Allgemeine Berichte | 17.12.2018

Die Mandarinente: In New York gefeiert - in Bad Breisig unbeachtet

Diese Geschichte ist keine Zeitungsente

Unser Tipp für einen kleinen Weihnachtsspaziergang an der Rheinpromenade

Eigentlich in Ostasien zuhause, in diesem Falle aber auchin Bad Breisig: die wunderschöne Mandarinente - fotgrafiert am12. Dezember 2018 wie das eingeblendete Datum beweist. Fotos: KMI

Bad Breisig. Beginnen wir unsere Geschichte in Manhattan, im Herzen von New York. Genau gesagt im dortigen Central Park. Im Südosten des weltberühmten Parkgeländes liegt ein kleiner sichelförmiger Teich. Dort wurde kürzlich eine außergewöhnliche Ente gesichtet, die durch ihre Farbenpracht sofort ins Auge fiel. Es handelte sich dabei um eine Mandarinente. Ihre eigentliche Heimat: Ostasien. Die Aufregung war groß, im Fernsehen sah man Amerikanerinnen, vor Rührung Tränen in den Augen, mit Handy und/oder Kamera bewaffnet, extra von nah und fern angereist, um das farbenfroh gefiederte Wesen zu fotografieren. Über Zeitungen und das Internet verbreitete sich die Nachricht von der aus China oder Japan stammenden Ente wie ein Lauffeuer.

Der in einer großen New Yorker Tageszeitung geäußerten Vermutung, es handle sich wahrscheinlich um ein Tier, das aus einem der vier großen New Yorker Zoos ausgebrochen sein müsste, wurde von den Zooverwaltungen aber widersprochen. Kam sie von einem privaten Tierhalter? Auch nicht sehr wahrscheinlich, denn in New York ist in Privathaushalten die Haltung von Enten verboten. Die Anreise aus China oder Japan bleibt also ungeklärt.

So groß die Begeisterung in New York auch ausfiel, in Bad Breisig lebt eine Mandarinente seit Jahren vollkommen unbeachtet. Der eine oder andere Spaziergänger fotografiert den asiatischen Prachtvogel schon einmal, das war’s aber schon. Dabei ist das hiesige Exemplar ganz eindeutig noch schöner als das im Central Park lebende Entlein. Übrigens sind bei den Enten - Entschuldigung ihr Herren der Schöpfung - im Gegensatz zur Gattung „Mensch“ die Männchen die Schöneren. Bei uns Menschen hat die ohnehin schon schönere Damenwelt mit Unterstützung der Kosmetikindustrie zudem die Möglichkeit, für ein noch bunteres Erscheinungsbild zu sorgen.

Wer sich nun auf den Weg zur Bad Breisiger Rheinuferpromenade macht, um die Ente zu fotografieren, sei gewarnt. Man bekommt die exotische Schönheit nicht so leicht zu Gesicht, bzw. vor die Linse. Am Ufer zwischen „Schönherrs Restaurant“ und dem Hotel-Restaurant Anker hat man die größte Chance. Obwohl die Ente so bunt ist, ist sie doch nicht ganz leicht auszumachen, denn manchmal verbirgt sie sich unter den Gräsern der Uferböschung. Manchmal unternimmt sie auch einen kleinen Spaziergang zum Park vor den Römer-Thermen.

Apropos Spaziergang: Wer für Weihnachten einen Spaziergang mit Verwandten, Freunden oder Bekannten plant, ist am Bad Breisiger Rheinufer mit der kleinen Attraktion „Mandarinente“ gut aufgehoben, man könnte auch sagen genauso gut, wie im New Yorker Central Park. Und Kamera oder Fotohandy nicht vergessen, falls der bunte Exot sich sehen lässt.

KMI

Diese Geschichte ist keine Zeitungsente

Eigentlich in Ostasien zuhause, in diesem Falle aber auch in Bad Breisig: die wunderschöne Mandarinente - fotgrafiert am 12. Dezember 2018 wie das eingeblendete Datum beweist. Fotos: KMI

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0399#
Deichstadtfest 2027
Stellenanzeige Aushilfen
Urlaubsanzeige
10 Jahre HSH Heizung Sanitär Herschbach in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Anzeige Alles für die Schule
Stellenausschreibung 2026/060 Systemadministrator/in
Empfohlene Artikel
Foto: Privat
41

Das Ahrtal erlebt im Juli 2026 den 5. Jahrestag nach der Flutkatastrophe. „Mit Sicherheit Ahrtal“ bietet auf 112 Seiten Einblicke in eine Region, die sich wieder aufstellt und dabei einen Wirtschaftsboom erlebt. Lesen Sie mehr im REGIO-Magazin

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: FFW Adenau
165

Mitten in der Nacht musste die Wehr ausrücken:

06.07.: Einsatz in den Nachtstunden: Feuer in Adenau

Adenau. Am 06.07.2026 um 02:46 Uhr wurde die Feuerwehr Adenau zu einem Kellerbrand „Am Alten Wehr“ in Adenau alarmiert. Noch auf der Anfahrt wurde auf „Kellerbrand mit Menschenrettung“ erhöht, da sich in den oberen Stockwerken Wohnungen befinden und das Treppenhaus verraucht war.

Weiterlesen