Allgemeine Berichte | 23.03.2014

Vivaldi-Chor singt Pergolesi und Vivaldi in Rheinbach

Die schönsten Werke des italienischen Barocks

Termin: 29. März, 20 Uhr, Pallottikirche

Rheinbach. Ein Passionskonzert am Samstag, 29. März, 20 Uhr, in der Rheinbacher Pallottikirche vereint drei der schönsten und bekanntesten Werke der italienischen Barockmusik: das „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi, das „Gloria“ von Antonio Vivaldi und das Oboenkonzert von Antonio Lotti. Pergolesi ist eines der jung verstorbenen Genies der Musikgeschichte – er wurde nur 26 Jahre alt. Sein Ruhm gründet sich vor allem auf dem „Stabat Mater“, seinem letzten Werk, das so sehr bewundert wurde, dass es im 18. Jahrhundert das am häufigsten gedruckte Musikstück war. Auch J. S. Bach hat es gekannt und – mit einer eigenen Bearbeitung und Textunterlegung – aufgeführt. Ergreifend ist schon der Anfang mit den sich stufenweise aufbauenden Vorhalten, aber dann das ganze Werk mit seinem Kontrast von wehmütigen und temperamentvollen Arien. Eben darin liegt auch der Reiz von Vivaldis „Gloria“. Es mag überraschen, dass dieses Werk mit einem Frauenchor aufgeführt wird. Den Anstoß dazu gab der Dirigent Andrew Parrott mit dem Argument: Vivaldi leitete in Venedig die musikalische Ausbildung an einem Waisenhaus für Mädchen, dem Ospedale della Pietá.

Die Kunstfertigkeit der Mädchen auf den Streichinstrumenten war so groß, dass Musikfreunde aus ganz Europa ihre Konzerte besuchten. An diesen Konzerten, bei denen die Mädchen durch ein Eisengitter den Blicken entzogen waren, waren keine Männer beteiligt – außer dem Maestro di Coro, Vivaldi, der ja Priester war. Parrott vermutet, dass Vivaldi die Männerstimmen in seinen geistlichen Stücken auch von den Mädchen hat ausführen lassen. Und das Ergebnis überzeugt: Es klingt wunderbar.

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