Allgemeine Berichte | 28.08.2019

Kirchweihfest in der 1000 Einwohner zählenden Maifeld-Gemeinde Welling ging über drei Tage

Ein kleiner Ort feierte ganz groß

Die „Kessen Bienchen“, die Nachwuchstänzerinnen der „Ewig Jungen Möhnen“, begeisterten das Publikum

Die „Kessen Bienchen“ begeisterten das Publikum am Sonntag im Festzelt. Fotos: -SK-

Welling. Von 1881 bis 1883 wurde in Welling die katholische Pfarrkirche St. Paulinus errichtet, da die alte Kirche Mitte des 19. Jahrhunderts für die damals 1100 Gemeindemitglieder zu klein geworden war. Nach den Plänen des Architekten Caspar Clemens Pickel entstand ein Neubau, der am 12. Mai 1884 durch Weihbischof Johann Jakob Kraft geweiht wurde. Sie steht auf einer kleinen Anhöhe in der Dorfmitte und ist mittlerweile ein geschütztes Baudenkmal. Seit der damaligen Zeit wird alljährlich das Kirchweihfest gefeiert. In der kleinen, knapp 1.000 Einwohner zählenden Maifeld-Gemeinde Welling sogar ganz groß.

In diesem Jahr wurde wieder an drei Tagen gefeiert

Zum Auftakt am Samstag gab es in der Pfarrkirche St. Paulinus eine Heilige Messe, die von Pastor Jörg Schuh aus Ochtendung zelebriert wurde. Anschließend stand ein kleiner Umtrunk bei Ortsbürgermeister Manfred Gerner auf dem Programm, fast 100 Gäste hatten sich dort versammelt. Nachdem die Kitakinder den Kirmesbaum geschmückt hatten, führte der Umzug, musikalisch begleitet von der Plaidter Musikkapelle, auf den Dorfplatz. Pastor Schuh und Ortsbürgermeister Gerner waren im Cabrio unterwegs. Als die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und die anwesenden Junggesellen den Kirmesbaum aufgestellt hatten, konnte das Kirchweihfest auch offiziell eröffnet werden. DJ Achim ließ es später beim Handballer-Abend des TV Welling so richtig krachen, die letzten Gäste gingen erst in den frühen Morgenstunden nach Hause.

Nachdem der TV Welling am ersten Tag die Verköstigung übernommen hatte, waren am Sonntag die Karnevalsgesellschaft und die Theatergruppe an der Reihe. Nicht nur die Senioren erfreuten sich an Kaffee sowie Waffeln und Kuchen. Der Nachwuchs vergnügte sich auf dem Kinderkarussell, an der Schießbude oder beim Pfeilewerfen. Ein Imbiss sorgte dafür, dass niemand hungrig nach Hause gehen musste. Auf die Leckermäuler wartete ein Stand mit Süßigkeiten. Die „Kessen Bienchen“, die Nachwuchstänzerinnen der „Ewig Jungen Möhnen“, zeigten dem Publikum, was sie unter den beiden Trainerinnen Sandra Reuter und Jennifer Spitzlei gelernt hatten. Die 20 Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren hatten in ihren schwarz-gelben Kostümen die Herzen der zahlreichen Gäste schnell erobert. Am späten Nachmittag spielte die Stadtkapelle Münstermaifeld auf.

Montags gab es ein Knobel-Turnier und eine Verlosung

„Der Sonntag war früher immer das Sorgenkind. Wir haben uns vor Jahren ein paar Gedanken gemacht und einige Umstrukturierungen vorgenommen“, freute sich Ortsbürgermeister Gerner über die gute Resonanz der Bevölkerung und hatte noch einen Scherz parat: „Seit sechs Jahren haben wir auch ein eigenes Festzelt, aber geregnet hat es in dieser Zeit noch nie.“ Das tat es auch am Montag nicht, als im Festzelt eine Heilige Messe unter Mitwirkung des Trimbser Männergesangvereins gefeiert wurde. Es schloss sich ein Früh- und Dämmerschoppen an, am Nachmittag stellten die „Ewig Jungen Möhnen“ Kaffee und Kuchen bereit. Ein Knobel-Turnier und eine Verlosung rundeten das Kirchweihfest ab.

Zum Wohl: Ortsbürgermeister Manfred Gerner mit dem Ersten Beigeordneten Karl-Heinz Hoffmann (links) und dem Zweiten Beigeordneten Günter Luxemburger (rechts).

Zum Wohl: Ortsbürgermeister Manfred Gerner mit dem Ersten Beigeordneten Karl-Heinz Hoffmann (links) und dem Zweiten Beigeordneten Günter Luxemburger (rechts).

Die „Kessen Bienchen“ begeisterten das Publikum am Sonntag im Festzelt. Fotos: -SK-

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