Allgemeine Berichte | 06.07.2022

14 Ehrenamtliche haben sich im Kurs zur Leitung von Begräbnisfeiern qualifiziert

Ein emotional forderndes Ehrenamt

14 Ehrenamtliche, hier mit Bischoff Stephan Ackermann, haben sich im Kurs zur Leitung von Begräbnisfeiern qualifiziert. Foto: Simone Bastreri / Bistum Trier

Großmaischeid. Menschen in einer Trauersituation beistehen, Kondolenzgespräche führen, die richtigen Worte für die Ansprache der Trauerfeier finden: Begräbnisfeiern sind ein anspruchsvoller Dienst in der Seelsorge, der bisher Priestern, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten vorbehalten war. Jetzt haben sich erstmals in einem Kurs bistumsweit 14 engagierte Frauen und Männer qualifiziert, um künftig als Ehrenamtliche Begräbnisfeiern leiten zu können.

„Es ist ein bereichernder, aber auch anspruchsvoller Dienst, den Sie bereit sind zu übernehmen“, sagte Bischof Stephan Ackermann, der den gemeinsamen Abschluss mit den Kursteilnehmenden Ende Juni in der Promotionsaula des Priesterseminars Trier feierte, wo die Zertifikate überreicht wurden. Er sei erstaunt und froh über das große Interesse der Ehrenamtlichen, da dies keine einfache Aufgabe sei, sondern eine, die emotional herausfordere. Ihm sei wichtig, dass die Kursabsolventen im Hinterkopf behielten, dass sie das Wort Gottes im Gepäck hätten. Dieses könne in diesen schwierigen Situationen Menschen helfen und Halt geben.

Vielfältige Beweggründe für die Teilnahme am Kurs

Die Gründe der Frauen und Männer für ihre Qualifizierung sind vielfältig: Einige sind bereits seit Jahren ehrenamtlich im Hospizdienst oder im Besuchsdienst im Krankenhaus engagiert, verteilen die Hauskommunion an alte und kranke Menschen. So etwa Wolfgang Bayer und Karin Hörter-Schmidt aus der Pfarreiengemeinschaft Großmaischeid. „Es war ein logischer Schritt für uns zu sagen, dann möchten wir diese Senioren und ihre Familien, die wir bei unseren Diensten kennenlernen, auch über den Tod hinaus begleiten. Es gibt uns viel zurück, denn wir gewinnen einen ganz anderen Blick auf die eigene Endlichkeit“, sagt Bayer. Es gebe sogar schon „Anmeldungen“ von Menschen, die sich eine Beerdigungsfeier durch die beiden Ehrenamtlichen wünschten. Auch Karin Ebert, die hauptamtlich als Hospizfachkraft beim Caritasverband Saar-Hochwald arbeitet, ist sich sicher, dass dieses Ehrenamt genau das Richtige für sie ist. Wenn sie künftig im Pastoralen Raum Wadern arbeiten wird, kann sie die Erfahrungen ihrer Arbeit mit sterbenden Menschen und den Umgang mit Angehörigen sehr gut einbringen, bestätigt sie.

„Keine Konkurrenz, sondern eine Bereicherung“

Stefanie Kallenborn, Gemeindereferentin aus der Pfarreiengemeinschaft Beckingen, war eine der Mentorinnen des Kurses. Im Austausch mit ihrer Mentee habe sie ihre eigene Arbeit noch einmal stärker selbst reflektiert und richtige „Sternstunden“ erlebt, etwa bei Kondolenzgesprächen in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. „Es ist ein gutes Format und ich hoffe sehr, dass noch viele Menschen den Mut haben, sich diesem Dienst zu widmen.“ Auch der Koblenzer Pfarrer und Mentor Michael Frevel sieht den Kurs als große Chance: Hauptamtliche Seelsorger seien oft „punktuell zu Terminen da und dann wieder weg“. Doch nun seien es Ehrenamtliche aus den Pfarreien selbst, „bekannte Gesichter“, die dann Kondolenzgespräche führten und die Begräbnisfeier leiteten. „Das sehe ich nicht als Konkurrenzsituation, sondern als Bereicherung.

Pressemitteilung des

Bistums Trier

14 Ehrenamtliche, hier mit Bischoff Stephan Ackermann, haben sich im Kurs zur Leitung von Begräbnisfeiern qualifiziert. Foto: Simone Bastreri / Bistum Trier

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