Allgemeine Berichte | 29.04.2019

Einsegnung in der St.-Hubertus-Kapelle in Birresdorf

Die kleinste Kapelle in der Grafschaft hat jetzt die größte Orgel

Instrument wurde feierlich von Pfarrer Burg eingeweiht und von Heinrich Fuchs erstmals offiziell gespielt

Pfarrer Alexander Burg segnete die neue Orgel in der Hubertuskapelle in Bölingen, die anschließend von Organist Heinrich Fuchs erstmals offiziell gespielt wurde. Fotos: Jost

Birresdorf. „Die kleinste Kapelle in der Grafschaft hat jetzt die größte Orgel“, schmunzelte Organist Heinrich Fuchs, bevor er zum ersten Mal die neue „Königin der Instrumente“ in der St.-Hubertus-Kapelle Birresdorf erklingen ließ. Die hatte Pfarrer Alexander Burg zuvor in einem kurzen Gottesdienst gesegnet, denn ohne Gottes Segen dürfe man eine Kirchenorgel nicht spielen, hatte Fuchs unmissverständlich klargestellt. Und schon nach dem ersten Lied, dem allseits bekannten „Lobe den Herren“, war auch Burg vom Klang der neuen „Viscount Vivace 40“-Orgel fasziniert: „Wer das alte Instrument noch in Erinnerung hat, dem geht heute das Herz auf.“ Der Pfarrer dankte ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Zivilgemeinde bei diesem Projekt.

Auf der letztjährigen Kirmes hatte Fuchs beim traditionellen Kirmesfrühstück Ortsvorsteher Klaus Huse klargemacht, dass mit dem alten Instrument kein vernünftiges Musizieren mehr möglich sei. Eine neue Orgel müsse her. Daraufhin habe Huse dem Grafschafter Bürgermeister Achim Juchen „aufgelauert“, scherzte Burg, und diesem die Situation geschildert, dass die Orgel in der Kapelle kaum noch einen hörbaren Ton von sich gebe. „Wir beide waren uns schnell einig, dass dies ein gutes Projekt ist, welches wir aus dem Haushaltsansatz für die Ortsbezirke schnell und unbürokratisch umsetzen können“, erinnert sich Huse. Der Ortsbeirat habe kurz darauf einen entsprechenden Beschluss gefasst, und nun sei es soweit.

Unterhaltungsarbeiten an der Kapelle durchgeführt

Zur Feier des Tages seien in und an der Kapelle Unterhaltungsarbeiten durchgeführt worden, so Huse weiter. Die Eingangstür habe man neu gestrichen, den Fußboden der Empore, auf der die Orgel aufgebaut wurde, erneuert, und die Lampen zudem mit energiesparenden LED-Leuchten bestückt. Auch die Hubertusjagd werde jetzt von den Seiten angestrahlt wird und damit sehr schön hervorgehoben. Das 1803 von Peter Joseph Schmitz geschaffene Kunstwerk trägt die Inschrift „Ecce ego mittam eis venatores et venabuntur eos“, zu deutsch: „Siehe, ich werde ihnen Jäger schicken und sie werden diese jagen.“

Die neue Orgel hat 30 Register, zwei Manuale und Pedale und ist mittlerweile die dritte, die in der Kapelle eingeweiht wird. Die beiden Vorgänger-Instrumente hätten jeweils gut 20 Jahre erhalten, erinnerte sich Fuchs. Wie gut die neue Orgel klingt, demonstrierte Fuchs mit dem Lied „Klänge der Freude“ von Edward Elgar, das die drei Dutzend Zuhörer in der randvollen Kapelle, darunter auch Bürgermeister Achim Juchem und Ortsvorsteher Klaus Huse sowie mehrere Mitglieder des Birresdorfer Ortsbeirats, mit Genuss in sich aufsogen. JOST

Organist Heinrich Fuchs demonstrierte das Klangvolumen der neuen Orgel zu Birresdorf.

Organist Heinrich Fuchs demonstrierte das Klangvolumen der neuen Orgel zu Birresdorf. Foto: Volker Jost

Pfarrer Alexander Burg segnete die neue Orgel in der Hubertuskapelle in Bölingen, die anschließend von Organist Heinrich Fuchs erstmals offiziell gespielt wurde. Fotos: Jost Foto: Volker Jost

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