Kochprofis der AKNZ zu Gast an der Erich Kästner- Realschule plus
Ein ganzheitlich orientierter Ansatz zur Berufsorientierung
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kochen und Küche: Mief und schlechte Arbeitszeiten!? Das war gestern. Davon konnten sich die Schülerinnen und Schüler beim Besuch des Küchenteams der AKNZ leibhaftig überzeugen. Der stellvertretende Akademieleiter, Dieter Franke, hatte den französischstämmigen Koch und Ausbildungsleiter Laurent Deville, den Küchenchef und Ausbilder Herbert Weidenbach sowie den Jungkoch Eric Muschter und den Kochazubi Jan-Niclas Körfer, ehemaliger Schüler der Erich Kästner- Schule, als tatkräftige Unterstützer mit dabei. Schon bei der kurzen Vorstellung der einzelnen Personen mit anschließender Fragerunde brach schnell das Eis zwischen den Achtklässlern und den Köchen. So konnten sich die Jugendlichen schon vor dem praktischen Teil von der Professionalität aber auch der Kollegialität des Teams überzeugen. Insgesamt bat ihnen Dieter Franke und sein Team an diesem Tag einen aufschlussreichen Einblick in die Arbeit als Koch in der Kantine der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz.
Die Kantine der AKNZ ist Patenbetrieb der Erich Kästner- Schule. Sie nimmt jedes Jahr Schülerinnen und Schüler für ihr Praktikum oder den wöchentlichen Praxistag auf. „Die Erfahrungen sind durchweg sehr positiv“, so Franke. Der Patenbetrieb ist zudem ein attraktiver Ausbildungsbetrieb: „Wir bieten jährlich zwei Ausbildungsstellen für den Beruf des Kochs bzw. Köchin in unserer Kantine an“, erklärte der stellvertretende Akademieleiter, der auch die familienfreundlichen Arbeitszeiten sowie die Sicherheit eines Arbeitsplatzes im Öffentlichen Dienst betonte. „Die Arbeitszeiten sind wirklich angenehm und die Ausbildungsbedingungen sehr gut“, waren sich auch die beiden Nachwuchsköche einig.
Die dreijährige Ausbildung findet aber nicht nur in der Kantine der AKNZ und der Berufsschule statt. Jeweils mehrere Monate während der dreijährigen Ausbildung zum Koch verbringt ein Auszubildender der AKNZ in fünf anderen Betrieben: Im Restaurant Steinheuer, im Hotel Steigenberger, in der Villa Aurora sowie im Restaurant Vieux in Sinzig und im Hotel Residenz in Bonn. Dabei sollen die Auszubildenden auch das Kochen à la carte erlernen. Deutlich, dass die Ausbildungsleiter größten Wert auf Qualität legen. Chefkoch Weidenbach kam nochmals auf die Qualitäten der Ausbildung zurück: „Der von uns ausgebildete Koch hat mit dem Ausbildungszeugnis von uns zugleich auch fünf Praktikumszeugnisse in der Hand“. Nach der Ausbildung werden die frisch geprüften Köche in der Regel zunächst für ein Jahr übernommen. So auch im Fall von Jungkoch Eric. „Es bleibt dann genügend Zeit, eine interessante Stelle zu finden, sofern die AKNZ keine anbieten könne“ so der Küchenchef weiter. „Welchen Abschluss benötigt man eigentlich?“, fragte eine Schülerin sehr interessiert. Ausbildungsleiter Deville entgegnete mit seinem scharmanten französischen Akzent: „Es genügt ein Hauptschulabschluss, wobei uns Zuverlässigkeit, Spass an der Arbeit und gute Mathekenntnisse noch wichtiger sind“. Dass gute Köche auch in der Schulküche der Erich Kästner-Realschule plus gefragt waren, zeigte sich im praktischen Teil.
Zwölf interessierte Schülerinnen und Schüler durften unter der Anleitung des Küchenprofiteams ein Drei-Gänge-Menü zubereiten und dieses dann verspeisen. Unter anderem kamen dabei eine Chinesische Gemüsepfanne mit Sweet-Chili-Sauce und gebratenem Reis sowie Crêpes und Orangenparfait auf den Teller.
