„Tag der Architektur“ in Koblenz
Ein prämiertes Auswahlprojekt
Das barocke Dreikönigenhaus wurde nach gelungener Renovierung der Öffentlichkeit präsentiert
Koblenz. Durch die Architektenkammer Rheinland-Pfalz wurde jetzt wieder ein prämierter Bau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei handelte es sich um das frisch sanierte Dreikönigenhaus, die ehemalige Stadtbibliothek in Koblenz. Die Wiederbelebung des Hauses ist ein gelungenes Beispiel für eine behutsame Symbiose zwischen Alt und Neu. Der dankmalgeschützte Bestand blieb dabei erhalten, und die modernen Aspekte fügen sich fast nahtlos in das Gesamtensemble ein. Das Dreikönigenhaus ist ein Barockbau in der Altstadt, wurde 1701 erbaut und erhielt seinen Namen nach den Heiligen Drei Königen. Das Haus ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz (DSchG), in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen und liegt in der Denkmalzone Altstadt. Seit 2002 ist es auch Teil des Unesco-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Des Weiteren ist es ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konferenz und mit dem blau-weißen Schutzzeichen gekennzeichnet.
Ganzheitliches Sanierungskonzept
Vor einigen Jahren verkaufte die Stadt das Gebäude an den Koblenzer Unternehmer Martin Görlitz. Dieser ließ das Gebäude sanieren und eröffnete ein neues Gründerzentrum darin. Die Arbeit im „Institute for Social and Sustainable Oikonomics“ (ISSO) wurde bereits aufgenommen, doch bis dahin war es ein langer Weg. Für die „gefühlvolle“ und mehr als gelungene Sanierung zeichnete einmal mehr das Architektenbüro Jens Ternes verantwortlich. Gemeinsam mit dem neuen Eigentümer hat man ein ganzheitliches Konzept entwickelt. So entstanden in dem Haus jetzt verschiedene flexible Büroräume. Dazu zählen auch Besprechungsräume und ein für die Öffentlichkeit zugängliches Bistro im Erdgeschoss des Hauses. Der „Tag der Architektur“ bot jetzt allen Interessierten die Möglichkeit, einen Blick in das „neue“ Dreikönigenhaus zu werfen.
Arbeiten wurden in nur zehn Monaten abgeschlossen
Bei diesem Anlass gab Architekt Jens Ternes interessante Erläuterungen zum Bauverlauf. Begonnen hatte der Umbau im Jahr 2014. und innerhalb von nur zehn Monaten konnten die Arbeiten bereits abgeschlossen werden. „Unter denkmalschutzrechtlichen Aspekten haben wir die Historie herausgearbeitet. Das Objekt war natürlich durch Bombentreffer und auch durch Einflüsse aus den 70er-Jahren von der Bauunterhaltung her, außer dem Treppenhaus und der Fassade, kaum noch in historischem Bestand. Wir haben dann die Historie neu herausgearbeitet und aufgearbeitet. Dort, wo bereits in den vergangenen Jahren die Baukonstruktion andere und neue Techniken erfahren hat, haben wir diese Techniken wieder revitalisiert und denkmalwürdig ergänzt. Hier trifft man nun auf ein Gebäude, bei dem eine Symbiose zwischen moderner und historischer Bausubstanz entstanden ist“, führte Jens Ternes im Interview mit Blick aktuell aus. Die historische Hülle das Hauses wurde saniert, und im Innenbereich trifft nun moderne auf historische Bausubstanz. Diese Wahrnehmung wollte man bewusst erreichen.
Modernste Technik in historischen Mauern
Im Innenbereich spricht Ternes sogar von einem Neubau. Die komplette Haustechnik wurde erneuert. Technik und die neueste Elektronik für Labore und Entwicklungsräume haben Einzug gehalten. Gleichzeitig wurden jedoch historische Bauteile beibehalten und aufgearbeitet, wie zum Beispiel der Fußboden im Erdgeschoss und auch die vorhandenen Basaltplatten. Dezent wurden moderne Gestaltungsmittel eingefügt, um den Charme des historischen Gebäudes zu unterstreichen.
Darüber und über vieles mehr konnten sich die Besucher an zwei Tagen informieren und alles anschauen. In Zusammenarbeit mit dem Architekten und einem hohen Engagement auch seitens des Bauherrn hat man ein historisches Gebäude wieder in bester Weise revitalisiert. US
Das Bistro im Erdgeschoss ist für jeden frei zugänglich und bei Gästen beliebt.
Die Sanierung des Hauses ist ein gelungenes Beispiel für eine behutsame Symbiose zwischen Alt und Neu. Dies kommt besonders gut bereits im Treppenhaus zur Geltung.
Artikel melden
Riksha-Dienst wird in Sinzig gegründet
- M.Meurer: Sehr schön. Jetzt fehlen nur noch die Fahrradwege in Sinzig.
Protest nach Krankenhaus-Aus
- K. Schmidt: "...um ein Zeichen zu setzen" - Ja, darin ist der Deutsche ja besonders gut. Besonders dann, wenn es eh zu spät ist, dann hat man nicht so einen Termindruck beim Zeichen setzen. Am 22. März wird man sehen,...
Grafschaft: Blaulicht trifft Weihnachtszauber
- K. Schmidt: Eine sehr schöne Aktion. Erinnert etwas daran, wie die Landwirte nach der Flut die große Lichterfahrt veranstalteten. Jedenfalls einmal, bis man bei der Kreisverwaltung merkte, dass man das ganze ja auch...
Die wichtige Arbeit der Helfer wurde durch die Angreifer massiv behindert
01.01.: Bonn: Feuerwehrleute und Fahrzeuge mit Böllern und Raketen attackiert
Bonn. Für die Bonner Einsatzkräfte war der Jahreswechsel auch in diesem Jahr wieder sehr einsatzintensiv. Insgesamt bewältigten die Feuerwehrkräfte allein im Zeitraum von 21:00 Uhr bis 04:00 Uhr 55 Brandeinsätze. Im Vergleich zu den Vorjahren zeigten sich damit erneut hohe Einsatzzahlen.
Weiterlesen
Allein 50 Meldungen waren auf den Missbrauch von Pyrotechnik zurückzuführen
01.01.: Silvester ist Schwerstarbeit für Bonner Polizei: Fast 250 Notrufe in zehn Stunden
Bonn. Die Bonner Polizei blickt auf eine einsatzintensive Silvesternacht 2025/2026 zurück. Der Jahreswechsel wurde von einem Großeinsatz begleitet, bei dem rund 90 Polizeibeamte im Einsatz waren. Zwischen dem 31. Dezember 2025, 20:00 Uhr, und dem 1. Januar 2026, 06:00 Uhr, gingen bei der Einsatzleitstelle 234 Notrufe und Meldungen ein.
Weiterlesen
Den Rettungskräften bot sich ein über mehrere hundert Meter verstreutes Trümmerfeld.
01.01.: Tragödie in der Neujahrsnacht: Mann stirbt bei schwerem Unfall auf der B9
In den frühen Morgenstunden des 01.01.2026 wurde gegen 02:09 Uhr ein Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen auf der B9 zwischen Trechtingshausen und Bingen gemeldet. Beim Eintreffen der Beamten an der Unfallörtlichkeit konnte ein über mehrere hundert Meter verstreutes Trümmerfeld vorgefunden werden, ebenfalls konnten insgesamt vier am Verkehrsunfall beteiligte Fahrzeuge festgestellt werden.
Weiterlesen
