Allgemeine Berichte | 16.03.2016

Zirkusprojekttage in der Grundschule Odendorf

Ein ganz besonderer Stundenplan

Die Erfahrungen haben für neues Selbstbewusstsein gesorgt.privat

Rheinbach. Für die Kinder der Grundschule am Zehnthof gab es in der vergangenen Woche einen ganz besonderen Stundenplan: Statt zu rechnen, zu schreiben und zu lesen, wurden Menschenpyramiden gebaut, es wurde Seiltanz geprobt, auf Scherben gestanden und mit Tüchern und Flowersticks jongliert. Eltern, Lehrerinnen und die „Profis“ vom Kölner Spielzirkus probten vier Tage lang mit den Kindern Kunststücke ein und brachten diese schließlich in zwei wundervoll bunten Vorstellungen in der zum Zirkuszelt umfunktionierten Turnhalle zur Aufführung: Strahlende Kinderaugen und tosender Applaus waren der Lohn für alle Zirkuslehrerinnen und -kinder des Zirkus Kidztime.

Für die komischen Elemente bei der Aufführung sorgten wie in jedem Zirkus die Clowns, die die Zuschauer zum Lachen brachten. Gleich zu Beginn der Vorstellung verpassten die Ankündigungsclowns den Zirkusdirektoren mit riesigen Hämmern einen auf den Kopf, so dass diese umfielen und zu Boden gingen. Aber natürlich standen die kurz darauf lachend wieder auf und konnten problemlos weiter moderieren.

Ein Fotoclown verzweifelte an seinen Modells, die nie dort stehen blieben, wo sie sich eigentlich positionieren sollten. Die lustige Feuerwehrmannschaft, die „immer langsam voran“ ging, ließ fast die Nummer der Feuerkids platzen, da sie jede Flamme gleich im Keim erstickte.

Selbstverständlich ging es im Zirkus auch artistisch zu. So sahen die Zuschauer fasziniert den Artisten auf der Tonne zu. Sie stiegen mühelos auf, rollten durch die Manege und hüpften auf den großen Rollen sogar herum. Auch die Akteure auf der Leiter ernteten bewundernde Blicke für ihre Darbietung in luftiger Höhe.

Ein ruhiges und geschicktes Händchen bewiesen die Kinder, die mit Flowersticks und Diabolo jonglierten. Auch Tücher und Ringe wurden durch die Luft gewirbelt und gekonnt wieder aufgefangen. Extra lauten Applaus konnten auch die Kellnerkinder einheimsen. Sie balancierten sehr geschickt, weiße Teller auf Stäben und sogar bei einer Rolle auf dem Boden blieben alle oben. Beinahe feierlich wurde es beim Einzug der Seiltänzer. Besonders hübsch angezogen und anmutig anzusehen, schwebten sie nahezu über den dünnen Draht. Rhythmusgefühl bewiesen auch die Püschelkinder, die mit ihrer fetzigen Tanzeinlage wieder Stimmung in die Halle brachten.

Richtig spannend wurde es, als die Fakire auf die Bühne kamen. Furchtlos stiegen sie auf echte Scherben und ein Nagelbrett. Sehr Mutige lagen auf den spitzen Gegenständen und trugen zusätzlich ein anderes Kind auf dem Rücken oder sogar auf dem Bauch. Für die vielfältigen Pyramiden, die die Akrobaten auf die Beine stellten, waren ebenfalls tragfähige Jungen und Mädchen gefragt, die standfest ihre Kollegen auf die Schultern nahmen.

Wem noch nicht warm geworden war, dem wurde spätestens bei den Feuerkindern eingeheizt. Ohne Angst vor dem heißen Element wurde mit bloßen Händen das Feuer gelöscht und über brennende Stangen gesprungen. Wie beim Zirkus üblich, fanden sich zum Abschluss alle Artisten, Lehrerinnen und Lehrer noch mal auf der Bühne ein, um das im Verlauf der Woche eingeübte Zirkuslied zum Besten zu geben, sich ein letztes Mal zu verbeugen und den verdienten Applaus entgegenzunehmen.  

Finanziert wurde diese wundervolle Woche zum größten Teil durch den Förderverein der Grundschule am Zehnthof. Unmöglich wären diese Tage auch ohne die tatkräftige Unterstützung der Eltern gewesen, die als Zirkuslehrerinnen Gruppen übernommen haben, Kinder geschminkt haben und ihre Freizeit dafür zur Verfügung gestellt haben.

Neue Fähigkeiten an sich entdecken, Mut fassen für Dinge, die sich sonst niemand getraut hätte, Schule einmal ganz anders erleben, sich selbst auf der Bühne stehen sehen, Lampenfieber haben und überwinden - solche Erfahrungen haben für neues Selbstbewusstsein gesorgt. Nicht nur bei den Kindern.

Statt zu rechnen, zu schreiben und zu lesen, wurden Menschenpyramiden gebaut.

Statt zu rechnen, zu schreiben und zu lesen, wurden Menschenpyramiden gebaut.

Die Erfahrungen haben für neues Selbstbewusstsein gesorgt.Fotos: privat

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