Premiere in der Gemeinde Swisttal
Die ersten 20 Ehrenamtskarten NRW wurden an engagierte Bürger übergeben
Zum 1. April wurde die Ehrenamtskarte NRW in der Gemeinde Swisttal eingeführt – Die ersten 50 Anträge liegen bereits vor
Ludendorf. „Hier sind sie!“, verkündete Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner stolz, als sie die ersten 20 goldgelben scheckkartengroßen Ausweise in die Höhe reckte. Zum ersten Mal überreichte sie die „Ehrenamtskarte NRW“ im Ludendorfer Ratssaal an ehrenamtlich engagierte Bürger der Gemeinde Swisttal. Bislang seien bei der Gemeindeverwaltung schon 50 Anträge von ehrenamtlich tätigen Swisttalern eingegangen, und die ersten 20 Karten könne man nun bereits verteilen.
Der Gemeinderat hatte am 19. Januar beschlossen, sich an der Ehrenamtskarte NRW zu beteiligen, die dann auch zum 1. April in Swisttal eingeführt wurde. Damit sei die Gemeinde Swisttal die 255. Kommune, die in Nordrhein-Westfalen die Ehrenamtskarte einführt, so Kalkbrenner. Die Inhaber der Ehrenamtskarte könnten in ganz Nordrhein-Westfalen bei mehr als 4200 Kooperationspartnern die verschiedensten Vergünstigungen nutzen. Das könnten Museen, Bibliotheken, Theater, Schwimmbäder, Volkshochschulen und Parks genauso sein wie Einzelhändler, Apotheken, Kinos, Sportstätten oder Hotels. Sie räumen bei Vorlage der Karte beispielsweise Gratis-Eintritt, zwei Karten für den Preis von einer oder eine Ermäßigung auf ein Produkt ein.
Sieben örtliche Kooperationspartner gewonnen
Die Gemeinde Swisttal hat bisher sieben örtliche Kooperationspartner gewinnen können: die Antonius-Apotheke in Buschhoven, die Bering-Apotheke in Odendorf, die Klosterapotheke in Heimerzheim, die DEVK-Versicherung in Heimerzheim, die Rhein-Voreifel-Touristik mit Sitz in Wachtberg, das Hotel „Weidenbrück“ in Heimerzheim sowie das Restaurant „Zur Post“ in Miel. „Wir hoffen aber, künftig noch mehr Kooperationspartner gewinnen zu können“, erklärte die Bürgermeisterin.
Der allererste Antrag kam von Monika Hackenberg aus Heimerzheim, die dort unter anderem ehrenamtlich die Seniorenschule betreut. Daher war es nur folgerichtig, dass sie auch die Ehrenamtskarte mit der Nummer 1 entgegennehmen durfte. Außerdem waren noch 15 Feuerwehrkameraden mit von der Partie, darunter zwei Nachwuchskräfte aus der Jugendfeuerwehr. Auch kirchliche Organisationen wie die Messdiener und ehrenamtlich Tätige im sozialen Bereich nahmen ihre Ehrenamtskarte mit Freude entgegen. „Das Ehrenamt ist überaus wichtig für die Gesellschaft, weil sich Menschen für andere engagieren“, betonte der Erste Beigeordnete Hans Dieter Wirtz. „Die Ehrenamtskarte ist nur ein kleines Zeichen des Dankes und drückt die Wertschätzung von Verwaltung, Rat und Bürgerschaft aus.“ Er hoffe, dass noch mehrere Ehrenamtler in den Genuss kommen könnten, und vielleicht könne der eine oder andere noch Unentschlossene zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit angeregt werden.
Mindestens fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich aktiv
Eine Ehrenamtskarte erhält, wer mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden pro Jahr ehrenamtlich ohne Vergütung oder pauschale Aufwandsentschädigung tätig ist. Es spielt dabei keine Rolle, in welchem Bereich das Engagement erbracht wird. Darüber hinaus können auch Tätigkeiten bei verschiedenen Organisationen zusammengerechnet werden, um die Anforderungen zu erfüllen. Die Bewerbungsbögen für die Vergabe der Ehrenamtskarte sind auf der Homepage der Gemeinde Swisttal www.swisttal.de hinterlegt und können dort heruntergeladen, ausgefüllt und ausgedruckt werden. Die Trägerorganisationen müssen die dort gemachten Angaben bestätigen, anschließend kann der Antrag an die Gemeinde Swisttal zu Händen von Silke Adamek geschickt werden, die Ansprechpartnerin für die Ehrenamtskarte NRW ist. Sie ist zu erreichen unter Telefon 02255/309-814 oder per E-Mail Silke.adamek@Swisttal.de.
JOST
