Arbeitskreis Heimatgeschichte und Brauchtum im WWV
„Ein Pilgerkreuz geht auf Reisen“
Montabaur. Eindrucksvoll stellte Helmut Jung (Dernbach) sein 2017 im Engelsdorfer Verlag, Leipzig herausgegebenes über einhundert Seiten umfassendes Buch „Ein Pilgerkreuz geht auf Reisen“ bei dem Arbeitskreis Heimatgeschichte und Brauchtum im Westerwaldverein Montabaur vor. In der Begegnungsstätte bei dem katholischen Pfarrhaus in Montabaur führte er aus, dass er zum 100. Todestag der Seligen Mutter Maria Katharina Kasper, der Begründerin der Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi (ADJC) sein erstes „Pilgerkreuz“ 1998 herstellte. Es wurde am 2. Februar 1998 unter Leitung von Domkapitular Norbert Lixenfeld bei eisiger Kälte morgens ab zwei Uhr bei einer Prozession von Dernbach zum Hohen Dom nach Limburg getragen, um der Schwester für ihr Wirken in den schweren Zeiten des 19. Jahrhunderts zu danken.
Inzwischen hat Helmut Jung über 1700 Kreuze in unterschiedlichen Größen hergestellt und weltweit verteilt. Mechthild Nickolay (Montabaur) ergänzte seine Ausführungen und schilderte, wie sie eines dieser Pilgerkreuze mit dem Fahrrad nach Norwegen brachte.
Für ihr ehrenamtliches Engagement überreichte Helmut Jung an drei Teilnehmer bei dem Treffen je ein Pilgerkreuz, an Tobias Bach, Angela Schneider-Forst und Helmut Tschiedel. Der Leiter des Arbeitskreises, Guido Feig, dankte den Referenten und wünschte Jung, dass er mit dem Dernbacher Pilgerkreuz noch bei vielen Menschen Gutes bewirken und Freude schenken möge.
