Allgemeine Berichte | 04.11.2021

Zertifikatsübergabe für Berufsbildungsbereich-Absolventen

Die Zukunft kann kommen

Julia Denk präsentierte stolz ihre Urkunde.Fotos: privat

Koblenz. In der Rhein-Mosel-Werkstatt in Koblenz wurde die Zertifikatsübergabe für die Berufsbildungsbereichs-Absolventen gefeiert. „Sie haben jetzt noch viele Arbeitsjahre vor sich und vieles ist möglich“, erläuterte Christina Herbst-Wirtz im Rahmen ihrer Begrüßung.

Die Leiterin der Berufsbildungsbereiche im Sozialraum Koblenz moderierte die feierliche und emotionale Veranstaltung in der Sporthalle in der Ernst-Sachs-Straße, zu der 15 junge Menschen geladen waren. „In 27 Monaten wurde ausprobiert, gelernt und weiterentwickelt, um nun die richtige berufliche Richtung einzuschlagen“, ergänzte Michael Wall, der die Absolventen ehrte.

Als Berufsbildungsbegleiter wusste er zu allen Frauen und Männern etwas zu sagen. Und es wurde offenkundig, wie unterschiedlich die Leistungsmöglichkeiten sind, wenn es um Teilhabe am Arbeitsleben geht. Thomas Hoffmann sprach in seiner Gratulationsrede nicht ohne Stolz von „sehr vielfältigen Angeboten in unserer Einrichtung und darüber hinaus auch in kooperierenden Unternehmen, die Praktika ermöglichen.“

So absolvierte zum Beispiel Julia Denk ein Praktikum beim Landesamt für Finanzen, und auch eines im hauseigenen Bürodienstleistungsbereich – übrigens ein Alleinstellungsmerkmal in der regionalen Werkstattszene. „Zurzeit fühle ich mich in der Konfektionierung gut aufgehoben“, verriet die Rollstuhlfahrerin im Rahmen der Zertifikatsübergabe.

Zainab Harb sitzt ebenfalls im Rollstuhl und arbeitet nun im gerade neu eingerichteten Arbeitsbereich „Montage 10“ – für Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf. Damit hat sich die RMW weiterhin zukunftsorientiert aufgestellt. „Meine Mutter wird total stolz auf mich sein“, sprudelte es aus der jungen Frau heraus, als sie ihre Zertifikatsurkunde und ein Geschenk von Michael Wall erhielt.

Celina Bubenheim ist ebenfalls dort angekommen, wo sie hinwollte. Die junge, selbstbewusste Frau ist die einzige Mitarbeiterin in der RMW Schlosserei. „Wie gesagt, vieles ist möglich“, warf Christina Herbst-Wirtz an dieser Stelle ein, „und das wird weiterhin so bleiben, denn auch in Zukunft sollen sich unsere neuen Arbeitskräfte bei Bedarf individuell neu orientieren. Sprechen Sie uns an!“

Der Appell der Moderatorin der Veranstaltung kam an, zum Beispiel auch bei Yetsedaw Mekuannet. Der 45-jährige kam nach seiner erfolgreichen Flucht aus Äthiopien in der Berufsbildungsbereich, um sich gerade auch aufgrund der Sprachbarrieren erst einmal zu orientieren. „Ihm ist perspektivisch die Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt zuzutrauen“, prognostizierte Michael Wall, der für den Familienvater zum Schluss besonders emotionale Worte fand.

„Unser Dank gilt den Begleiter*innen im Berufsbildungsbereich.“ Geschäftsführer Thomas Hoffmann wollte es nicht versäumen, im Namen der Geschäftsleitung alle Beteiligten anzusprechen. „Und wir freuen uns nun auch auf die noch anstehenden Zertifikatsfeierlichkeiten in den weiteren vier Betriebsstätten.“

Diese Zertifikate stehen für die zukünftigen Möglichkeiten beeinträchtigter Menschen in der Teilhabe am Arbeitsleben. „Es ist sehr wichtig, dass wir hier, auch wenn noch corona-konform, diese Anerkennung im besonderen Rahmen zu Teil werden lassen.“

Pressemitteilung der

Rhein-Mosel-Werkstatt gGmbH

Celina Bubenheim wird ihr Zertifikat den Kollegen in der Schlosserei zeigen.

Celina Bubenheim wird ihr Zertifikat den Kollegen in der Schlosserei zeigen.

Zainab Harb dachte in diesem besonderen Moment an ihre Mutter. Die Eltern konnten aufgrund der Corona-Bestimmungen nicht teilnehmen.

Zainab Harb dachte in diesem besonderen Moment an ihre Mutter. Die Eltern konnten aufgrund der Corona-Bestimmungen nicht teilnehmen.

Yetsedaw Mekuannet würde nach diesem absolvierten Schritt, als nächstes gerne seine Familie aus Äthiopien nach Deutschland holen.

Yetsedaw Mekuannet würde nach diesem absolvierten Schritt, als nächstes gerne seine Familie aus Äthiopien nach Deutschland holen.

Julia Denk präsentierte stolz ihre Urkunde.Fotos: privat

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