Gemeinde Wachtberg
Ein Glücksfall für die Gemeinde
Ernst Picard mit Eintrag ins Goldene Buch geehrt
Wachtberg-Berkum. Ernst Picard, bis April dieses Jahres langjähriger Vorsitzender des Wachtberger Wandervereins, hat sich auf Einladung von Bürgermeisterin Renate Offergeld ins Goldene Buch der Gemeinde Wachtberg eingetragen.
Neben seiner Frau Emma Picard und seiner Nachfolgerin Anne Dahmer nahm an der kleinen Feierstunde Anfang Dezember im Rathaus auch der ehemalige Bürgermeister Hans-Jürgen Döring teil.
Eine Laudatio auf Ernst Picard
Als Weggefährte, der Picard nicht nur in seinem Engagement immer kräftig unterstützt hat, sondern auch tatkräftig so manchen Kilometer mit diesem gemeinsam gewandert ist, hatte Döring es sich nicht nehmen lassen und eine Laudatio vorbereitet. Er ging darin zurück bis an den Anfang, ins Jahr 2002, als es galt, die „reichlich vorhandenen landschaftlichen und historischen Glanzpunkte unserer Gemeinde in ein Naherholungskonzept einzubringen und damit unser Ländchen zumindest für den Tagestouristen aus der Region attraktiver zu machen. Und dazu gehörte auch ein Wanderwegekonzept.“ Welch ein Glücksfall war es da, dass sich im April desselben Jahres ein Ortsverein Wachtberg des renommierten Eifelvereins gründete und als ehrenamtlicher Träger für dieses Konzept gewonnen werden konnte. Dass er damals zum Vorsitzenden bestimmt worden sei, erzählte Picard, sei eigentlich nur dem Umstand geschuldet gewesen, dass er sich damals bei der Wahl wegen akuter Rückenbeschwerden nicht schnell genug habe setzen können. Eine nette Anekdote, aber Picard nahm die Herausforderung an und leitete schließlich 14 Jahre lang die zwischenzeitlich vom Eifelverein abgekoppelte und jetzt als Wachtberger Wander-Verein formierende Gemeinschaft von Wanderfreudigen.
Eine beachtliche Leistung
„Ernst Picard war der prägende Ideen- und Taktgeber!“, hob Döring dann auch dessen besonderes Wirken hervor. Und Picards Leistungsbilanz kann sich sehen lassen. Dank der Konzeption eines mit Vereinen, Organisationen, Verbänden, Gemeindeverwaltung und Grundstückseigentümern abgestimmten erweiterten Wanderwegenetzes gibt es in Wachtberg heute einen mehr als 40 Kilometer langen Wanderweg, der von der Mitte aus sternförmig miteinander vernetzt ist und dabei die Aufmerksamkeit auch auf historische und geologische Besonderheiten lenkt. Hierzu mussten teilweise völlig neue Wege angelegt und markiert werden. Großformatige, professionell gestaltete Info-Tafeln mit Angaben zu Geschichte, Geologie, Infrastruktur und Weiteres stehen in fast jedem Wachtberger Ortsteil. Das Angebot an Wanderkarten und anderen Publikationen ist unter seiner Federführung wesentlich gewachsen. Große Akzeptanz bescherte ihm und dem Verein die Kooperation mit zahlreichen Heimatvereinen, dem Rheinbacher Eifelverein, dem Naturpark Rheinland und immer auch der Gemeinde. Highlights waren sicherlich auch die Mitwirkung an der Feuerroute des Naturparks Rheinland und die Ausgestaltung der Wachtberger Höhe bei Werthhoven als höchster Punkt der Gemeinde.
Ein Glücksfall für die Gemeinde
Ernst Picard sei ein Glücksfall für die Gemeinde gewesen, „einer jener Glücksfälle“, so Döring, „in denen Bürgerinnen und Bürger nicht nur auf Initiativen aus dem Rathaus setzen, sondern selbst Gemeinschaftsinteressen in Abstimmung mit der Kommune formulieren und vor allem auch realisieren. Die Idee von damals, unser Ländchen bewusster erleben zu können und seine Schönheiten anderen in der ganzen Region zu präsentieren – sie ist unter seiner Stabführung 1 : 1 verwirklicht worden.“
Pressemitteilung
Gemeinde Wachtberg
