Rheinbacher Stadtfest war trotz schlechten Wetters gut besucht
Ein Hauch von „Indian Summer“
Rheinbach. „Diesen einen Tag hätte es ja auch noch schön sein können“, meinten die Besucher des Rheinbacher Stadtfestes, denn unter „Indian Summer“ stellt man sich etwas Anderes vor. Die Hoffnung, dass der Wetterbericht sich irren könnte, erfüllte sich nicht. Stattdessen war der Himmel grau und verhangen, es nieselte und die Temperaturen hatten sich bei 15 Grad eingependelt. Oliver Wolf, Vorsitzender des Rheinbacher Gewerbevereins, eröffnete das Stadtfest und meinte auch, dass man sich unter „Indian Summer“ eher einen warmen Sommertag vorstelle. Der Geschäftsführer der wfeg, Robin Denstorff, überbrachte die Grüße des Bürgermeisters und schloss sich den guten Wünschen an. Pater Damian Hungs hatte für das Stadtfest seinen Segen gegeben und der Kürbisaktion der Kinder mit anschließender Prämierung im Kirchenbereich zugestimmt.
Immerhin sorgten die Zierkürbisse, die bunten Kränze und die herbstlichen Auslagen der Geschäfte doch noch für ein paar Ausblicke auf den „Indian Summer“. Die Besucher genossen dennoch, losgelöst vom Alltagsstress und ohne Zeitdruck, das Flanieren durch Rheinbachs Innenstadt. Die Geschäfte hatten ihre Schaufenster herbstlich dekoriert und lockten mit Schnäppchen und zahlreichen Angeboten zum Verweilen und Kaufen. Die über 80 teilnehmenden Einzelhändler verliehen der Innenstadt zusammen mit den Dekorationen des Gewerbevereins ein herbstliches Ambiente. An einem Stand machte auch die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ auf sich aufmerksam. Wie immer bei den Stadtfesten dabei war die Partnerschaftsvereinigung Deinze-Rheinbach und informierte über die Städtepartnerschaft.
Die Stadt und der Gewerbeverein hatten zahlreiche musikalische und kulturelle Highlights organisiert. Gleich drei Musikgruppen unterhielten die Besucher und die Treckerfreunde Rheinbach machten mit einem Korso auf sich aufmerksam. Live-Klänge gab es schon am Anfang der Flaniermeile von der „Fidelia Wormersdorf“. Die bekannte Rheinbacher Rockband „The Fläsch“ war auch wieder mit dabei und brachte mit ihren Songs etwas Stimmung in den grauen Herbsttag. Zum ersten Mal beim Stadtfest war das Newcomer Kölschrock-Quartett „F!asko“ mit dabei und servierte auf dem Lindenplatz rockig-deftige Musikstücke. „Die drei Musikgruppen sind gut angekommen beim Publikum. Immerhin blieb die ’Laufkundschaft‘ stehen und spendete viel Applaus für die Musiker“, sagte Oliver Wolf.
Andrang herrschte auch im „Kinderbereich“ am Wilhelmsplatz. Die Kindererlebnisakademie beschäftigte die kleinen Besucher mit vielen Aktionen. Außerdem sorgte eine bunte Hüpfburg für Spaß und Abwechslung. Spannend für die Kinder wurde es dann noch einmal bei der Preisvergabe für die schönsten Kürbisse. Neun Kürbisse standen zur Prämierung und jedes der Kinder konnte mit einem Sachpreis belohnt werden. Der Rest der von den Einzelhändlern zur Verfügung gestellten Preise soll beim nächsten verkaufsoffenen Sonntag (Martinsmarkt am 30. November) für einen guten Zweck verlost werden. Zwar lockte das Wetter nicht unbedingt zum Verweilen in der Außengastronomie ein, aber der Kaffee und das Eis schmeckten auch in den zahlreichen Cafés und Restaurants. Zusätzlich gab es an einem original amerikanischen Schulbus, umgestaltet als „Food Truck“, köstlichen Schinkenkrustenbraten und leckere Burger. Passend zur Jahresszeit konnte man am Voigtstor eine schmackhafte Kürbissuppe probieren und das Pflegeteam Wentland kredenzte Herzwaffeln aus dem „Beatmungsmobil“.
Am Ende des Stadtfestes zog Oliver Wolf dennoch eine positive Bilanz: „Die Stadt war voll und, typisch für Rheinbach, die Gäste kommen“. Die Aussteller und Geschäftsleute waren zufrieden, „denn die Besucher, die trotz des Wetters kamen, wollten auch kaufen“, meinte der Gewerbevereinsvorsitzende.
STS
In „Pretty Woman“ wurde Passendes zur Jahreszeit präsentiert.
