Übergabe durch Innenminister Roger Lewentz in Lahnstein
Drei Drohnen für RHOT
An Landesfacheinheiten Rettungshunde / Ortungstechnik
Lahnstein. Die Nase des Hundes ist bis heute und auch in naher Zukunft durch kein technisches Gerät zu ersetzen. Dennoch werden Rettungshundeeinsätze bereits mit moderner, technischer Ausrüstung wie Teleskop-Suchkameras, Ortungsgeräten und GPS-Geräten unterstützt. Am Mittwoch, 12. August, wurden diese technischen Hilfsmittel mit der offiziellen Übergabe von drei Drohnen an die Landesfacheinheiten Rettungshunde / Ortungstechnik (RHOT) erweitert. Innenminister Roger Lewentz konnte die durch das Land erstmalig angeschafften Drohnen an die RHOT-Einheiten übergeben und gemeinsam mit Landesfeuerwehrinspekteur Heinz Wolschendorf vorstellen. Bei der Erkundung oder zur Suche in unübersichtlichen, sehr schwer zugänglichen Gelände sowie bei der Unterstützung von Einsätzen - Drohnen können einen Gesamtüberblick bieten und vielfältig eingesetzt werden.
„Besonders bei Trümmerlagen, in unwegsamem Gelände mit Steilhängen, aber auch bei Hochwasser, Waldbrand oder Gefahrgutunfällen können sich die Einsatzkräfte mittels Drohne einen Überblick verschaffen und die Lage besser einschätzen, ohne sich selbst zu gefährden“, sagte Innenminister Roger Lewentz heute bei Übergabe der Fluggeräte auf dem Gelände der Feuerwehr Lahnstein.
Die Drohnen werden bei den Feuerwehrfacheinheiten Rettungshunde / Ortungstechnik Lahnstein (RHOT II), Trier (RHOT V) und Südliche Weinstraße (RHOT VII) stationiert und stehen für den Einsatz bereit. „Die Drohnen erleichtern den Einsatzkräften und den Rettungshunden die Arbeit“, betonte Lewentz. Eine integrierte Wärmebildkamera unterstützt die Suche von z.B. verschütteter Menschen. Mit den Drohnen können die Einsätze auch in Echtzeit beobachtet und die Bilder direkt an die Leitstelle oder an Feuerwehrkräfte am Einsatzort übertragen werden.
Die Drohnen mit der Übertragungstechnik für die Kamerabilder kosten nach Darstellung des Innenministeriums jeweils rund 45.000 Euro. Die Fluggeräte dürfen nur von Fachpersonal gesteuert werden. Der Umgang mit diesen anspruchsvollen Geräten wurde bereits bei einer Ausbildungsveranstaltung im Bildungszentrum des Landesfeuerwehrverbandes in Koblenz vermittelt und von der Feuerwehr Lahnstein organisiert. Insgesamt sind bereits 30 Einsatzkräfte in Theorie und Praxis mit dem Betrieb der Drohnen vertraut.
Pressemitteilung
Freiwillige Feuerwehr Lahnstein
Jede der Drohnen kostet rund 45.000 Euro.
Landesfacheinheiten RHOT mit Heinz Wolschendorf, Landesfeuerwehrinspekteur (3. v. links), Frank Hachemer, Präsident Landesfeuerwehrverband (4. v. links), Roger Lewentz, Innenminister (5. v. links). Fotos: privat