Eröffnungskonzert Laacher Orgelkonzerte mit Gereon Krahforst
Die wunderbare Welt der Variationen
Am 4. Mai in der Abteikirche Maria Laach
Maria Laach. Am Freitag, 4. Mai findet um 19 Uhr in der Abteikirche Maria Laach das erste Orgelkonzert der Reihe Laacher Orgelkonzerte mit Gereon Krahforst statt.
Auf dem Programm stehen sechs unterschiedliche Variationswerke, die allesamt für das spätromantische Großinstrument wie geschaffen erscheinen.
Eröffnet wird das Programm mit Variationen über die berühmte Sarabande d-moll von Händel aus der Feder des Reger-Schülers Arno Landmann – ein großes, sich immer weiter steigerndes hoch virtuoses, romantisches Werk. Zu Unrecht ist dieses Großwerk relativ wenig bekannt.
Es folgen, passend zum Marienmonat Mai, Variationen über „Maria, Dich lieben“ von Franz Lehrndorfer, der jahrzehntelang am Münchner Dom und zugleich als Professor der dortigen Hochschule wirkte. Diese Komposition hat Lehrndorfer vor fast 25 Jahren zur Weihe der damals neuen Domorgel verfasst; in den oft heiteren Variationen finden sich versteckt auch Anklänge an die marianischen Vesper-Antiphone.
Das dritte Variationswerk, durch und durch hochromantisch, stammt von Joseph Renner, der Ende des 19. Jahrhunderts als Domorganist in Regensburg wirkte – Variationen über ein eigenes Thema in c-moll.
Es folgen amerikanische Variationen einer emeritierten Orgelprofessorin aus Columbus/Ohio, Janet Linker über das anglikanische Kirchenlied „Lift high the cross“.
An vorletzter Stelle erklingen noch einmal Variationen über ein Marienlied, diesmal von Gereon Krahforst selbst, teilweise dem Stil Lehrndorfers nachempfunden, teilweise eigene Wege gehend: über „Ave Maria zart“. Hierbei besteht die vorletzte Variation aus einem virtuosen Pedalsolo, das die bekannte Melodie umspielt, wonach das Werk von einem größer angelegten Finale abgeschlossen wird.
Den Schlusspunkt wiederum bildet ein italienisch-romantisches Werk von Marco Enrico Bossi: Variationen und Fuge über ein eigenes Thema in cis-moll.
Das Konzert dauert circa 60 Minuten und findet bei freiem Eintritt statt; am Ende wird eine Kollekte zur Deckung der Kosten gehalten.
