Allgemeine Berichte | 25.01.2022

Kapuzinerkloster Cochem

„Donna Donna“

Eine musikalische Reise durch das Judentum

Cochem.Mit dem Programm „Donna Donna“ benannt nach dem berühmten jiddischen Lied von Sheldon Secunda, das sich metaphorisch mit dem Warschauer Getto beschäftigt, präsentiert die Sängerin Esther Lorenz am 3. Februar im Kapuzinerkloster Cochem, israelische und spanisch-jüdische Musikkultur.

Auch das Ostjudentum mit seiner reichen lyrischen, wie geistlichen Welt findet Raum. Der Poet Abraham Reisen wird oft der „Heinrich Heine der Jiddischen Sprache“ genannt. Sein Gedicht „Vek nisht“ wird als Vertonung von Esther Lorenz im Duett mit Peter Kuhz vorgetragen, der außerdem das Konzert an der Gitarre begleitet.

Mit „Hinach Yaffa“ hat der Chansonkomponist und -sänger Georges Moustaki das romantische Hohelied der Bibel musikalisch festgehalten – „Wie schön bist Du meine Freundin, wie schön“. Esther Lorenz besingt den „Abend der Rosen“ in „Erev shel shoshanim“ - ein Liebeslied, das oft auf Hochzeiten gespielt und gesungen wird und zitiert ein beliebtes israelisches Schlaflied mit „Numi, Numi“, dass die Rückkehr des „Abbas“ verspricht – der hebräische Kosename für Papa.

Weniger bekannt ist die Musik der sephardischen Juden, die sich nach ihrer Vertreibung aus Spanien im Mittelalter in ganz Südeuropa, in Israel sowie in New York ansiedelten. „Adio Querida“ - der Abschied von der Geliebten wurde der Inbegriff dieser musikalischen Überlieferungen der Sefarden. Noch heute erinnert der spanische Flamenco an die maurischen Klänge dieser fast vergessenen Kultur.

Erläuterungen über Bräuche, Lyrikrezitationen und Streifzüge durch die jüdische Geschichte vom Mittelalter bis heute sowie die berühmte jüdische Prise Humor vervollständigen dieses kulturelle Kaleidoskop.

Der Einlass beginnt um 18 Uhr; Veranstaltungsbeginn ist um 19 Uhr. Eintrittskarten sind unter www.stadtcochem.de, in der Buchhandlung Layaa-Laulhé und der Tourist-Information Ferienland in Cochem erhältlich. Die Tickets können nur im Vorverkauf erworben werden.

Es werden feste Sitzplätze durch das Personal des Kapuzinerklosters bereits vor Veranstaltung zugewiesen. Bei Einlass gilt die 2Gplus-Regel. Ein entsprechender Nachweis und ein Ausweisdokument müssen bei Eintritt vorgelegt werden.

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