Allgemeine Berichte | 05.06.2019

Beitrag zum Maler Fritz von Wille

Ein Gruß zu Pfingsten oder „Frühling in der Eifel“

Prof. Fritz von Wille gab diesem Gemälde den Titel „Pfingsten auf der Nürburg“.Foto: privat

Adenau. „Ich weiß mit der Feder nicht zu sagen, was nicht Wille mit dem Pinsel ausgedrückt hat“, so die Dichterin und Zeitgenössin Clara Fiebig (geboren 1860, gestorben 1952) über Professor Fritz von Wille (geboren 1860, gestorben 1941), bekannt als der „Eifelmaler“.

Geboren 1860 in Weimar als Sohn des Hofmalers August von Wille und der Tiermalerin Clara von Wille, studierte Fritz von Wille von 1879 bis 1882 an der Düsseldorfer Kunstakademie. Auf der Suche nach seinen Motiven – auch an verschiedenen ausländischen Orten – fand von Wille sein Arkadien in dem zu diesem Zeitpunkt noch als dem preußischen Sibirien bekannten Teil Deutschlands – der Eifel.

1892 heiratete er die Neuwieder Fabrikantentochter Gustl Schneider. Diese Heirat machte den Künstler finanziell unabhängig. In den Jahren 1900 bis 1911 lebte er und seine Familie in Reifferscheid (Kreis Schleiden), im Jahr 1911 erwarb von Wille die Burg Kerpen (Kreis Daun), wo er bis zu seinem Tod lebte.

Bedingt durch sein hervorragendes malerisches Können und den Kauf seines Gemäldes „Die blaue Blume“ durch Kaiser Wilhelm II. erlangten seine Gemälde schnell großen Ruhm. Es folgten Ausstellungen in London, München und Salzburg, wo er die verschiedensten Auszeichnungen erhielt. „In den Stuben der Eifeler hängen Drucke seiner Gemälde“, mit diesem Zitat aus dem Jahr 1979 erschienenen Buch (Fritz von Wille, Maler der Eifel – von Dr. Dr. Otto Baur) wird deutlich, dass diese Gemälde schon in der damaligen Zeit nicht für Jedermann erschwinglich waren.

Auf dem Bild „Pfingsten auf der Nürburg“ hält von Wille ein Wunder der Natur mit dem Pinsel fest. Ein idyllischer Ort, das friedliche Kirchlein umringt von Blütenbäumen und blühendem Ginster. Hoch über der Nürburg jedoch liegen große, schwarze Wolken. Wollte von Wille mit diesen Gegensätzen auf die vergängliche und bedrohte Natur aufmerksam machen? Was Gott geschaffen hat, soll und darf der Mensch nicht zerstören.

Die Gemälde der Vergangenheit – ein Mahnmal für die Zukunft? Jetzt, fast 80 Jahre nach seinem Tod, kann jeder die größte Kunstsammlung seiner Werke in der Dr.-Hanns-Simon Stiftung – Haus Beda – in Bitburg betrachten. Dieter Klünder aus Düren veröffentlichte einen Film über von Wille. Kunstkarten des ehemaligen Kunstkartenverlags J. Alex Klein in Adenau sind noch an diversen Sammelbörsen im Internet zu erwerben.

Prof. Fritz von Wille gab diesem Gemälde den Titel „Pfingsten auf der Nürburg“.Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Monatliche Anzeige
Werbeplan 2026
Daueranzeige 2026
Anzeigenauftrag #PR111825-2026-0008#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0378#
schlüsselfertiger Badausbau
Inno aus der VG
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0378#
Empfohlene Artikel
Mitten in der Altstadt von Koblenz, dort wo Touristen und Einheimische gerne stehen bleiben, steht er: der Schängelbrunnen.
37

Koblenz. Seit 1941 plätschert er auf dem Willi-Hörter-Platz in der Altstadt vor sich hin. Oder besser gesagt: er spuckt sich tapfer durch die Jahrzehnte. Dieser Brunnen ist aber kein stilles Wasserspiel, sondern wie ein echter Koblenzer ein wahres Original. Original: frech, unbeeindruckt und leicht verschmitzt. Lesen Sie den kompletten Artikel im BLICK aktuell-RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Mit dem 1. Juli 2026 endete eine prägende Ära am St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach.
131

Andernach. Nach vielen Jahren engagierter und vorausschauender Arbeit verabschiedete sich Geschäftsführerin Cornelia Kaltenborn in den Ruhestand. Sie hinterlässt einen modernen Gesundheitscampus, der wirtschaftlich solide aufgestellt ist und sich den Herausforderungen eines sich tiefgreifend wandelnden Gesundheitswesens mit einer klaren Zukunftsstrategie stellt. Lesen Sie den kompletten Artikel im BLICK aktuell-RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel