Alljährlicher Schaustellerempfang im Rathaus
Ein Zeichen der Achtung vor den Reisegewerbetreibenden
Bad Neuenahr. Eine schöne Tradition innerhalb der Kirmes ist der alljährliche Schaustellerempfang im Rathaus, ein Zeichen der Achtung vor den Reisegewerbetreibenden, die an ständig wechselnden Einsatzorten ihrem Beruf nachkommen. Freitagnachmittag lud Bürgermeister Guido Orthen die rund 60 Betreiber der diesjährigen Fahr-, Verkaufs- und Belustigungsgeschäfte zu einem Glas Sekt und vielen Gesprächen in den Sitzungssaal des Rathauses ein. Platzmeister Dieter Krohn berichtete, dass nahezu 400 Bewerbungen von Betreibern von Fahrgeschäften, Karussells oder Buden vorlagen
„Die Kirmes ist zwar die größte im Ahrtal, dennoch haben auch wir nur beschränkt Platz!“ sagte Krohn. Für Dieter Krohn ein untrügliches Zeichen, dass die Kirmes in der Kreisstadt nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Schaustellern nichts von ihrer Zugkraft verloren hat. Orthen stellte beim Blick in die Runde der Anwesenden beim Empfang fest:“Das Schaustellergeschäft ist ein Geschäft der Männer!“ Er wies darauf hin, dass die Stadt dem Wunsch der Schausteller entsprechend die Werbung für die Kirmes vervielfacht habe:“Große Transparente haben an allen Stadteingängen auf die Kirmes hingewiesen!“ Er dankte den Kirmesbeschickern auch für ihr soziales Engagement:“ 2015 sammelten die Schausteller, die eine Zusage bekommen haben, 1716 Euro in ihren Reihen. Das Geld ging zu gleichen Teilen an die beiden Förderschulen der Stadt, die Levana-Schule und die Don-Bosco-Schule sowie an die Kinder der Integrativen Kindertagesstätte Sankt Hildegard. Insgesamt haben die Schausteller damit in all den Jahren bereits mehr als 83 000 Euro gespendet, damit sich die Schulen und die Kita besondere Wünsche erfüllen können. Am Dienstag durften die Kinder wieder die Kirmes besuchen, ohne Nutzungsentgelt für die Karussells zu entrichten. Besonders erfreut zeigte sich Rektor Gerd Jung (Levana-Förderschule) dass die Schüler auch wieder zu Pommes und Limo von den Schaustellern am Kirmesdienstag geladen sind. Reiner Dröke sagte auch seine traditionellen Reibekuchen zu. Krohn wünschte der Kirmes einen guten und harmonischen Verlauf. Er erklärte, dass es auch in diesem Jahr keinen festgesetzten Öffnungszeiten gebe, denn das sei bisher immer zufriedenstellend abgelaufen. „Das Geschäft ist dann zu schließen, wenn die überwiegende Anzahl der Geschäfte schließt“, hieß es großzügig.
