Die Suchhunde aus Adenau am Nürburgring
Diego macht die Biege
Drei Suchteams spürten Hund Diego auf
Adenau. Diesmal wurden die Suchhunde Adenau am Nürburgring im Kreis Vulkaneifel gebraucht. Diego, ein junger, wunderschöner belgischer Schäferhund, war wie immer mit seinem Besitzer auf der täglichen Gassirunde im Wald unterwegs. Zwischendurch stand Rückruftraining auf dem Plan. Unter anderem gab es Käse und Wiener Würstchen als Belohnung. Der junge Rüde hatte alle ihm gestellten Aufgaben zu Herrchens Zufriedenheit erledigt. Doch was war jetzt? Diego horchte kurz auf und gab umgehend Fersengeld mitsamt 10 Meter-Leine im Schlepptau. Was war so interessant? Es waren Rehe, die den Wald kreuzten. Der Malinois war auf und davon und sollte es für fast drei Tage bleiben. Suchmaßnahmen wurden alle eingeleitet, doch es kam kein Lebenszeichen von Diego. Nicht einmal die kleinste Sichtung.
Ende Januar kamen dann unsere Spürnasen zum Einsatz. Drei Suchteams konnten an den Start gehen. Den Anfang machte Monika mit Joola. Am Entlaufort von Diego angesetzt, machte die Hündin sofort seine Laufrichtung aus und führte uns ca. zwei Kilometer weit in eine kesselförmige Vertiefung im Wald. Dort muss der Rüde noch eine Weile seine Runden gedreht haben. Nach einer Zeit von 30 Minuten nahmen wir Joola aus der Suche raus, weil sie eine Verschnaufpause brauchte. Den nahtlosen Anschluss machte dann Susanne mit Trusty. Trusty nahm wiederum sofort die Spur auf und durchkämmte ein weiteres Gebiet. Der Malinois-Rüde muss sich also trotz Schleppleine noch ziemlich lange frei bewegt haben.
Als Trusty in seine verdiente Pause ging, lief Hündin Elsa zur Hochform auf. Wir setzten sie an einem für uns markanten Punkt an und sofort hatte sie die Spur von Diego gefunden. Sie führte uns über einen Waldweg ca. zwei Kilometer zur nächsten Ortschaft, überquerte die Hauptstraße und machte vor einer Pferdewiese halt. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass wir nicht mehr weit vom späteren Fundort entfernt waren. Elsa hatte nunmehr auch schon ihre Pause nötig und wir beschlossen, zum Auto zu gehen, um wieder mit Joola an der Pferdewiese weiter zu suchen. Damit wir schnellstmöglich zurück zu den Fahrzeugen gelangen konnten, wählten wir einen Waldweg, der der Kürzeste war. Wir überquerten die Hauptstraße wieder, um zu dem Weg zu gelangen. Ca. 500 Meter in den Waldweg hinein hörten wir ein einmaliges Bellen, nach einer Pause wieder ein Bellen. Das könnte zu Diego passen! Dann die Überraschung: In einem Waldstück zwischen Hauptstraße und Waldweg hatte sich der Rüde mit seiner Schleppleine um mehrere Bäume festgewickelt. Die Freude war riesig, als Diego sein Herrchen entdeckte und umgekehrt. Der Rüde hat vermutlich die Pferdewiese überquert und dahinter wieder die Straßenseite gewechselt. Dort verhedderte er sich hoffnungslos mit seiner Leine. Zuhause angekommen, zeigte Diego uns auf seine liebevolle Art, wie toll er unseren Einsatz fand. Happy End!
Ein sehr durstiger Diego nach mehr als zwei Tagen ohne Wasser.
