Wiedereröffnung des Carola-Turms
Ein historisches Juwel erstrahlt in neuem Glanz
Koblenz. Die Erneuerungsarbeiten am Carola-Turm in Lay, ein Wahrzeichen mit historischem Charme, sind nun abgeschlossen und der Turm ist wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Diese sechs Meter hohe Struktur thront majestätisch über dem Moseltal und bietet eine beeindruckende Aussicht auf den Fluss und die Gemeinde Winningen. Allerdings hatten die Auswirkungen von Wetter und Zeit, insbesondere die Feuchtigkeit, dem Turm zugesetzt, was eine umfassende Restaurierung notwendig machte.
Unter der Regie des Architektenbüros Becker & Elbert aus Koblenz und dem Zentralen Gebäudemanagement (ZGM) wurde eine Rinne entlang der Straße vor dem Gebäude angelegt, die zukünftig dazu beitragen wird, das von der Straße abfließende Regenwasser vom Gebäude weg zu leiten und so die Wassereintragung zu minimieren.
Im nächsten Schritt wurden Reinigungs- und Ausbesserungsarbeiten an der Fassade des Turms durchgeführt. Dabei wurde der Mörtel in allen Fugen ausgetauscht, da dieser stark erodiert war oder falsch eingesetzt wurde. Bei der Wiederherstellung kam historischer Trass-Kalk-Mörtel zum Einsatz, und auch das verputzte Gesims wurde repariert.
Eine Reihe von Maßnahmen wurde ergriffen, um das Dach des Turms vor weiterem Feuchtigkeitseinfluss zu schützen. Dabei wurden unter anderem die Schweißbahn erneuert, die Fugen der Zinnen abgedichtet und eine zusätzliche Bleiabdeckung an der umlaufenden Brüstung angebracht. Auch die Dachentwässerung wurde erneuert, um einen schnelleren Wasserabfluss zu ermöglichen.
Im Innenbereich des Turms wurden lose, herabfallende Putze entfernt, insbesondere im Gewölbebereich. Der alte Anstrich und ungeeigneter zementgebundener Putz an den Wänden wurden entfernt und durch Trass-Kalk-Putzmörtel ersetzt. Der schadhafte Betonboden wurde ausgetauscht und mit Basaltplattenbelag verlegt. Zudem wurden auf die Innenwände eine eingefärbte Kalkschlämme aufgetragen und Absturzsicherungen in den Fensteröffnungen installiert.
Ein ungewöhnlich nasser, kalter und langer Winter führte zu einer viermonatigen Unterbrechung der Arbeiten. So dauerte die gesamte Baumaßnahme ein halbes Jahr. Die Instandsetzung dieses Kulturdenkmals wurde in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den zuständigen Denkmalbehörden durchgeführt. BA
