Allgemeine Berichte | 04.03.2016

Im unwegsamen Gelände ist oft „Ende der Legende“für „normale“ Rettungsfahrzeuge

Ein Rettungs Unimog im Fuhrpark kann viele Probleme lösen

Die Spitzen DRK-ler Heinz Werner Kleine-Natrop und Nico Syré (v.r.) freuen sich über Spenden.

Ettringen/Kreisgebiet. Man sollte zwar nicht den „Teufel“ an die Wand malen, aber man muss auch den Realitäten in die Augen schauen. Wahrlich eine gute Einstellung der engagierten Ettringer DRK-Mannschaft um ihre Spitzenleute Heinz Werner Kleine-Natrop und Nico Syré. Und, man muss sich dabei immer fragen: „Was wäre wenn?“ Eigentlich ist man für Notfälle vieler Art vorbereitet. Denn der Fuhrpark im 2013 fertig gestellten Rettungs- Ausbildungs- und Katastrophenschutzzentrum in Ettringen ist gut bestückt. In der beheizten Fahrzeughalle stehen drei Fahrzeuge, ein Rettungswagen, ein Notfallkrankenwagen und ein Spezialfahrzeug für übergewichtige Patienten. Aber, da gibt es noch eine weitere Situation, die immer eintreten kann. Wenn es nämlich um die Rettung von Menschenleben aus schwierigsten Situationen, etwa in unwegsamen Gelände, wo man mit einem normalen Rettungswagen oder Notfallkrankenwagen nicht hinkommt, geht. „Was ist dann? fragen sich Kleine –Natrop und Syré“. Sie und ihre Crew haben schon vieles in Sachen Sicherheit für Ettringen und den Landkreis bewirkt, haben oft, auch durch die Mithilfe vieler Mitbürger, Betrieben und Sponsoren, das Unmögliche möglich gemacht, denn unser aller Sicherheit liegt ihnen am Herzen. So sind die Verantwortlichen, die nach dem hehren Gedanken des Rot Kreuz Gründers, Henty Dunant, handeln seit drei Jahren bemüht, einen Gelände gängigen Rettungswagen zu bekommen. Einen der überall hinkommt, ein Universal Motor Gerät, einen Mercedes „Unimog“. Man hatte erfahren, dass die Bundeswehr solche gebrauchten Fahrzeuge kostenlos an gemeinnützige Organisationen, wie das DRK, abgeben würde. Was haben die Ettringer nicht alles jahrelang versucht. Unzählige Telefonate, Anschreiben, Bittstellungen. Ob nun bei Verteidigungsministerin Ursula von der Layen persönlich, beim Ministerium und, und, und. Dann folgte die Absage: Die Bundeswehr hätte 60 dieser Unimogs in den Iran verschifft und zehn Unimogs wären an die neuen Bundesländer vergeben worden. Der große Traum, den ersten Gelände gängigen Rettungswagen im Landkreis Mayen-Koblenz zu besitzen, drohte nicht wahr zu werden. Doch wie heißt es so schön: „Wenn man denkt es geht nicht mehr – kommt von irgendwo ein Lichtlein her“. Man hatte gehört das die Feuerwehr Virneburg ihre zwei Unimogs aussondert, die durch ein neues, größeres Fahrzeug ersetzt würden. Es war also Eile geboten. Und dann kam wieder das berühmte „Teamwork“ zum Vorschein. Heinz Kleine-Natrop, Ettringens Ortschef, Werner Spitzley und Landrat Dr. Alexander Saftig schafften es, einen dieser Unimogs, ein RW 1, der vor 30 Jahren vom Landkreis angeschafft worden war, kostenlos zu bekommen. Diese erfreuliche Nachricht wurde den Ettringer Rot Kreuzlern am 2. Oktober, vom Landrat persönlich mitgeteilt.

Ein Unimog für Mayen-Koblenz

Aufatmen war angesagt. Und dies im Namen der Sicherheit. Was gibt’s nicht alles für die Wanderer, die Kletterer, die Basaltgrubenbesucher oder die Freunde der Traumpfade, neben allen Naturschönheiten für Gefahren irgendwie zu verunfallen, oder gar einen Herzinfarkt zu erleiden. Und dann, auf unwegsamen Gelände nicht, oder viel zu spät erreicht zu werden. Drum ist ein solche Errungenschaft wie ein Gelände gängiger, voll für den Krankentransport gerecht ausgerüsteter Unimog unbezahlbar. Ein solches Fahrzeug geht überall durch dick und dünn. Frei nach dem Slogan des Klosterfrau Produktes, könnte man behaupten: „Er war noch nie so wertvoll wie heute“. Für Heinz Kleine-Natrop und Nico Syré steht fest: „Was nützt uns im Krankenhaus Mayen eine der besten kardiologischen Fachabteilungen mit dem Chefarzt Dr. Rüdelstein, wenn der Patient nicht auf dem schnellsten Wege dorthin kommt?“ Übrigens: Die Kosten für den neuen Aufbau „Koffer Rettungswagen“ belaufen sich auf circa 55.000 Euro. Und da alle Menschen der Region davon partizipieren, gibt’s eigentlich dazu eine ganz einfache Rechnung. Wenn jeder der 16 800 in der VG Vordereifel lebenden Einwohner zwei Euro spenden würde, wäre man schon den berühmten Schritt weiter in der Finanzierung. Einzahlung unter DE 30577615910111606401 bei der Volksbank RheinAhrEifel Stichwort „Spende Unimog RTW“ an den DRK Ortsverein Ettringen sind herzlich willkommen.

