Cura Stiftung Plaidt: Ein Jahrzehnt gelebte Solidarität
Plaidt. Am 10. März 2015 wurde die „Cura Stiftung Plaidt“ von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier offiziell anerkannt.
Der in der Satzung verankerte Stiftungszweck sieht vor, insbesondere Plaidter Einwohnerinnen und Einwohner zu unterstützen, die durch Naturgewalten, Krankheit, eine körperliche oder geistige Behinderung oder durch andere unverschuldete Ereignisse – beispielsweise durch plötzliche Pflegebedürftigkeit – in Not geraten sind. Darüber hinaus werden ortsansässige Schulen und Kindergärten sowie Menschen in Pflegeheimen gefördert. Die Unterstützung erfolgt in Form finanzieller Zuwendungen, etwa durch Zuschüsse zur Anschaffung von Hausrat, Mobiliar oder Kleidung.
Seit der Gründung liegt die Verantwortung im Stiftungsvorstand unverändert bei Ulrike Bartz und Rudolf Mürtz. Auch der Stiftungsrat ist weitgehend konstant geblieben. Er setzt sich derzeit zusammen aus Christa Henzgen, Björn Hickmann und Pastor Alexander Kurp. Dieser trat die Nachfolge von Pfarrer Michael Stoer an, dem für seine bisherige hervorragende Arbeit ausdrücklich Anerkennung ausgesprochen wird. Pfarrer Stoer hat zwischenzeitlich seine berufliche Tätigkeit verlagert.
In den vergangenen Jahren konnten sowohl die Stiftung als auch der zugehörige Verein Cura zahlreiche Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen unterstützen. Beispiele für geleistete Hilfen sind unter anderem Zuschüsse für Ausflüge und Ferienfreizeiten von Schulkindern sowie die Finanzierung von Heizungsanlagen, Elektroherden, Elektroinstallationen, Brennholz, Autoreparaturen, Beerdigungskosten, Zahnersatz und Hilfsmitteln für Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenheimen. Weitere Maßnahmen umfassten die Ausgabe von Gutscheinen für Lebensmittel, Bekleidung, Schuhe, Schulbedarf und Kindersportausstattung.
Darüber hinaus wurden Umzüge unterstützt, einschließlich der Beschaffung von Möbeln und Haushaltsgegenständen. In Kooperation mit dem TV Jahn Plaidt 1920 e. V. wurden kostenlose Schwimmkurse für Kinder angeboten. Zudem konnten Kinder, auch mit Migrationshintergrund, am Jugendfußballcamp des 1. FC Köln teilnehmen – organisiert in Zusammenarbeit mit dem FC Alemannia Plaidt.
Nach dem Hochwasser im Jahr 2021 an der Nette wurden betroffene Anwohnerinnen und Anwohner finanziell unterstützt. Auch einer Familie, deren Wohnung vollständig ausbrannte, wurde gezielt geholfen. Eine weitere Aktion war der sogenannte Wunschbaum für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, der in Zusammenarbeit mit dem Vitalzentrum „Vizendo“ realisiert wurde.
Seit März 2021 betreibt die Stiftung eine Kleiderstube. Dort werden gegen eine geringe Gebühr gut erhaltene Kleidung, Haushaltsgegenstände, Spielsachen und weitere Artikel abgegeben. Zusätzlich wird Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen angeboten.
Die Finanzierung aller Maßnahmen erfolgt ausschließlich durch Spenden. Ein fester Grundsatz der Stiftung besteht darin, dass jede Hilfe – sofern möglich – einen kleinen Eigenanteil der Betroffenen voraussetzt. Die Höhe dieses Eigenanteils wird individuell festgelegt. Ziel dieser Regelung ist es, die Selbstachtung der Hilfesuchenden zu wahren und beschämende Situationen zu vermeiden.
Verschwiegenheit hat für die Stiftung oberste Priorität. Darüber hinaus wird bei der Umsetzung der Maßnahmen gezielt auf Plaidter Unternehmen und Geschäfte oder auf Anbieter aus der Region zurückgegriffen, sofern dies möglich ist.
Der Blick der Stiftung richtet sich hoffnungsvoll in die Zukunft. Die weitere Arbeit soll auch in den kommenden zehn Jahren im bewährten Rahmen fortgeführt werden. Grundlage dafür bleibt die tatkräftige Unterstützung durch die Plaidter Vereine, die örtliche Geschäftswelt und die Bevölkerung.
BA
