Tag der offenen Tür in der Tomburg Kaserne Rheinbach
Dienststellen stellten sich vor
Rheinbach. „Es war mal wieder Zeit, unsere Türen zu öffnen und der Bevölkerung zu zeigen, was wir hier eigentlich tun.“ Brigadegeneral Wolfgang E. Renner, Kommandeur des Betriebszentrums IT-System der Bundeswehr (BITS) und seine Mitarbeiter hatten sich sichtlich viel Mühe gegeben, die verschiedenen Dienststellen der Streitkräftebasis der Bundeswehr, die in der Tomburg-Kaserne stationiert sind, bei einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorzustellen. So gaben Teile des Kommandos Strategische Aufklärung zusammen mit dem BITS, der BWI IT GmbH als größtem IT-Dienstleister der Bundeswehr und dem evangelischen Standortpfarrer Norbert Prey einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten der insgesamt etwa 1000 Mitarbeiter am Standort. Zudem nutzten zahlreiche Familienangehörigen und Freunde der in Rheinbach stationierten Soldaten sowie der zivilen Mitarbeiter die Gelegenheit, einen Einblick zu gewinnen, wo und was ihre Partner während ihrer Dienstzeit tun.
Hoch qualifizierte IT-Spezialisten
Rheinbach sei seit über 50 Jahren ein sicherer und nach heutigen Maßstäben schon ein Traditionsstandort der Bundeswehr, sagte Renner in seiner Begrüßungsansprache. Immer wieder seien es Fernmelder gewesen, die das Bild der Kaserne geprägt hätten. Heute werden sie allerdings Führungsunterstützer genannt mit einem wesentlich weiteren Aufgabenspektrum. Aktuell arbeiteten in der Tomburg-Kaserne fast 1.000 hoch qualifizierte militärische und zivile IT-Spezialisten sowie spezifisches Querschnittspersonal in den unterschiedlichen Dienststellen. „Im Schwerpunkt stellen sie die IT-Versorgung für die Bundeswehr sicher - vor allem auch für die Truppe in den Einsatzgebieten in aller Welt“, erläuterte der Standortälteste. Rheinbach könne somit zu Recht als wichtiger IT-Knoten der Bundeswehr bezeichnet werden, vielleicht sogar als der wichtigste von allen.
„Cyber Defence“ und Torwandschießen
Der Tag der offenen Tür war eine gemeinsame Veranstaltung aller sechs Dienststellen der Tomburg-Kaserne, unterstützt von einer Vielzahl weiterer Ausstellungs- und Informationsstände, an denen sich die Besucher auch über die Bundeswehr als Arbeitgeber informieren und beraten lassen konnten. Präsentiert wurde an verschiedenen Stationen das IT-Gerät, das die Führungsunterstützungstruppe heute regelmäßig im Einsatz benutzt. Fernmeldekabinen, Antennen, Handwaffen, Lastwagen, Nachtsichtgeräte zum Ausprobieren, aber auch Einblicke in den Bereich „Cyber Defence“ boten spannende Gelegenheiten, sich anzuschauen, was die Bundeswehr auf dem Gebiet der IT aktuell kann. Auf die Kinder warteten unter anderem eine Hüpfburg, eine Kletterwand, das beliebte Kinderschminken und vieles mehr als Zeitvertreib. Als aktuelle Fußball-Weltmeister-Nation durften sich die Gäste auch beim klassischen Torwandschießen versuchen. Für das leibliche Wohl und zur Stärkung gab es Gegrilltes und Erbsensuppe aus der Feldküche. Zudem gab das Luftwaffenmusikkorps Münster ein Platzkonzert.
Zentraler IT-Knoten
Rheinbach ist ein zentraler IT-Knoten der Bundeswehr, der Einsatzkontingente weltweit mit IT-Dienstleistungen versorgt. Das Kommando Strategische Aufklärung wurde am 17. Januar 2002 in Rheinbach in Dienst gestellt. Ab 2008 kam die Gruppe Computernetzwerkoperation hinzu. Seit dem Umzug des Kommandostabes nach Gelsdorf im Jahr 2008 sind am Standort Rheinbach noch die Gruppe Computernetzwerkoperation und Unterstützungsanteile stationiert. Das Zentrum für Informationstechnik der Bundeswehr mit Hauptsitz in Euskirchen hat wesentliche Anteile des Geschäftsbereichs IT-Sicherheit und Cyber Defence in der Tarnburg-Kaserne stationiert.
Lebenskundlicher Unterricht
Am 22. Februar 1957 wurde der Militärseelsorgevertrag zwischen Bundesrepublik Deutschland und der Evangelischen Kirche in Deutschland unterzeichnet. Seitdem gibt es die Militärseelsorge - natürlich auch am Standort Rheinbach. Darüber hinaus wird Lebenskundlicher Unterricht angeboten - berufsethische Fragen und aktuelle Themen werden hier miteinander diskutiert. Der Militärpfarrer lädt in der Regel jeden zweiten Dienstag im Monat, und das alle zwei Monate, zum Gottesdienst in der Kapelle ein.
Auf die Kinder warteten verschiedene Attraktionen, unter anderem dieses riesige "Vier gewinnt"-Spiel.
