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Ein Jahr BBT-Region Koblenz-Saffig
Seit 2021 bilden das Katholische Klinikum Koblenz-Montabaur und die Barmherzigen Brüder Saffig eine gemeinsame Versorgungsregion
Region. Seit einem Jahr tragen Frank Mertes und Jérôme Korn-Fourcade als Regionalleiter der Barmherzigen Brüder Trier-Gruppe (BBT-Gruppe) gemeinsam die Verantwortung für die Vernetzung und Steuerung aller BBT-Einrichtungen im Gebiet Westerwald, Rhein, Mosel und Eifel mit über 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Kurz umschrieben gehören hierzu alle Einrichtungsteile des Katholischen Klinikums Koblenz · Montabaur und der Barmherzigen Brüder Saffig. Auf der einen Seite also ein breites medizinisches Leistungsspektrum, auf der anderen Seite eine Komplexeinrichtung mit den Schwerpunkten Teilhabe und Begleitung im Leben.
Die beiden Regionalleiter sehen in der Zusammenführung solcher vielschichtigen und sehr differenzierten Leistungsstrukturen viel Potential: „Die organisatorische Zusammenführung unserer Aktivitäten in der Region ist kein Selbstzweck, sondern die konsequente Umsetzung der Strategie unseres Trägers um alle Facetten unseres Wirkens als ganzheitlichen Dienst am Menschen und an der Gesellschaft zu ermöglichen. Wir bündeln mit den Geschäftsfeldern Gesundheit, Seniorendienste, Teilhabe und Bildungsdienste genau die vier Bereiche, in denen wir in der BBT-Gruppe im Gesundheits- und Sozialwesen engagiert sind in einer neuen Führungs- und Managementstruktur“, erläutert Frank Mertes. „Die Chancen die sich daraus für alle Teilbereiche der Region ergeben, sind bereits nach dem ersten Jahr in der neuen Struktur sicht- und erlebbar“, ergänzt Jérôme Korn-Fourcade und verweist auf erste, übergreifende Themen: „Das Zusammenwirken von Qualitäts- und Risikomanagement gelingt schon sehr gut. Ein schönes, gemeinsames erstes Projekt aus der Region war die Gründung unseres Hausarzt MVZs „LandarztPlus“ zusammen mit der Verbandsgemeinde Montabaur, deren Hauptstandort am Ärztehaus Montamedicum in unmittelbarer Nähe zum Brüderkrankenhaus in Montabaur beheimatet ist. Auch die Kooperation unserer Pflegeeinrichtungen und des Ambulanten Pflegedienstes der Barmherzigen Brüder Saffig mit dem Bildungscampus Koblenz konnte im Kontext der generalistischen Pflegeausbildung vertieft werden. Wir haben das erklärte Ziel, dass unsere neue Struktur mehr wird als die Summe seiner Teile. Von daher fokussiert unsere gemeinsame Strategie viele Kontaktflächen der einzelnen Geschäftsfelder. Wir haben zum Beispiel damit begonnen, administrative Bereiche wie das Personalmanagement oder die Finanzbuchhaltung zusammenzuführen, um verstärkt in gemeinsamen Standards zu arbeiten. Darüber hinaus wollen wir das an allen KKM-Betriebsstätten erfolgreiche Konzept einer interdisziplinären Heilmittelpraxis mit therapeutischen Angeboten auch am Standort Saffig entwickeln. Eine inhaltlich sehr positive Ergänzung des medizinischen Leistungsspektrums der Fachklinik in Saffig ist uns mit der Etablierung einer neuen Facharztpraxis für Neurologie in direkter Nachbarschaft zu unseren ambulanten und tagesklinischen Angeboten gelungen. Aktuell sanieren wir am Brüderhaus in Koblenz ehemalige Wohnheimzimmer und richten diese zur Vermietung an Menschen mit Unterstützungsbedarf aus den Teilhabediensten her. In der Summe haben wir bereits im ersten Jahr der neuen Struktur viel gemeinsam auf den Weg gebracht.“
