben Kinder- und Jugendmannschaften nehmen an Ligenspielen teil, wobei neben dem sportlichen Ehrgeiz auch Fairness und Teamgeist im Mittelpunkt stehen. Damit ist der Tennisclub auch ein wichtiger Anbieter von sozialer Jugendarbeit.
Seit 1988 veranstaltet der Verein ein internationales Tennisturnier für Senioren, das in diesem Jahr zum 37. Mal stattfinden wird. Vom 02.August bis zum 09.August werden auf den sieben Tennisplätzen des idyllisch gelegenen Sportgeländes neben den Römerthermen die Teilnehmer und TeilnehmerInnen um die Ehre und um Punkte für die Rangliste der ITF (International Tennis Federation) sowie des DTB (Deutscher Tennisbund) kämpfen.
Das Turnier gilt als sportlicher Höhepunkt im internationalen Turnierkalender der ITF und gehört zur zweithöchsten Kategorie seiner Art. Neben den deutschen Meisterschaften der Senioren in Bad Neuenahr ist das Bad Breisiger Turnier das größte Seniorentennisturnier der Region und zieht jedes Jahr Spielerinnen und Spieler aus vielen Ländern an den Rhein, darunter viele TOP-10-Spieler aller Altersklassen.
Bei einer Pressekonferenz im schönen Clubhaus wenige Tage vor dem Turnierstart wurde die Veranstaltung vorgestellt. Marcel Caspers, Verbandsgemeinde- und Stadtbürgermeister sowie Schirmherr des Turniers begrüßte die Gäste und dankte insbesondere den vielen Sponsoren, darunter dem Tönissteiner Privatbrunnen, der Kreissparkasse Ahrweiler und der VR Bank RheinAhrEifel, aber auch der Stadt Bad Breisig und der Tourist-Information Bad Breisig, ohne die eine Veranstaltung dieser Größe nicht durchzuführen wäre. Turnierleiter Horst Kelling, letztes Jahr Sieger in der Kategorie Männer Ü75, ergriff dann das Wort und betonte den internationalen Charakter des Turniers. Bislang hätten sich über 100 SpielerInnen aus 13 Nationen von Norwegen bis Brasilien angemeldet, unter denen die Hälfte vordere Weltranglistenplätze belegen. In den Altersklassen 40 bis 90 werden im Einzel, im Doppel und im Mixed um die begehrten Titel gekämpft und sicherlich hochklassiges Tennis geboten, Bis zum Meldeschluss rechnet Kelling noch mit vielen weiteren Anmeldungen. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass bereits fünf Teilnehmer, die das 90. Lebensjahr bereits überschritten haben, an den Start gehen werden, darunter der Weltranglistenzweite dieser Alterskategorie. Wer also beeindruckende Beispiele für Fitness und Durchhaltevermögen erleben möchte, und das Geheimnis eines langen Lebens ergründen möchte, sollte unbedingt die Spiele dieser sportlichen Senioren anschauen.
Die neue Turnierdirektorin Katharina Sitko hob hervor, dass ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen sei. Auch sie, eigentlich Jugendwartin des Vereins und voll berufstätig, verrichte die große organisatorische Arbeit als Turnierdirektorin in ihrer Freizeit, also ehrenamtlich. Als Mitglied des erst kürzlich neugewählten und deutlich verjüngten Vorstandes steht auch sie für eine Modernisierung des Vereins. So hat mittlerweile die Tennisschule Jens Weller das Training für jede Altergruppe und jede Spielstärke übernommen.
Die große Anziehungskraft des Turniers ist nicht nur dem sportlichen Geschehen, sondern auch dem attraktiven Rahmenprogramm zu verdanken, das internationale Begegnungen und Freundschaften fördert. Neben der offiziellen Begrüßung durch die Stadt wird es wieder einen Spieler- und Sponsorenabend mit rheinischem Sauerbraten und Kölsch, „Blaue Stunden“ und einen „Bitburger Abend“ geben. Die vielen Sportler und Sportlerinnen werden in Hotels und Ferienwohnungen logieren und stärken damit auch das heimische Gastronomiegewerbe.
Der Tennisclub Blau-Weiss und das Veranstaltungsteam freuen sich über viele BesucherInnen aus Bad Breisig und der Region auf dem Vereinsgelände an der Brunnenstraße 11.
Die Vorfreude auf die Meisterschaften sind schon groß. Foto: AKS Foto: Picasa