Ausnahmezustand zur Kirmes in Montabaur
Ein buntes Programm für Jung und Alt
Montabaur. In Abwandlung des Bibelspruchs aus Matthäus Vers 19, 24 kann die Feststellung getroffen werden, dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass man an Kirmes zu Fuß durch Montabaur gehen kann. Das hört sich sehr übertrieben an, entsprach aber an einigen Tagen, vor allem am großen Markt, der Realität. Dort gab es ganz einfach kein Durchkommen, weil sich die Menschen buchstäblich auf den Füßen standen. Grund für dieses angenehme Chaos war mal wieder die Kirmes in Montabaur, die ihren Ruf als eine der größten Veranstaltungen dieser Art im Westerwald nachhaltig unter Beweis stellte. Das Programm war gespickt mit vielen Höhepunkten, die an mehreren Locations stattfanden.
In Stichworten werden hier die Hauptattraktionen zusammengefasst: Aufstellen des Kirmesbaumes, Fassbieranstich durch Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland, drei Bühnen mit 15 Band, Kirchweihfest und Frühschoppen, Tombola, Krammarkt, riesiger Rummelplatz und das Feuerwerk. Die Organisatoren konnten etliche Dankesgebete nach oben schicken, da bis auf wenige Minitröpfchen, der Himmel seine Schleusen geschlossen hielt, entgegen einigen Prognosen der Wetterfrösche. Ideales Kirmeswetter trieb die Besucher regelrecht nach Montabaur, natürlich auch wegen des abwechslungsreichen Programms. In Montabaur findet keine Zeltkirmes statt, alles läuft Open Air, umso mehr ist man vom Wetter abhängig.
15 Bands versorgten die Besucher mit Musik
Nachdem der Kirmesbaum aufgestellt war, ließ es die Schützengesellschaft St. Sebastianus mit donnernden Böllerschüssen so richtig krachen. Anschließend zog die Kirmesgesellschaft, begleitet von der Musikgruppe „MontaBatida“, bei einem kleinen Umzug durch die Fußgängerzone. Auf dem Konrad-Adenauer-Platz erfolgte die offizielle Eröffnung der diesjährigen Kirmes, als Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland mit wenigen Schlägen den Spund in das Bierfass trieb. Da Freibier bekanntlich nichts kostet, wurde der edle Gerstensaft natürlich von den vielen Zuschauern gerne entgegengenommen. Der Ehre halber werden hier an dieser Stelle die Bands und Gruppen erwähnt, die wesentlich zum Gelingen der Kirmes beigetragen haben: Hashtag, Carlos Cachafeiro, Klangfabrik, Streetlife, Party Factory, Zwo Ampère, Musikmoment, die Big Band Boden, Rody Reyeds & Havanna con Klasse, Ohne Filter, Reunited, Beakers Mom und ATEAM. An den Namen der Bands und Gruppen ist schon zu ersehen, dass tatsächlich für jeden Geschmack etwas dabei war. Akustik Songs, nur von einer Gitarre begleitet, lateinamerikanische Rhythmen mit Salsa und Bachata, Big Band Sound mit Jazz und Swing, Rock und Pop, und Coversongs unplugged. Die Locations am Großen Markt, am Konrad-Adenauer-Platz und in der Kirchstraße, waren fein säuberlich getrennt, so kam niemand dem anderen in die Quere, und konnte in Ruhe seine Lieblingsmusik genießen.
Großes Feuerwerk
Krönender Abschluss der diesjährigen Kirmes in Montabaur war natürlich das große Feuerwerk, welches direkt neben dem Schloss abgebrannt wurde. Hierbei wurde nicht gekleckert, hier wurde geklotzt. Es war für die vielen Zuschauer faszinierend, wie die Feuerwerker immer wieder neue Kompositionen in den Nachthimmel neben dem Schloss zauberten. Das hell leuchtende Inferno färbte das Schloss in eine geheimnisvolle Silhouette ein, bereits während des Feuerwerks brandete mehrmals lauter Beifall von den begeisterten Besuchern auf. Die Leute konnten sich ganz einfach nicht an dem Feuerzauber über Montabaur sattsehen. Irgendwann musste auch der Letzte einsehen, dass ein Feuerwerk nicht Stunden dauern kann. Respekt und Anerkennung kamen am Ende des Feuerwerks durch tosenden Beifall zum Ausdruck.
Dermaßen euphorisiert legten die Besucher noch eine Schippe drauf und verwandelten Montabaur in eine einzige wogende Party-Meile. Nicht unerwähnt bleiben darf der riesige Rummelplatz auf der Eichwiese, der ebenfalls die Massen zu den neuesten Fahrgeschäften lockte. Auch hier konnte sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten austoben und beweisen.
Die Organisation der Kirmes lag in den bewährten Händen von Verena Schmitt und Oliver Krämer von der Verbandsgemeinde Montabaur. Ihnen zur Seite standen viele Mitarbeiter sowie weitere Helfer/Innen. Klar ist, dass man eine solche Mammutveranstaltung nicht in einer Woche auf die Beine stellen kann, umso größer müssen Lob und Anerkennung für die Verantwortlichen ausfallen.
„Blick aktuell“ hatte kurz die Gelegenheit, mit Oliver Krämer zu sprechen. Der zeigte sich ausgesprochen zufrieden mit dem Verlauf der Kirmes. Er lobte die Besucher/Innen für ihr vorbildliches Verhalten, man wollte einfach nur feiern und genießen. Von größeren Ausschreitungen war im Nachgang nichts bekannt geworden, sodass Krämer ein absolut zufriedenstellendes Fazit ziehen konnte.
„ATEAM“ in Concert.
„Beakers Mom“ in Concert.
Impressionen vom Feuerwerk.
