Zum 60. Geburtstag von Pastor Ralf Birkenheier
Ein Priester mit Humor, Herz und Verstand
Mendig/VG Vordereifel. Wenn die Menschen aus Bell, Ettringen, Kottenheim, Niedermendig, Obermendig, Thür und Fraukirch, die zu der von Pastor Ralf Birkenheier betreuten Pfarreiengemeinschaft Mendig gehören, von „unserem Pater Ralf“ sprechen, glänzen die Augen und es gibt kaum jemanden, der nicht eine nette Anekdote zu erzählen wüsste, die - wenn auch manchmal im weitesten Sinne - irgendetwas mit Pastor Ralf Birkenheier zu tun hat.
Wie beliebt der Geistliche in seinen Gemeinden ist, bewiesen die mehrere hundert Gratulanten, die am Freitag, dem 1. April (kein Scherz!) ins mitunter bis zum Bersten gefüllte Pfarrheim St. Cyriakus gekommen waren, um Pastor Ralf Birkenheier zum 60. Geburtstag zu gratulieren.
In Rhens geboren
Am 01.04.56 wurde Ralf Birkenheier in Rhens geboren. 10 Tage später taufte sein Onkel, Pastor Stephan Zöller ihn in der Pfarrkirche zu Rhens auf den Namen Ralf, Johann Alfons Birkenheier. Drei Jahre später erblickte seine Schwester Monika das Licht der Welt, mit der ihn eine innige Beziehung verbindet.
Seine „kirchliche Karriere“ begann er als Messdiener St. Theresia in Rhens. Hier übernahm er 1972 das Amt des Obermessdieners und setzte schon hier Akzente, insbesondere bei der Erhaltung der alten Kirche seines Heimatortes, St. Dionysius. Die Jugendarbeit und das Organisieren von Freizeiten lagen ihm damals schon besonders am Herzen.
Am 01.10.75 erfolgten die Einkleidung und der Noviziatbeginn in der Gemeinschaft der „Patres von den Heiligen Herzen Jesus und Maria (SS.CC) in Simpelveld, Niederlande. Hier begann er am 15.10.76 sein Studium der Philosophie und der Theologie. Sein „Philosorphicum“ (1. Prüfung) und die Beauftragung zum Lektoren und Akolythendienst erhielt Ralf Birkenheier am 24.06.79. In die Hände des Generalobern P. Jan Schleppens legte er am 28.10.79 sein „ewige Profess“ ab. Am 11.04.81 wurde er von Bischof Gerhard Schwenzer sscc, Trondheim zum Diakon geweiht. Im Jahre 1981 beendet er sein Studium in Münster und Simpelveld mit dem Diplomgrad und begann am 30.10.81 sein Diakonatspraktikum in Greven.
Als Höhepunkt seines Lebens bezeichnet Pastor Ralf Birkenheier die am 03.04.82 in Arnstein von Bischof Gerhard Schwenzer erfolgte Priesterweihe. Seine erste Primizfeier erfolgte dann am 12.04.82 in seiner Heimatstadt Rhens, wo er gut einen Monat später dann seine Schwester Monika und deren künftigen Ehemann (seinen Freund Eberhard) trauen durfte. Am 01.09.82 begann er in Benediktbeuren sein Studium der Jugendpastoral. Als Präfekt und Religionslehrer wurde er am 15.08.83 nach Lahnstein versetzt. Nach gut zweijähriger Tätigkeit in Lahnstein wurde P. Ralf zum 31.07.85 als Kaplan nach Burgbrohl versetzt. Dort verstarb nach schwerer Krankheit am 20.07.86 sein Vater Heinrich Birkenheier, von dem er in einer bewegenden Auferstehungsfeier in der Rhenser Kirche Abschied nahm.
Da sein Orden in vielen Gemeinden tätig war, wurde P. Ralf am 27.09.87 als Kaplan nach Pirmasens versetzt. Nach einer unbeschwerten Zeit in Pirmasens wurde er am 08.08.90 zum Superior (Klostervorsteher) von Arnstein berufen. Die tränenreiche und für ihn unvergessliche Verabschiedung aus Pirmasens erfolgte am 06.01.91. Unter seiner Leitung wurde in dieser Zeit unter anderem die Hauskapelle neu gestaltet und die Jugendbegegnungsstätte renoviert. Vom 01.09.92 bis zum 31.01.93 wurde er als Verwalter der Pfarrei St. Bonifatius in Nassau eingesetzt. Des Weiteren wurde er am 01.02.93 zum Pfarrer von St. Margareta-Arnstein ernannt. In dieser Zeit wurden zahlreiche Projekte in Angriff genommen, wie zum Beispiel: der Orgelneubau in Arnstein, die Renovierung der Pfarrheime in Singhofen und Weinähr, neuer Altar und Ambo in Arnstein, etc. Am 01.05.95 erschien sein erstes Buch mit dem Titel „Mit ihm reden“.
