Kreismusikschule Mayen-Koblenz
Dozentenkonzert zur 1000 Jahr-Feier der Ortsgemeinde Trimbs
Trimbs. Rechtzeitig zum Dozentenkonzert „Alte Musik“ der Kreismusikschule Mayen-Koblenz hörte der Regen auf und viele Zuhörer kamen in die Kirche St. Petrus in Trimbs, wo im Rahmen der 1000 Jahr-Feier Kirsten Maxeiner, Ulrike Friedrich, Wolfgang Dey und Wolfram Strehle auf historischen Instrumenten musizierten.
John Dowlands Lieder „Come again“ und „Flow my tears“, die damals weit über Englands Grenzen hinaus bekannt waren, kombiniert mit Diminutionen Jacob van Eycks über diese Themen, führten das Publikum in die oft melancholische Tonsprache der Spätrenaissance. Kirsten Maxeiner (Sopran) sang mit klarer Stimme und mit schlichtem Gestus über die Freuden und Enttäuschungen in der Liebe, begleitet von Wolfram Strehle am Cembalo. Wolfgang Dey ergänzte die Lieder durch kunstvolle Variationen von Jacob van Eyck, einem blinden Flötisten aus Utrecht, der sich auch fünfzig Jahre nach Dowland noch von dessen Kompositionen inspirieren ließ. In Giovanni Benedetto Plattis Sonate für Traversflöte und Basso Continuo nahm Ulrike Friedrich den Faden auf und zeigte im 4. Satz, wie virtuos und klangschön ein Komponist des Spätbarocks mit Variationen umzugehen wusste, wiederum einfühlsam unterstützt von Wolfram Strehle.
Im Duett mit Wolfgang Dey, der hier eine Flûte de Voix, eine Tenorblockflöte in D, spielte, führte Ulrike Friedrich den Zuhörern die barocke Kompositionskunst im Kleinformat vor. Dialog, Imitation, Melodie und Begleitung, Dissonanz und Auflösung, alles erkennbar, aber von Georg Philipp Telemann genial zusammengefügt und als Ganzes in einer Sonate für zwei Flöten durch die beiden Musiker virtuos und stilsicher vorgetragen.
Mit den zwei kleinen Stücken aus den Voluntaries von Charles John Stanley stellte Wolfram Strehle noch einmal die Verbindung zwischen Spätrenaissance und Barock her. Strenge kontrapunktische Satztechnik gepaart mit intensiver Affektgestaltung ließ er durch sein vornehm zurückgenommenes Cembalospiel eine sinnliche Verbindung eingehen.
Zur abschließenden Kantate aus dem „Harmonischen Gottesdienst“ von Georg Philipp Telemann zeigte Wolfgang Dey, der das Programm kenntnisreich und humorvoll moderierte, die Beziehung zwischen Wort und Musik auf. Einzelne Worte wie Stundenschlag, Kreuz, Glück oder Tränen werden durch spezielle Figuren und Motive geradezu tonmalerisch hervorgehoben. Kirsten Maxeiner und Ulrike Friedrich ergänzten sich mit leuchtendem und virtuos geführtem Sopran und beweglicher und gut intonierter Flöte in den Oberstimmen, während Wolfgang Dey mit dem Barockfagott und Wolfram Strehle am Cembalo durch einen wohlgestalteten Bass das harmonische Gerüst setzten.
Das Publikum bedankte sich bei den Künstlern mit lang anhaltendem Applaus.
Weitere Informationen und Kontakt: Geschäftsstelle der Kreismusikschule, Tel. (0 26 32) 95 74 00, E-Mail info@kms-myk.de, www.kms-myk.de oder Facebook https://www.facebook.com/KMSMayenKoblenz/. Sprech- und Besuchszeiten: montags bis freitags von 8:30 bis 12 Uhr.
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