Nachruf auf „Henry“ Kantz
Ein Herz für Vereine und Kameradschaft
Bendorf-Mülhofen. Heinz „Henry“ Kantz ist am 26. Januar 2017 verstorben. Er war immer ein lebensfroher Mensch. Einer, den die Menschen kannten und mochten.
Traditionen im Ort, wie Kirmes, Karneval und der Zusammenhalt in der Feuerwehr-Kameradschaft waren dem 1953 Geborenen wichtig. Und er half, wo er kann. Nicht nur im Ort, sondern auch beim Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes oder bei den Einsätzen mit dem First Responder-Fahrzeug. Er war mit seinem Sohn Michael, auf den er sehr stolz war, Gründer der First Responder-Truppe Bendorf, wo zu Beginn die Einsätze noch mit Privat-PKWs gefahren wurden. Henry Kantz liebte seine Familie und hatte in seiner Frau Mechthild eine Unterstützerin, die seine Aktivitäten immer mittrug.
Fünfundvierzig Jahre lang galt sein Herzblut der Feuerwehr Bendorf mit dem Löschzug Mülhofen, bis er von Bürgermeister Michael Kessler in den Ruhestand verabschiedet wurde. Seine Kameraden überraschten ihn mit einem Spalier und einem besonderen Ständchen. Auch noch in der Altersabteilung der Bendorfer Wehren hatte er viel Freude an der Kameradschaft.
Beim Ortsverein Bendorf vom Deutschen Roten Kreuz war er zehn Jahre lang aktiv und ein geschätzter Kollege, der viele der „Kleinigkeiten“ erledigte, die man im Alltag kaum sieht. Auch hier hinterlässt er eine große Lücke. Der First-Responder-Einsatzwagen wurde nun posthum auf den Namen „Henry“ getauft und der Name am Heck angebracht.
Bei der Karnevalsgesellschaft „Ganz denewer“ Mülhofen 1950 fühlte er sich besonders wohl. „Einmal Prinz zu sein“, das reichte ihm nicht aus.
Als Novum war er für die Gesellschaft der Karnevalsprinz in den Jahren 1993 und 2006. Er war im Elferrat, half beim Wagenbau und unterstütze auch den Schwesterverein des Möhnenvereins Mülhofen.
Ein paar Tage vor seinem Tod besuchte er noch den Neujahrsempfang des Festauschusses Bendorfer Karneval. „Was soll ich hier im Bett liegen, während die anderen feiern?“. Nach Beginn seiner schweren Krankheit trotzte er zuerst seinem Schicksal und erfüllte sich die Wünsche, die er noch hatte.
Erlebte einen wunderbaren Urlaub in Österreich oder unternahm einen Hubschrauber-Rundflug. Bis zuletzt, auch noch im Dezember 2016, überlegte er, wie er den Vereinen weiter hilfreich sein kann, schob noch einige Dinge an und freute sich, wenn es gelang.
Im Januar bat er um seine Entlassung aus dem Krankenhaus und verstarb erfüllt im Kreise seiner Familie.
Peter Siebenmorgen
Bei der KG „Ganz denewer“ Mülhofen war Kantz immer mit dabei - und sogar zwei Mal Prinz.