Privataudienz beim Heiligen Vater
Am 27.08.95 wurde Pastor Ralf Birkenheier als Schulpfarrer ans Johannesgymnasium nach Lahnstein versetzt. An seinem vierzigsten Geburtstag wurde er von Bischof Kamphaus zum Dekan des Dekanats Lahnstein ernannt und zwei Jahre später am 01.01.98 ins Amt des Bezirksdekan Rhein-Lahn in einer feierlichen Amtseinführung durch Generalvikar Dr. Günter Geis eingeführt.
Bei einer seiner zahlreichen Pilgerreisen erhielt Pater Ralf am 05.10.2000 eine Privataudienz beim Heiligen Vater Papst Johannes Paul II in Rom.
Als Superior wechselt er am 22.04.04 nach Werne und am 01.09.05 begann er sein Sabbatjahr auf der Ob Häg, einer kleinen Bergkapelle in Steinerberg/Ch. Am 05.01.06 verstarb seine geliebte Mutter Rosa Maria.
Nach Beendigung des Sabbatjahres, erfolgte die Wiederernennung zum Superior von Werne und die Aufnahme des Unterrichtes am Gymnasium St. Christopherus. Am 28.04.07 erschien sein zweites Buch unter dem Titel „Da schaute er mich an“, das er anlässlich seines Silbernen Priesterjubiläums schrieb.
Am 21.11.07 teilte Pater Ralf dem Provinzial mit, nicht mehr für Dienste im Orden zur Verfügung stehen zu wollen. Man einigte sich darauf, nach einer neuen Stelle zu suchen. Nach Gesprächen mit den Bistümern Trier und Limburg wurde ihm am 04.06.08 vom Bistum Trier die Stelle des Pfarrers in den Gemeinden Mendig, Thür und Kottenheim angeboten. Am 14.09.08 wurde er festlich in sein Amt als Pastor von Mendig, Thür und Kottenheim eingeführt.
Ein Jahr später kamen die Gemeinden Ettringen und Bell hinzu, so dass er für ca. 13.000 Katholiken verantwortlich ist.
Seit ca. acht Jahre leitet er die Pfarreiengemeinschaft Mendig. Sein bekanntlich außergewöhnliches Engagement spiegelt sich seitdem in zahlreichen Aktivitäten wider. So gab es viele Fahrten, u.a. nach Einsiedeln, Rom, Israel und Lourdes, einen gemeinsamen Adventsmarkt unter dem Namen „Feuerzauber in Pasduurschs Joarden“, Gemeinde-Exerzitien, Pfarrfeste, Karnevalsmesse, und eine Mitternachtsmesse am Heiligabend in der Dorfscheune Thür statt. Ein weiteres Highlight war die große Ministranten-Wallfahrt mit 40 Messdienern 2010 in Rom, Auftritt des „Messdiener-Sister-Act-Chores“ anlässlich der 900-Jahrfeier der Gemeinde Thür im Jahre 2012 mit Bewirtschaftung des Klosterhofs. Durch sein großes Engagement konnte für die Wallfahrtskirche Fraukirch, die ihm ganz besonders am Herzen liegt, eine Glocke angeschafft werden. In einer beeindruckenden Feier erfolgte am 12.08.2012 die Glockenweihe und am 15.08.2012 zum Hochfest der Gottesmutter erklang die Glocke zum ersten Mal.
Am 15.03.13 erhielt Pastor Birkenheier sein Indult aus Rom, vom Orden der Patres ss.cc zum Bistum Trier zu wechseln. Seit seiner Übernahme als Pastor ins Bistum Trier darf er die Amtsbezeichnung „Pater“ nicht mehr führen. Dies hindert jedoch viele Gläubige aus der Pfarreiengemeinschaft Mendig nicht daran, ihn nach wie vor liebevoll „unseren Pater Ralf“ zu nennen: SF
Bei einer seiner zahlreichen Pilgerreisen erhielt Pater Ralf am 05.10.2000 eine Privataudienz beim Heiligen Vater Papst Johannes Paul II in Rom.
