Neue Orgel der Pfarrkirche St. Vincentius wurde geweiht
Ein großer Tag für Wershofen
Festmesse mit Domprälat Franz Josef Gebert
Wershofen. Es war ein ganz großer Tag für die Pfarrgemeinde Wershofen, als am Sonntagnachmittag in der Festmesse die neue Orgel von Domdechant Prälat Franz Josef Gebert eingeweiht wurde. Bevor es jedoch dazu kommen konnte, sind einige Jahre ins Land gezogen. In der Festmesse war von Bernd Kaspers aus dem Verwaltungsrat zu hören, das es doch eher ein steiniger Weg war, bis der Orgelbaumeister Rowan West aus dem Ortsteil Altenburg der Gemeinde Altenahr mit seinem Team mit dem Bau der Orgel beginnen konnte. Schon vor 20 Jahren war klar, dass die alte ehrwürdige Orgel wohl eines Tages den Geist aufgeben würde und eine Generalüberholung sie wohl kaum retten könne. Im Jahre 1992 war es Franz-Josef Raths, der sich zum ersten Mal an die Orgel setzte und fortan als Organist die Messfeiern instrumental begleitete. Das Orgelspiel hat Raths nie erlernt, aber bereits seit 1956 hat er mit der Musik angefangen, und da war die Verbindung zum Akkordeonspiel, das den Autodidakten an die Orgel brachte. Ihm und seiner Liebe zu dem Instrument ist es letztendlich zu verdanken, dass die alte Orgel noch so lange durchgehalten hat. Als die große Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Vincentius im Jahre 2013 anstand und der Altarraum seinen hellen freundlichen Blauton erhielt, fiel auch die Entscheidung im Verwaltungsrat und Pfarrgemeinderat zur
Finanzierung musste selbst gestemmt werden
Anschaffung einer neuen Orgel. Allerdings ging die Meinung im Bistum mit der des Verwaltungsrates weit auseinander, da man in Trier der Meinung war, das zur Messfeier nicht unbedingt eine Orgel von Nöten sei, so Bernd Kaspers bei seiner Ausführung zur Orgelanschaffung. Vorsorglich hatte die Pfarrgemeinde bereits seit vielen Jahren einen Orgelfonds angelegt, der jetzt zur Hilfe kam, da die Pfarrgemeinde die Finanzierung von rund 270.000 Euro selbst stemmen musste. Zwischenzeitlich wurden sogar sogenannte Orgelpfeifen Patenschaften abgeschlossen und weitere Spenden gesammelt. Nun ist das Werk vollbracht und das vornehmste Instrument zu Ehren Gottes kann wieder in der Pfarrkirche erklingen.
Dankesworte
Als die Messdiener am Sonntagnachmittag in das Kirchenschiff einzogen waren es der Regionalkantor und Diakon Werner Steines, Pfarrer Dr. Rainer Justen als Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land und der ehemaligen Pfarrer der Pfarrei Wershofen Pastor Gebhard Lück und der für zwei Jahre als Pfarrverwalter eingesetzten Pastor Lothar Anhalt, die Domdechant Prälat Franz Josef Gebert aus Trier als Konzelebranten an den Altar begleiteten. Pastor Justen bedankte sich bei Prälat Gebert, dass er vom Hohen Dom zu Trier in die Eifel nach Wershofen gekommen war. Ewald Holzem vom Pfarrgemeinderat überreichte dem Prälaten einen guten Tropfen des edlen Ahrweins als Gastgeschenk. Pastor Justen dankte aber auch allen ganz herzlich, die maßgeblich an der Beschaffung der Orgel beteiligt waren und dies als Abschluss der großen Renovierung der Pfarrkirche in die Tat umgesetzt hatten. Da Orgelweihen eher selten sind und dies in Wershofen in mehreren Jahrhunderten erst die dritte ist, war es auch ein ungewöhnliches Ereignis, dem die Gläubigen in der Kirche beiwohnten. Hier konnte Pastor Justen auch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau Guido Nisius sowie vom Pastoralteam Matthias Beer begrüßen. Auch die Jungs vom Junggesellenverein Waldesgrün Wershofen mit ihrem Vorsitzenden Jannik Brenner waren in den Bänken auszumachen. Den Rahmen zur feierlichen Festmesse bot der Kirchenchor Cäcilia Wershofen mit seiner Vorsitzenden Monika Brenner-Schug und dem Dirigenten Willi Schnicke. Bevor Domdechant Prälat Franz Josef Gebert die Orgel einweihte und segnete, dankte er allen, die dazu beigetragen haben, dieses wunderschöne Instrument in die renovierte Kirche einzubringen. Die Orgel hat die Aufgabe, den Glauben zum Singen zu bringen und dies tat sie dann auch in beeindruckender Weise, als nach der Einsegnung Regionalkantor i.R. Bernd Kämpf zum ersten Mal seine Finger flink über die Tasten der Orgel mit über 800 Pfeifen gleiten ließ und alle Register zog. Nach dem Präludium in Es-Dur, pro organo pleno von Johann Sebastian Bach gab es den Applaus der Gläubigen aus dem Kirchenschiff. Bernd Kaspers vom Verwaltungsrat beschrieb die Anschaffung der Orgel als eine wertvolle bleibende Investition, die hoffentlich viele Generationen erfreut, denn eine Kirche ohne Orgel ist wie ein Körper ohne Seele. Das das Orgelspiel lange zu hören ist, dafür garantiert Orgelbaumeister Rowan West, der mit bestem Holz und einer auf das Orgelpodest der Pfarrkirche abgestimmten Verarbeitung eine Prognose für die nächsten 400 Jahre stellte. Auch Bürgermeister Nisius beglückwünschte die Pfarrgemeinde zur neuen Orgel in bester Qualität, die mit weich sanften Klängen ihre Aufgabe in der Eucharistiefeier übernommen habe. Dem Organisten Franz-Josef Raths wünschte Bürgermeister Nisius viel Freude beim Spiel auf der Orgel.
Abschließende Feier rund ums Pfarrhaus
Im Anschluss an die Festmesse waren die Kirchenbesucher noch zur Feier rund ums Pfarrhaus eingeladen, wo sich das Team der katholischen Kindertagesstätte um die Unterhaltung der Kinder kümmerte. Den ganzen Nachmittag über, bis zum feierlichen Abschluss mit dem Abendlob in der Pfarrkirche, waren es die Organisten und Organistinnen aus der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land die abwechselnd die neue Orgel spielten. UM
Domdechant Prälat Franz Josef Gebert zelebrierte die Messfeier zur Orgelweihe.
Der Kirchenchor Cäcilia Wershofen sang die Festmesse.
Das Innenleben der Orgel mit über 800 Pfeifen.
Domdechant Prälat Franz Josef Gebert hatte die Orgel eingeweiht.
