Allgemeine Berichte | 16.05.2017

Ottmar Canz-Brücke eingeweiht

Ein Denkmal für einen Menschen, der „Brücken schlug“

Sohn Stephan mit den beiden Enkeln Emilian und Tizian und Regine Canz. MFU

Bad Ems. Die Widmung von Bauwerken wird nur großen Persönlichkeiten zu teil. So eine Persönlichkeit war Ottmar Canz, der plötzlich und unerwartet im Dezember 2015 im Alter von 68 Jahren verstarb.

Der Altbürgermeister der Stadt Bad Ems liebte seine Stadt von ganzem Herzen wie wohl kaum ein anderer.

Er war ein Macher, Kämpfer aber vor allem, war er ein Mensch mit großem Herzen.

So widmeten die Freunde der Bürgerstiftung, dessen Gründer und Vorsitzender Canz war, ihm ein bleibendes Andenken.

Viele Freunde, Bekannte, Vertreter aus den benachbarten Gemeinden und Städten waren am Tage der Vereine, der sehr erfolgreich vom Stadt- und Touristikmarketing Bad Ems e. V. in Mitarbeit von „Bad Ems Plus“ sowie den Ehrenamtlichen der 25 Vereine aus Bad Ems und Umgebung organisiert worden war, gekommen, um diesem Festakt beizuwohnen. Die „alte Bahnhofsbrücke“ war übervoll mit mehr als 200 Menschen, die trotz des ständigen Nieselregens kamen.

Ein großes Bild hatten die Freunde der Bürgerstiftung von Ottmar Canz aufgestellt. Auf dem Bild lächelte er, so wie viele dieses Lächeln kannten. Wer genau hinsah, konnte vielleicht den Eindruck gewinnen, dass er seinen Bürgern zuwinkte.

So erging es auch dem Stadtbürgermeister Berny Abt, der in seiner Ansprache fragte:

„Geht es Ihnen auch so? Eigentlich ist er noch immer sehr präsent, unser Ottmar Canz“.

Wenn ich so durch die Römerstraße fahre, dann meine ich, er würde mir gleich auf seinem E-Bike entgegen kommen. Oder vor dem Eiscafé, wo er gerne saß und mit Gott und der Welt sprach. Und so manches Mal, wenn ich in meiner Amtsstube sitze und mich über irgendeinen Vorgang ärgere, höre ich seine markante Stimme: „Siehste Berny, ich hab’s Dir ja gesagt“.

Auch der Innenminister Roger Lewentz würdigte in einem Brief, den Berny Abt vorlas, die Verdienste aber insbesondere seine Menschlichkeit des einstigen Stadtbürgermeisters.

Der enge Freund und Weggefährte Hubert Stubenrauch richtete abschließend seine Worte an die Menschenmenge. Er erinnerte kurz an zahlreiche Verdienste von Ottmar Canz. Insbesondere an die Bürgerstiftung, dessen Gründer und Vorsitzender er bis zu seinem Tod war. Er verkörperte das Ehrenamt, war Meister und Diener der Bürger. Ehrlich und geradlinig mit Herzblut kümmerte er sich um Alles und hatte für Jeden ein offenes Ohr.

Dann wurde es feierlich. Sohn Stephan und Enkelsohn Emilian enthüllten die Gedenktafel, angefertigt von der Keramikwerkstatt Ebinger, gestiftet von Ingeburg und Josef Theisen.

Brücken geschlagen

Ottmar Canz schlug Brücken und somit setzt die Stadt Bad Ems ein Denkmal für einen Menschen, der „Brücken schlug“.

Der Freundeskreis hatte mit einem Weinstand vor und nach dem Festakt dafür gesorgt, dass sich die Gäste wohl fühlten und in Erinnerung schwelgen konnten.

Sohn Stephan mit den beiden Enkeln Emilian und Tizian und Regine Canz. Fotos: MFU

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