Prinzenproklamation in Heimbach-Weis
Ein Traum wird wahr
Heimbach-Weis/Rengsdorf. Einmal im Leben „Prinz“ zu sein, davon träumt in Heimbach-Weis jedes Kind. Doch was passiert, wenn der Traum wahr wird, wissen nur Wenige.
Vor langer, langer Zeit ergab es sich, dass eine Frohnatur aus Neuwied seinen beruflichen Werdegang im Heimbach-Weis begann. Sofort war der (Glück)-liche vom Karnevalsbazillus angesteckt und von da an ließ ihn der Traum vom „Prinz“ sein nicht mehr los. Doch es kam, wie es kommen musste, die Höhen des vorderen Westerwaldes hatten es dem jungen Spring ins Feld angetan. So fand er dann sein „Glück“ in Rengsdorf, oder wie man hier oben sagt: Er wurde ein „Zooizoochener“!
Und von da an wollte er gar nicht mehr weg aus Rengsdorf. Dieser Ort wurde zu seinem „REWE“, was übersetzt ausdrücken soll: (R)engsdorf (E)m (W)esterwald (E)mmer.
Dem Ort Rengsdorf blieb er bis heute treu, jedoch erschien ihm im Traum immer eine rot-weiß gekleidete schlanke Gestalt. Die Figur entsprach zwar nicht der seinigen, denn abwechselnd erschien ihm ein durchtrainierter Kölner Fußballspieler und ein anderes Mal ein Heimbach-Weiser Prinz in Begleitung von Roten Funken.
Immer wenn er aus seinem Domizil ins Land schaute, fiel sein Blick ins Neuwieder Becken. Da ihm die Aussicht nach Norden (Köln) verwehrt blieb, deutete er dies als Zeichen des Himmels. Er wurde kein Fußballspieler beim 1. FC Köln (und hat sich somit auch die Blamage beim 1. FC Saarbrücken im Pokal) erspart, sondern er deutete seinen Traum so: Einmal im Leben „Prinz“, das sollte doch irgendwie möglich sein. Von da an ließen ihn die Gedanken nicht mehr los. Der (Glück)liche begab sich an die Umsetzung seines Planes. Schicksalhaft schickte ihm der Himmel eine „Eva“ nämlich seine Eva. Jetzt schien für ihn die Zeit des Handelns gekommen zu sein.
Mehr als zwei Jahre zog es ihn immer wieder ins Tal nach Heimbach und Weis. Doch dort waren die Karten bereits seit fast zweihundert Jahren gemischt: „Heimbach“ = blau und „Weis“ = rot.
Blau war in seiner Illusion nur verschwommen vorgekommen und daher konnte er diesen Traum nur so deuten: Ich werde Prinz in „Weis“ und da der dortige Adlige ja bekanntlich rot-weiß ist, sollte das alles seine Richtigkeit haben.
Nachdem es von dort schallte: „Oos kann Käner“ und „Wärd ‚n Ruude - Hai häste Spasss“, glaubte der (Glück)liche tatsächlich an seine Bestimmung und fing an eine Handvoll Verrückter um sich zu scharen.
In der Folge formte sich ein Hofstaat und der Stress konnte beginnen. Ab diesem Zeitpunkt waren alle im Dauereinsatz: Tanzübungen, Friseur, Schminken, Auswahl der Kostüme; Fototermine, Anproben, Nähen, Bazar, unzählige Telefonate, ein eigener WhatsApp-Kanal und viele Dinge mehr. Die lebhafte Truppe eilte bereits in der Session 2018/2019 von Termin zu Termin und machte dabei nicht nur Heimbach-Weis unsicher.
So soll es denn sein, dass in der Geschichte von Rengsdorf erstmalig eine Hofburg entsteht und am 9. November der zukünftige Prinz an seinem Domizil abgeholt wird.
Wie aus zuverlässigen Kreisen zu erfahren war, besteht die Möglichkeit, dass sich eine außerordentlich große Schar von Karnevalisten auf den Weg nach Rengsdorf macht und dort die Session 2019/2020 einläutet.
Ab 19.11 Uhr findet in der Festhalle Heimbach-Weis der Prinzen- und Kostümball statt und der Traum von „Einmal im Leben ein Prinz zu sein“ soll wahr werden. In der Sitzung wird die Proklamation von Prinz Michael dem I. und seiner Prinzessin Eva erfolgen.
Begleitet wird das (Traum)-Paar durch seinen wunderbaren Hofstaat (Rita, Uli, Iris und Karin, sowie Wolfgang, Nico und Volker).
Karten für die Sitzung sind unter den bekannten Vorverkaufsstellen zu erhalten.
Pressemitteilung der
Ortsgemeinde Rengsdorf
