Treffen der Selbsthilfegruppe „Leben ohne Dich“
Ein Raum für Tränen und Trost
Andernach. Am Montag, dem 3. August 2026, um 19:30 Uhr, versammeln sich in der Familienbildungsstätte Andernach die Mitglieder der Selbsthilfegruppe „Leben ohne Dich“. Der Verlust eines Kindes wirft oft viele scheinbar unlösbare Fragen auf. Wo ist Hilfe zu finden? Mit wem kann man über die tiefe Trauer sprechen? Wo findet man Gleichgesinnte, die dasselbe Schicksal teilen? Wie lässt sich mit dem schmerzlichen Verlust leben? Ist ein „Leben ohne Dich“ überhaupt möglich? Kann Trauer irgendwann erträglicher werden? Warum ziehen sich manche Freunde und Bekannte zurück?
Diese und viele weitere Fragen beschäftigen die Teilnehmer der Gruppe. Verwaiste Eltern treffen sich hier, um in einem geschützten Raum langsam zu erkennen, dass ihre verstorbenen Kinder immer bei ihnen sind, jedoch in einer anderen Dimension. In der Gruppe finden betroffene Eltern, unabhängig vom Alter oder den Umständen des Todes ihres Kindes, einfühlsame Zuhörer und echtes Verständnis. Gefühle dürfen ausgedrückt, Trauer und Tränen zugelassen werden. Hier ist Platz für die wechselnden Emotionen von Verunsicherung, Angst, Wut, Schuldgefühlen und Verzweiflung. Auch Lachen findet nach einem Stück des Weges in einem veränderten Leben seinen Raum.
Es gibt immer die Möglichkeit, über die Kinder zu sprechen und ihre Namen zu nennen, selbst nach vielen Jahren. Kreative Arbeiten im Gedenken an die geliebten Kinder sind ebenfalls Teil der Treffen. Gemeinsam begeben sich die Mitglieder auf den schweren Weg der Trauerarbeit, stets in einem respektvollen Miteinander. Die Gruppe steht allen Betroffenen offen, die Teilnahme ist kostenlos. Jeder kann reden oder auch nur zuhören – alles ist erlaubt, nichts ist verpflichtend.
Für den ersten Kontakt steht Martina Ihrlich, Trauerbegleiterin und Leiterin der Selbsthilfegruppe Andernach, zur Verfügung. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 02630-4422 oder mobil unter 0152-29589331 sowie per E-Mail an ihrlich.m@t-online.de.BA