Allgemeine Berichte | 13.12.2016

Ökumenische Friedenslichtaktion in Koblenz

„Ein Netz verbindet alle Menschen guten Willens“

Mit einer ökumenischen Aussendungsfeier eröffneten Weihbischof Jörg Michael Peters und Superintendent Rolf Stahl die diesjährige Friedenslicht-Aktion in der Koblenzer Citykirche.  privat

Koblenz. „Frieden: Gefällt mir – ein Netz verbindet alle Menschen guten Willens“: Unter diesem Motto steht die diesjährige Friedenslichtaktion der Pfadfinderverbände. Das Licht aus Bethlehem haben Pfadfinderinnen und Pfadfinder bei einer ökumenischen Aussendungsfeier mit Weihbischof Jörg Michael Peters und Superintendent Rolf Stahl in der Koblenzer Citykirche in Empfang genommen und weitergegeben.

Der Austausch und die Vernetzung aller Menschen über das Internet und die sozialen Netzwerke standen im Mittelpunkt des Gottesdienstes. „Die Fäden dieses Netzwerks sind nicht nur virtuell, sondern auch ganz wirklich, so wie dieses Licht“, bemerkte Superintendent Stahl. Alle seien als Netzwerker in dieser Welt gefragt, erläuterte er. Das Netz könne dazu beitragen, die Idee des Friedenslichtes – eine Welt in Frieden – zu verbreiten.

Das Licht in die Gemeinden und Häuser tragen

Viele Menschen in Koblenz brachten Laternen und Kerzen mit in die Kirche, um das Friedenslicht mit nach Hause zu nehmen. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und des Bunds der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BDP) nahmen das Licht wiederum entgegen, um dieses in ihren Heimatgemeinden beispielsweise in Kindergärten, Altenheimen oder in Kirchen zu verteilen. „Die Gruppen kamen aus unterschiedlichen evangelischen und katholischen Gemeinden aus fast allen Koblenzer Stadtteilen sowie aus den Bezirken Urmitz, Kaltenengers, Münstermaifeld, Andernach und Neuwied. Sogar aus dem Westerwald, aus Remagen, Boppard und Peterslahr kamen Gruppen zu uns nach Koblenz“, berichtete die Bezirksvorsitzende der DPSG Nina Ketzner.

Zuvor hatte eine Gruppe von Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht in Wien in Empfang genommen. Die Aktion „Friedenslicht“ wurde 1986 vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem. Seit 1994 setzen sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder in ganz Deutschland dafür ein, das Licht und die Friedensbotschaft Jesu an möglichst viele Menschen weiterzugeben, und zwar als Symbol für Frieden, Wärme, Solidarität und Mitgefühl.

Ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung

Insbesondere in den vergangenen Tagen wurde allerdings wieder sichtbar, dass die Welt mitunter kein friedlicher Ort ist. „Wir fragen uns, was sind die Gründe für die aktuellen Anschläge in der Türkei? Neid, Hass und Abgrenzung. Dieses Friedenslicht will etwas dagegen tun“, erläuterte Weihbischof Peters in seiner Predigt. Das Licht solle ein leuchtendes Zeichen für Frieden und Völkerverständigung sein, und zwar unabhängig von Religion und Nationalität.

Dass viele Menschen bereits Gutes tun und sich für den kleinen sowie großen Frieden einsetzen, konnten die Gottesdienstbesucher durch eine Mediation von Pater Ludger Widmaier hören. Er rief die Besucher dazu auf, Namen von Organisationen oder auch Namen von einzelnen Menschen aufzurufen, die sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen.

Zum Schluss der Aussendungsfeier rief Pastoralreferentin Judith Klinkner dazu auf, das Licht in andere Häuser weiterzugeben und somit die Idee des Friedenslichts in weitere Herzen einkehren zu lassen.

Die Pfadfinder entzündeten ihre Friedenslichter, um sie weiterzutragen in ihre Heimatgemeinden.

Die Pfadfinder entzündeten ihre Friedenslichter, um sie weiterzutragen in ihre Heimatgemeinden.

Mit einer ökumenischen Aussendungsfeier eröffneten Weihbischof Jörg Michael Peters und Superintendent Rolf Stahl die diesjährige Friedenslicht-Aktion in der Koblenzer Citykirche. Fotos: privat

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