Schützenbruderschaft in Oberdrees feiert bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel
Ein neuer Schützenkönig nach einem spannenden „Paarduell“
Oberdrees. Das dreitägige Schützenfest begann mit der feierlichen Messe unter der Leitung von Pfarrer Bernhard Dobelke, dem Präses der Bruderschaft und der Gefallenenehrung unter Mitwirkung des Niederdreeser Spielmannzuges „Echo Niederdrees“. Anschließend wurde in der Ludwig-Fett-Halle zusammen mit den befreundeten Schützenbruderschaften aus Adendorf, Buschhoven, Ersdorf-Altendorf, Meckenheim, Rheinbach, Villip, Wormersdorf und Duisburg-Düssern das Tanzbein unter den Klängen der Gruppe „Herzschlag“ geschwungen. Brudermeister Manfred von Goscinski konnte an diesem Abend Manfred Haut für seine 50-jährige Mitgliedschaft auszeichnen. Hans-Peter Hidien, langjähriger Fahnenoffizier der Bruderschaft und Koch der berühmten Erbsensuppe anlässlich des Hubertusfestes, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
Am Sonntag fuhren die Majestäten bei strahlendem Sonnenschein in einer offenen Kutsche durch die Straßen von Oberdrees. Sie wurden von den Abordnungen der befreundeten Bruderschaften und vielen Ortsvereinen, wie Feuerwehr, KGO, Goldene Herzen, Junggesellen, Pfarr-Cäcilien-Chor, TuRa und dem Maikönigspaar Kira Windmüller und Yannik Dahs in einem langen Festzug begleitet. Die Spielmannszüge aus Niederdrees, Rheinbach und Kuchenheim sorgten für den richtigen Takt. Anschließend konnten sich alle Gäste bei Kaffee und Kuchen im Schützenhaus stärken.
Stolz konnte der Brudermeister der St. Hubertus Schützenbruderschaft e.V. Oberdrees Manfred von Goscinski am Pfingstmontag, dem dritten Tag des diesjährigen Schützenfestes, bei der Krönung der Majestäten auf der Bühne vor dem Schützenhaus verkünden: „Wir haben wieder in allen Klassen Majestäten!“ Kurz zuvor war ein spannender Wettkampf um die Königswürde zwischen Irene und Norbert Tuschen zu Ende gegangen. Die Eheleute hatten sich vor dem Schießen versprochen, sich gegenseitig nichts zu schenken. Und das merkte man. Jeder Schuss traf, aber der Holzklotz wollte nicht fallen. Auch die gut gemeinten Tipps der Schützenschwestern und Schützenbrüder führten nicht zum Erfolg. Die vier Enkel des Ehepaares feuerten hinter der Glasscheibe des Schießstandes abwechselnd lautstark an: „Oma! Oma!“ „Opa! Opa!“ Der entscheidende Schuss wurde von Norbert Tuschen angekündigt: „Jetzt hole ich ihn runter!“ Er legte an und tatsächlich, der Holzklotz fiel unter dem Jubel der wartenden Zuschauer zu Boden. Die erste Gratulantin gab ihrem „König“ einen Kuss und gestand: „Gottseidank! Ich kann nicht mehr. Meine Stirn glüht, meine Hände sind nass und mein Magen revoltiert.“ Stolz nahm der neue König die zahlreichen Glückwünsche entgegen, bevor er von dem Brudermeister Manfred von Goscinski und Klaus Fett auf die Schultern gehoben wurde. Benjamin, einer der fünfjährigen Zwillingsenkel, tröstete die Oma: „Opa ist der König, aber Du bist die Königin.“
Am Vormittag hatten im ersten Majestätenschießen des Tages die ehemaligen Könige der Bruderschaft den König der Könige ermittelt.
Hier holte die bisher einzige Königin Magdalena von Goscinki den Vogel herunter. Die neunjährige Luise Daufenbach wurde durch Werfen mit den Dartpfeilen Bambiniprinzessin. Ihre drei Jahre ältere Schwester, Paula Daufenbach, wurde als Schülerprinzessin gekrönt. Neuer Jungschützenprinz wurde André Zavelberg, der seiner Schwester Nathalie in diesem Amt folgt. Maria Marquardt wurde mit dem 141. Schuss zum dritten Mal Liesel und darf sich nun Kaiser-Liesel nennen. Siebte in der Reihe der Dreeser Dorfkönige und -königinnen wurde Yvonne van Leeuwen, die Tante von Luise und Paula!
Allen Majestäten, die am Abend zu den Klängen von Alexander Pott auf dem Krönungsball in der Schützenhalle die drei festlichen Tage beendeten, wünschen wir ein erlebnisreiches schönes Jahr ihrer Regentschaft.
Foto: unknown