Die zahlreichen Umbrüche des Gesundheits- und Sozialsektors sind auch für die beiden Regionalleiter der BBT-Gruppe täglich eine Herausforderung so Jérôme Korn-Fourcade weiter: „Das Gesundheits- und Sozialwesen steht unserer Ansicht nach in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, Digitalisierung, Demografischer Wandel. Diese Rahmenbedingungen betreffen alle Anbieter gleichermaßen. Von daher ist der Zusammenschluss der Region zu einer großen organisatorischen Einheit ein Puzzlestück zur Beantwortung der unternehmerischen Fragen die sich daraus ergeben. Wir sind nun eine Dienstgemeinschaft von mehr als 3.500 Kolleginnen und Kollegen und bewegen ein Erlösvolumen von mehr als 270 Mio. € pro Jahr. Wir bündeln sehr viele Kompetenzen, die jedes Geschäftsfeld isoliert für sich betrachtet so nicht abbilden könnte. Das macht die vielen Aufgaben die vor uns liegen nicht kleiner, aber im Verbund besser und schneller lösbar. In Bezug auf die an unserem Bildungscampus ausgebildeten jungen Menschen haben wir nun ein breiteres Angebot an möglichen Einsatzorten und Betätigungsfeldern. Das Schaffen von Anlaufstellen und Wohnraum für Menschen mit Teilhabebedarfen wird durch die verschiedenen Standorte der Region leichter. Digitalisierungsprojekte, wie z.B. die aktuelle Umsetzung der Fördermaßnahmen aus dem Krankenhauszukunftsgesetz, können gemeinsam und somit auch ressourcenschonender organisiert werden.“ Für Frank Mertes liegt die Zukunft der Gesundheitsversorgung, neben dem Trend zur Ambulantisierung von einzelnen Leistungen, vor allem im Denken und Agieren in Netzwerken: „Über die einzelnen Angebote wie z.B. die Psychiatrische Fachklinik inklusive Tagesklinik und Psychiatrischer Institutsambulanz, die drei Facharzt-MVZs, das Hausarzt-MVZ, das große somatische Krankenhaus KKM und das Therapiezentrum bilden wir bereits viele Themen in der Region ab, die wir für die Zukunft noch mehr miteinander verknüpfen können. Damit gehen viele Chancen einher und auf die sollten wir unseren Fokus legen. Das gilt für uns als Unternehmen, aber vor allem auch für die Menschen die sich uns anvertrauen.“ Eine große Herausforderung in näherer Zukunft sei dabei die Weiterentwicklung der Infrastruktur der Standorte und Liegenschaften, ergänzt Korn-Fourcade: „In Koblenz planen wir die Zusammenführung der beiden Krankenhausbetriebsstätten auf dem Gelände des Marienhofs, in Münstermaifeld möchten wir eine Tagespflege etablieren und in Plaidt und Saffig untersuchen wir die komplexen baulichen Strukturen für eine gute zukünftige Nutzung. Das alles gehen wir über die nächsten Jahre mit unseren Mitarbeitenden an, aber auch mit einer neuen Generation an Mitarbeitenden, die zu uns kommen wird. Dieser Wandel wird sicher auch Veränderungen für unsere Patienten, Klienten und Bewohner bedeuten. Diese anstehenden Veränderungen gut zu meistern und gleichzeitig unsere Wurzeln als christliches, kirchliches Unternehmen nicht zu verlieren ist ein großes Spannungsfeld, von dem wir aber glauben dass wir das als Dienstgemeinschaft in guter Weise schaffen werden.“
Pressemitteilung Barmherzige Brüder Trier gGmbH
Seit einem Jahr tragen Frank Mertes (l.) und Jérôme Korn-Fourcade als Regionalleiter der Barmherzigen Brüder Trier-Gruppe (BBT-Gruppe) gemeinsam die Verantwortung für die Vernetzung und Steuerung aller BBT-Einrichtungen im Gebiet Westerwald, Rhein, Mosel und Eifel mit über 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Foto: Barmherzige Brüder Trier gGmbH