Die Spitzen DRK-ler Heinz Werner Kleine-Natrop und Nico Syré (v.r.) freuen sich über Spenden.
Im 2013 entstandenen DRK Rettungs-, Ausbildungs-, und Katastrophenschutz-Zentrum ist die Rettungsflotte beheimatet. Dort entstehen auch die besten Ideen in puncto Sicherheit.-BS-

Im 2013 entstandenen DRK Rettungs-, Ausbildungs-, und Katastrophenschutz-Zentrum ist die Rettungsflotte beheimatet. Dort entstehen auch die besten Ideen in puncto Sicherheit.Fotos: -BS-

So wie ihn Heinz Werner Kleine-Natrop auf dem Foto präsentiert, soll der Unimog nachher aussehen. Einsatz: Unwegsames Gelände, wie hier am Ettringer Hochsimmer.

So wie ihn Heinz Werner Kleine-Natrop auf dem Foto präsentiert, soll der Unimog nachher aussehen. Einsatz: Unwegsames Gelände, wie hier am Ettringer Hochsimmer.

Der hintere Teil wird von den Ettringer Spezialisten Krankentransport gerecht ausgebaut. Dafür benötigen die DRK-ler Spenden.

Der hintere Teil wird von den Ettringer Spezialisten Krankentransport gerecht ausgebaut. Dafür benötigen die DRK-ler Spenden.

Die Spitzen DRK-ler Heinz Werner Kleine-Natrop und Nico Syré (v.r.) freuen sich über Spenden.

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Kommentare
15.03.201614:24 Uhr
Rotkreuzler

Der Bund gibt seit der Bundeswehrreform 2012 sukzessive Material, insbesondere Fahrzeuge (MB Wolf, Unimog, MAN KAT) an Mitwirkende im deutschen Katastrophenschutz ab, es hat da mittlerweile eine vierstellige Anzahl an Übergaben gegeben. Ob da wirklich die 60 an den Iran verschenkten Fahrzeuge ins Gewicht fallen?
Man könnte auch sagen: Wäre so ein Fahrzeug für diesen Standort wirklich so elementar wichtig, weshalb wird es dann nicht auf normalen Wegen von den originär zuständigen Stellen beschafft? Wenn man jahrzehntelang auf kostenlose Geschenke wartet, muss man eben einkalkulieren, leer auszugehen, und sich eingestehen: Es geht offenbar auch ohne (auch: Wieviele andere Kreise/Ortsverbände arbeiten mit Gelände-Rettungswagen, gibt es diese Topograhie denn nur in der Vordereifel?)
Schön dass der OV hier diesen Sicherheitszusatz leisten will, aber bei allem nie vergessen: "Zusatz"...

PS: Wie Herr Linden selbst bei diesem Sachverhalt seine Bankenphobie ausleben kann, ist beeindruckend.

11.03.201622:48 Uhr
Armin Linden

Das ganze ist ein Witz - wenn man es liest. Die " BW " hat also 6O Fahrzeuge in den Iran verschifft ! Ja wofür denn ? Wo ist der ganze Rödelkrempel der BW hingekommen ? Wir hatten zu Zeiten Hans Appels u. Helmut Schmidt auch noch 3OOO Panzer ! Die 1. Generation Leos kamen ! Wo ist das alles versenkt worden ? Volksvermögen ? Die NVA wurde in die Türkei verschenkt. Eine unglaubliche Sauerei ! Hier in Bad Neuenahr wurde eine ganze Kaserne - Neue Büros - für 2 M€ verhökert ! Wir haben also nicht mal mehr 2 Sani-Unimogs für das Rote Kreuz übrig ? Ist mittlerweile alles so korrupt in diesem Lande wie die Deutschen Banken ?

07.03.201612:31 Uhr
Alexander Günther

Sehr geehrte Damen und Herren,

mir ist im Text ein kleiner Fehler aufgefallen.
Der Unimog wird im Text als 20 Jahre alt beschrieben.
In Wirklichkeit ist dieser aber bereits 30 Jahre alt.
Beschafft wurde dieser Anfang des Jahres 1987.

Mit freundlichen Grüßen

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