Allgemeine Berichte | 08.11.2017

Gruppe „First Responder Klotten“ zieht Bilanz

Ehrenamtliche Hilfe für die Nachbarschaft

Seit Oktober 2011 – 170-mal im Einsatz, um Leben zu retten

Die „First Responder Klotten“ im Einsatz für Andere.privat

Klotten. Im Oktober 2011 beauftragte die Verbandsgemeinde Cochem den Ortsverein Cochem-Land, Bereitschaft Klotten mit der Aufgabe, eine First Responder Gruppe für die Gemarkung Klotten zu etablieren.

Was macht ein First Responder?

Die Aufgabe der First Responder ist es, im Sinne der Nachbarschaftshilfe bei lebensbedrohlichen Verletzungen oder Erkrankungen bis zum eintreffen des Rettungsdienstes tätig zu werden. Die Einsatzkräfte werden parallel zum Rettungsdienst über Funkmeldeempfänger alarmiert, und machen sich unmittelbar nach dem Alarm, zu jeder Tages und Nachtzeit, auf den Weg zur Einsatzstelle. Der Vorteil hierbei: der Notfallpatient wird schneller einer Behandlung zugeführt und der Einsatz kann rechtzeitig professionell organisiert werden um den Ablauf zu optimieren.

Jan Ramann leitet die Bereitschaft. Rund 30 aktive Mitglieder aus dem ganzen Landkreis leisten den ehrenamtlichen Dienst am Menschen in der Gruppe Klotten. Die First Responder Gruppe besteht derzeit aus acht Helfern die alle in Klotten wohnen. Am 16. Oktober 2011 um 22.34 Uhr wurde die Gruppe zum ersten mal alarmiert. „Wir wurden zu einem Patienten mit Verdacht auf einen Herzinfarkt alarmiert“ erinnert sich Ramann. Seit dem ist viel Zeit vergangen. Zufrieden und stolz schauen die Helfer zurück.

Bis heute wurde die Gruppe bereits 170-mal über die Integrierte Leitstelle in Koblenz alarmiert und zu verschiedenen Notfalleinsätzen gerufen. Nicht unerwähnt sollte hierbei bleiben, dass die Einsatzkräfte im Durchschnitt innerhalb von zweieinhalb Minuten am Notfallort eintreffen und in der Regel mit drei Einsatzkräften vor Ort sind, um sachgerechte Hilfe zu leisten und lebensrettende Sofortmaßnahmen einzuleiten.

Eine Vielfalt an Einsätzen

Die Alarmierungsgründe sind vielfältig. Angefangen beim Verkehrsunfall auf der Bundesstraße, über den internistischen Notfall wie zum Beispiel einem Herzinfarkt, bis hin zu Notfällen mit Kindern. Die Helfer müssen gut ausgebildet sein, und sich regelmäßig fortbilden um den Anforderungen im Einsatz gerecht zu werden. Erfreulich ist zu berichten, dass bei vier Reanimationen in der Ortslage Klotten, durch das schnelle Eintreffen und Handeln der Gruppe, ein positives Outcome erzielt werden konnte. Des Weiteren wurden zwei Helfer bei einem Notfall der als „unklar“ alarmiert worden ist, plötzlich zu Geburtshelfern. Das Kind wurde noch in der Wohnung geboren, und anschließend mit der Mutter im Rettungswagen in eine Kinderklinik gebracht.

Die Arbeit der First Responder ist ehrenamtlich. Nicht selten kommt es vor, dass eine Alarmierung tief in der Nacht erfolgt, und die Helfer trotz des kurzen Schlafs, pünktlich am nächsten morgen auf der Arbeit erscheinen. Die Ausbildungskosten der Ehrenamtlichen Helfer, das Equipment, wie Notfallrucksack mit Defibrillator oder Einsatzkleidung sowie die Folgekosten des Systems trägt die DRK Bereitschaft selber.

Wer möchte den ehrenamtlichen Einsatz unterstützen?

Wer die erfolgreiche Arbeit am Menschen unterstützen möchte, kann mit dem Verwendungszweck: „First Responder“, Sparkasse Mittelmosel, IBAN: DE26587512300000036129 eine Spende geben.

Die „First Responder Klotten“ im Einsatz für Andere.Foto: privat

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