Allgemeine Berichte | 02.06.2023

Die Motorradwallfahrt nach Schönstatt

Ein Erlebnis von Gemeinschaft und Glauben

Motorradsegnung vor der Pilgerkirche. Fotos: SMS

Vallendar. Kürzlich fand die 18. Motorradwallfahrt nach Schönstatt statt. Dieses Jahr unter dem Motto: Die Straße verbindet – miteinander von Herz zu Herz.

Über 50 Bikerinnen und Biker reisten schon am Samstagnachmittag an und nahmen an der Ausfahrt teil, die an der Gnadenkapelle Schönstatt, dem Urheiligtum, abschloss. Dort kamen die Maschinen zum Stehen und beim Gebet dankten alle Gott und brachten mit der Gottesmutter ihre Bitten zu ihm. In diesem Jahr hatte sich eine Bikerin entschlossen, ihren Glauben zu vertiefen und das Liebesbündnis mit Maria zu schließen.

Schon während des Abendessens im Freien und der anschließenden Abendveranstaltungen gab es gute Unterhaltungen bei einem kühlen Weizenbier oder einem Glas Wein, Spiele an den Tischgruppen und ein frohes gemeinsames Singen von alten Schlagern am Lagerfeuer.

Eine Verbindung von Herz zu Herz

Zum Biker-Gottesdienst am Sonntagvormittag in der Pilgerkirche kamen nochmal gut 30 Bikerinnen und Biker dazu, ebenso alle sonntäglichen Gottesdienstbesucher. Zum ersten Mal stellten die Teilnehmer ihre Motorradhelme vor Beginn des Gottesdienstes auf die Altarstufen, damit sie am Ende, zusammen mit den Andachtsgegenständen, gesegnet werden. Pfarrer Stefan Schaaf, Initiator der Motorradwallfahrt seit 2005, meinte „Das ist ein Zeichen, dass sich alle mit Gott verbunden fühlen und seinen Schutz und Segen erbitten.“ In seiner Ansprache führte er das diesjährige Motto aus:

„Autobahnen verbinden. Waren werden von A nach B gebracht. Verschiedenste Personen sind unterwegs, beruflich und privat. Straßen verbinden Menschen.

Bei jedem Unterwegs-Sein ist mehr oder weniger Herz dabei. Manchmal ist die Fahrt geprägt von Vorfreude aufs Wiedersehen. Dann klopft das Herz, dann ist das Herz „voll dabei“.

Jesus war auch auf den Straßen unterwegs. Bei ihm war viel Herz für die Menschen dabei. Er begegnete vielen Menschen auf seinem Weg. Jesus hatte ein offenes und hörendes Herz. Paulus und seine Begleiter gingen mit ganzem Herzen ihren Weg und haben viele Verbindungen von Herz zu Herz, von Gemeinde zu Gemeinde geschaffen. Wo Paulus hinkam, haben sich die Herzen für Jesus geöffnet.“

Das Christentum sei eine „Straßenreligion“, so Pfarrer Schaaf. „Es braucht Begegnungen von Herz zu Herz. Bei der Motorradwallfahrt ist das deutlich spürbar. Was sich hier ereignet, hat Liebesbündnis-Qualität. Dem Gründer Schönstatts, Pater Josef Kentenich, war es wichtig, dass Menschen sich von Herz zu Herz verbinden – untereinander und mit Gott. Wo das im Blick ist, hat das Leben einen hohen Herzfaktor.“

Nicht in Worten zu beschreiben

Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Maschinen im Anschluss an den Gottesdienst vor der Pilgerkirche gesegnet. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Pilgerhaus machten sich die Bikerinnen und Biker wieder auf den Heimweg. „Es war schön, wieder einmal die bekannten Gesichter zu sehen und in Schönstatt zu sein“ – sagte eine Bikerin beim Abschied. Auf die Frage, wie sie von der Motorradwallfahrt erfahren hatten, sagte ein Ehepaar: „Wir kamen vor zwei Tagen mit dem Motorrad hier vorbei und sahen das Banner mit dem Veranstaltungshinweis hängen. Daraufhin haben wir gegoogelt und sind jetzt hier. Es war sehr schön, danke!“ Herr K. aus Aulendorf schrieb: „Wir sind wohl und gesund daheim angekommen. Unsere Rückreise war heute schnell und auch trocken. Gegen 15 Uhr konnten wir uns in unserem Heiligtum in Aulendorf zurückmelden und haben bei der Gottesmutter für ihre Begleitung gedankt. Uns hat es sehr gut gefallen, dass ich es nicht in Worten beschreiben kann. Wir haben auch viel erlebt und viele, viele nette Leute kennengelernt.“

Die Motorrad-Wallfahrt nach Schönstatt findet jedes Jahr am Wochenende nach Christi Himmelfahrt statt, nächstes Jahr vom 11. – 12. Mai 2024. Termine und Informatives für alle Motorrad-Fans gibt es auf der neuen Homepage des Missionarischen Motorrad Club Schönstatt: www.mmcs-international.net

Die Kentenich-Statue wurde auch zum Biker.

Die Kentenich-Statue wurde auch zum Biker.

Vor der Abfahrt zur Tour.

Vor der Abfahrt zur Tour.

Korso-Ankunft am Urheiligtum.

Korso-Ankunft am Urheiligtum.

Motorradsegnung vor der Pilgerkirche. Fotos: SMS

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Imageanzeige
Daueranzeige 2026
Dauerauftrag 2026
2+1 Aktion
150 Jahre Zeitungstradition
Einzelbuchungen  149180/0
Wir feiern 150 jährigen Geburtstag
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
609

Vier Spuren für den Kfz-Verkehr - Schutzstreifen für den Radverkehr

Ab 13.07.: Verbreiterung der Adenauerallee in Bonn beginnt

Bonn. Am Fahrbahnrand der Adenauerallee beginnen ab dem 13. Juli 2026 umfangreiche Bauarbeiten, um die Straße wieder auf vier Spuren für den Kfz-Verkehr zu erweitern. Ziel ist es, zwischen der Ersten Fährgasse und der Weberstraße in beiden Fahrtrichtungen Schutzstreifen für den Radverkehr zu schaffen. Dafür wird ein Teil der Fahrbahn baulich verbreitert.

Weiterlesen

514

Wandern in der Heimat - LandFrauenkreisverband lädt ein

Geführte Wanderung durch Amseltal und Neuenahrer Wald in Bad Neuenahr

Bad Neuenahr. Die geführte Wanderung verläuft durch das Amseltal und den überwiegend schattigen Neuenahrer Wald zur Amseltalhütte. Nach dem steilem Aufstieg geht es in ca. eineinviertel Stunden zum Steckenbergturm. Der Lennéweg führt zurück ins Tal vorbei am Waldkletterpark, dem Waldentdeckerpfad, durch den Dahliengarten zum Ausgangspunkt. Es ist keine Einkehr vorgesehen.

Von Ingrid Strohe

Weiterlesen