Kolpingsfamilie Lahnstein
Ein Deja-vu Erlebnis
Lahnstein. Ein Deja-vu Erlebnis hatte die Kolpingsfamilie Lahnstein, St. Martin. Wegen Corona musste beim Kolping-Gedenktag das sonst so beliebte Suppen-Solidaritätsessen im Pfarrzentrum bereits im zweiten Jahr entfallen. Am dritten Adventssonntag, an welchem die Kolpinger an den am 8. Dezember 1813 geborenen und am 4. Dezember 1865 in Köln verstorbenen seligen „Gesellenvater“ Adolph Kolping erinnerten, gab es in der St. Martinskirche eine Eucharistiefeier mit Pater Jijo Thomas Kachappilly.
Einen musikalischen Glanzpunkt setzte der Männerchor Lahnstein, der auf der Empore des Seitenschiffes stehend unter dem Dirigat von Franz-Rudolf Stein A-Capella- drei Adventslieder vortrug. Gemeindereferent Ralf Cieslik spielte an der Orgel die Pro-Joe Hymne „Wir sind Kolping“, welche von den Gottesdienstbesuchern lautstark mitgesungen wurde.
Die versammelte Gemeinde gedachte der in diesem Jahr verstorbenen Kolping-Mitglieder, Walter Gebhardt, Klaus Hohenbild, Axel Laumann, Helga Schmidt und Anneliese Jungblut. Kolping-Mitglieder sprachen am Altar die Fürbitten. Dabei wurde Freude darüber zum Ausdruck gebracht, dass es Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer gibt, welche Flüchtlinge aufnehmen, dass es Menschen gibt, die Kranke besuchen und Einsamen beistehen und auch, dass es junge Leute gibt, die ernsthaft und lautstark nach Veränderungen beim Klimaschutz rufen. Statt eines Händedrucks beim Friedensgruß gab es nur einen intensiven Blickwechsel.
„Wir haben auch die Mitglieder mit ins Gebet genommen, die vielleicht aus Angst nicht zum Gottesdienst erscheinen konnten“, so Markus Schild, der in seiner Dankansprache das Wesen einer Kolpingsfamilie umriss: „Kolping muss weiterhin eine offene Gemeinschaft sein und bleiben. Unsere Vielfalt muss viele Menschen ansprechen, junge und alte, Familien und Alleinstehende, Handwerker und Akademiker, Bekenntnislose und Gläubige, Hilfesuchende und Engagierte, Trauernde und Lebenslustige. So führen wir das Werk Adolph Kolpings weiter und bringen letztlich Gott ins Spiel.“
Für die Aktion des Kolping-Bundesverbandes „Mein Schuh tut gut“ wurden über 100 gebrauchte Paar Schuhe gespendet. Der Erlös aus dieser Aktion ist für die Internationale Adolph-Kolping-Stiftung bestimmt.
Auch die nächste Veranstaltung der Kolpingsfamilie St. Martin wird in der Martinskirche stattfinden. Am Freitag, 7. Januar gibt es zusammen mit der Jugendmusikgruppe „Spirit“ und der Ortsgruppe der Friedensorganisation „Pax Christi“ die gemeinsame Gebetsstunde für den Frieden zum Weltfriedenstag. Beginn ist um 19 Uhr.
