Erkundungstag für Kinder und Erwachsene im Römerbergwerk Meurin
Ein Tag im Leben eines römischen Bergarbeiters
Kretz. Den wertvollen Tuffstein verdankt die hiesige Region dem Vulkanausbruch der jüngeren Erdgeschichte in Mitteleuropa: Dem Laacher See-Vulkan. Im Römerbergwerk Meurin reisen die Besucher in den germanischen Teil des römischen Imperiums zu Zeiten des Kaisers Konstantin I.. Damals brachen Arbeiter und römische Legionäre die schweren Tuffblöcke in mühevoller Arbeit Untertage. Meurin ist übrigens weder ein Ort noch eine Gemeinde, sondern der Name des bedeutendsten Unterstützers und Förderers dieses einmaligen Besucherbergwerks. Die Trasswerke Meurin sind ein seit 1862 tätiges Traditionsunternehmen, welches Qualitätsbaustoffe für vielfältige Anwendungen und Verwendungszwecke herstellt.
Im Rahmen der diesjährigen „Nacht der Vulkane“ wird den Kindern am Pellenztag (26. Juli) im Römerbergwerk Meurin bei Kretz eine Erkundungstour durch das 2.000 Jahre alte Römerbergwerk geboten, bei dem sie u.a. erfahren, wie hart die Arbeit eines Bergarbeiters unter Tage war und welchen Gefahren er sich auch „über Tage“ ausgesetzt sah. Selbstverständlich sind auch Erwachsene herzlich eingeladen!
Die Besucher erhalten ausführliche und leicht nachzuvollziehende Antworten auf Fragen, wie zum Beispiel: Was trug so ein römischer Legionär beim Marsch mit sich oder wie und mit welcher Technik wurden die schweren Steine aus den Minen an die Erdoberfläche befördert?H
Beim Anschauen des „ältesten Films der Welt“ im „Kinostollen“ können die jungen und auch älteren „Forscher“ echte Abbauspuren im Gestein entdecken und erfahren bei dieser Gelegenheit, wie die riesigen Tuffquader aus den Wänden gebrochen wurden und wer für die jeweiligen Arbeitsschritte verantwortlich war. Während der spannenden Filmvorführung wird es in dem Bergwerkstollen düster und staubig sein, wie vor 2000 Jahren.
Nach diesem beeindruckenden Erlebnis dreht sich in der antiken Technikwelt im Außengelände des Bergwerks alles um die Verarbeitung der Tuffsteine. Hier wird u.a. eine riesige Steinsäge nach byzantinischem Vorbild in Gang gesetzt und mit Hilfe kleiner Handsägen können die Kinder aktiv nachempfinden, wie anno dazumal das Marmorgestein unter Zusatz von Quarzsand und Wasser gesägt wurde.
Außerdem werden an einem antiken Baukran zentnerschwere Steine gehoben - und zwar in Teamarbeit und im Steinbruch können die Kids sich als „Bildhauer“ bewähren, in dem sie -selbstverständlich unter fachkundiger Anleitung- mit Hammer und Meißel einen Stein bearbeiten. Da die römischen Legionäre auch für ihre Verpflegung sorgen mussten (besonders beliebt war Fladenbrot und eine Kräuterpaste namens „Moretum“), werden verschiedene Mühlen und antike Küchenutensilien vorgestellt.
Ebenso wie auf die fleißigen Römer warten nach der „Arbeit“ auch auf die Kinder römische Spiele, wie das Mühle- oder Murmelspiel.
Die Teilnahmegebühr für den Einblick in den „Alltag eines römischen Bergarbeiters“ beträgt 8,00 Euro, dahin enthalten ist ein Kaltgetränk. Veranstaltungsort ist das Römerbergwerk Meurin, Nickenicher Straße (an der B 256) in 56630 Kretz, eine Anmeldung unter 02362-98750 oder per Mail an info@vulkanpark.com ist erforderlich. Uhrzeit 13:30 bis 16 Uhr am 26. Juli.
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