Cappella Lacensis bringt die Markus-Passion zu Gehör
Ein besonderes Werk von zwei Komponisten
Maria Laach. Das Besondere am Palmsonntagskonzert in Maria Laach ist, dass die Markus-Passion, die die Cappella Lacensis zur Aufführung bringt, gleichsam von zwei Komponisten stammt. Bachs Matthäus- und Johannes-Passion sind vollständig erhalten, sogar in mehreren Fassungen. Bachs Lukas-Passion gilt als verschollen; die Bach’sche Markus-Passion liegt in Teilen vor. Vor allem fehlen die Rezitative, also die musikalische „Story“, der Evangelientext, gesungen von verschiedenen Solisten und dem Chor. Diese sind im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen.
Da Bach aber nachweislich die Markus-Passion seines zehn Jahre jüngeren Kollegen Reinhard Keiser, der auch Hofkomponist in Braunschweig war, mehrmals zur Aufführung brachte, bediente sich ein Musikwissenschaftler aus England einfach bei Keiser, um die Lücken in der Bachpassion zu füllen. So entstand eine neue und vollständige Fassung der Markus-Passion mit sowohl eigener, als auch von Bach geschätzter Musik in einem Werk. Als Besonderheit können die vielen Choralsätze bekannter Passionslieder genannt werden, die die Passionsthematik, vom Chor gesungen, meditieren und reflektieren. Insgesamt dauert diese Fassung knapp 90 Minuten.
Karten für das Konzert am Sonntag, 20. März um 19 Uhr in der Abteikirche Maria Laach sind unter www.maria-laach.de/konzerte online zu kaufen und auszudrucken oder vor Ort in der Buch- und Kunsthandlung in Maria Laach erhältlich. Die Cappella Lacensis wird begleitet durch das Consortium Musica Sacra Köln.
