Erstes Kirchencafé in Heckenbach nach der Pandemie
Ein Ort an dem Glaube und Gemeinschaft gelebt wird
Heckenbach. Jung noch, ist der Tag, ein Maientag, an dem die Farben jubeln, bunt flattern die Bänder am hohen Maibaum, sonnengelb die Ginsterblüten. Ein Rotkehlchen tupft ihr freches Rot durch eine lichte Haselhecke, hoch oben, verborgen unter dem Blau des Himmels trällert eine Lärche ihr Glück in den Morgen, es ist Sonntag und in Heckenbach rufen die Glocken der Pankratius Kirche zum Gottesdienst.
Nach zwei, nicht enden wollenden Corona Jahren, haben sich die Gläubigen nach diesem Tag gesehnt. Endlich, wieder mit Freunden, Verwandten und Bekannten Andacht feiern. Ein paar neue Gesichter sind da aber auch unter den Kirchenbesuchern. Es hat sich wohl über die Zeit herum gesprochen, Das Kirchencafé in Heckenbach ist etwas ganz Besonderes. Der Name ist Programm, zuerst Kirche, dann Café. Es ist ein Ort an dem Glaube und Gemeinschaft gelebt wird, so wie Jesus es gewollt hat. Ein beisammen sein von Menschen, unabhängig der Religionen und unabhängig persönlicher Vorstellungen und Neigungen, jeder ist da willkommen.
Das erste Kirchencafé nach langer Pandemie. Da war dann auch der Kirchenraum von Küsterin Melanie Welter mit Blumen, Kerzen und viel Licht prächtig geschmückt. Dem nicht genug, die Kommunionkinder Maren und Lea hatten den Altarraum mit ihren selbst gebastelten Blumen dann auch noch in ein wahres Feuerwerk an Farben verwandelt. Wer singt, der betet zwei mal. So ein Sprichwort. Aber wie ist es, wenn gleich zwei Orgelkünstler in einer Kirche musizieren? Wunderschön. Ein Ohrenschmaus und eine Augenweide, wie virtuos die Hände der Organistin Frau Bojanowski auf der Klaviatur zwei Schmetterlingen gleich, zueinander finden um dann doch wieder in Klängen auseinander brausen. Musik, die keinen Verstand braucht, Musik direkt für die Seele. Und dann noch Jos van Son, ein Urgestein der Nordsee, der Holländer, bei dem einer nie weiss, spielt die Orgel mit dem Jos, oder der Jos mit der Orgel eine Symbiose und nicht mehr aus dem Kirchencafé weg zudenken. Ein Gottesdienst, der ein Dienst am Menschen ist, braucht auch Meditation und positive Gedanken für jeden am Anfang einer noch jungen Woche. Anja Neißner, auch Initiatorin des Kirchencafés, hat diese ganz besondere Gabe, Menschen gute Gedanken, die Hoffnung und Zuversicht geben, mit auf den Weg zu geben. Nach dem Schlussgesang, nein, da geht noch keiner nach Hause, man trifft sich unter der Orgelbühne. Da, wo der Apfelstrudel mit der Sahne schmust und die Wurst im Brötchen kuschelt. Nur der Jos kann es nicht lassen, der lässt seine Orgel immer noch lachen und jubeln und dass nicht nur mit Kirchenliedern. Wer einmal das Kirchencafé erlebt, wird wollen, dass es für immer zu seinem Leben gehört.
Das kommende Kirchencafé ist am 19. Juni um 9.30 Uhr.
