Allgemeine Berichte | 11.10.2021

Kombination aus Lesung und Liedermacherei

Ein sagenhafter Abend im Bahnhof Engeln

Am Ende des Abends waren sich alle einig, dass die Kombination aus Lesung und Liedermacherei durchaus funktioniert und sich eignet wunderschöne Abende zu gestalten. Foto: Jessica Zimpel-Non, jes-moments

Engeln.Was sind Geschichten wert, die nicht gelesen und was sind Lieder wert, die nicht gesungen werden? Diese Frage stellte sich Marco Wrobel als er das Buch „Sagen und Legenden aus der Eifel“ in die Hände bekam und bei (fast) jeder Geschichte eine passende Melodie im Kopf hatte. So wurde die Idee für eine musikalische Lesung geboren, die dann in den kommenden Wochen und Monaten Stück für Stück in die Tat umgesetzt wurde. Die ursprüngliche Idee einer Premiere auf der Burg Olbrück musste leider verworfen werden und man musste an diesem 2. Oktober auf den Bahnhof Engeln ausweichen. Aber auch hier wurde durch kleine Lichteffekte und Kaminfeuer die passende Stimmung erzeugt. Die Gewandung von Christiane Flock, der Buchautorin, vollendete das Bild, sodass dem Genuss der Geschichten und Lieder nichts mehr im Wege stand. Sechs Sagen wurden ausgewählt, zu denen Wrobel 6 + 1 Lieder schrieb, die den Inhalt noch einmal wiedergaben bzw. einen Aspekt aus der Legende herausnahm und diesen näher ausformte. So erfährt man während der Lesung zum Beispiel so manches über die Tragfähigkeit von Eis, Ritualen auf Feierlichkeiten von Zwergen und warum es sich empfiehlt einen Armburstschützen zur Hand zu haben, wenn man auf dem Berg wohnt. Die Aneinanderreihung der Geschichten und Songs ist dabei so gewählt, dass sich der Spannungsbogen von verträumt-beschaulich bis hin zu furios-wild spannt und in einem akustischen Feuerwerk endet - so gut es halt mit einer Gitarre und einem Bass geht. Nicht ganz unschuldig an diesem Erlebnis ist auch Joachim Grams, der vielen aus etlichen anderen Bandprojekten bekannt ist. Er spielt den Bass, weit weg vom üblichen „Grundtonbass“ sondern mit Harmonieläufen und rhythmischen Finessen, die man auf einem Liedermacherabend üblicherweise nicht erwartet.

Am Ende des Abends waren sich alle einig, dass die Kombination aus Lesung und Liedermacherei durchaus funktioniert und sich eignet wunderschöne Abende zu gestalten. Nachdem die Künstler die Stube wieder in den Ursprungszustand versetzt hatten und ihren Deckel gezahlt haben war es jedem klar, dass es bald weitere Veranstaltungen dieser Lesung an anderer Stelle geben wird.

Am Ende des Abends waren sich alle einig, dass die Kombination aus Lesung und Liedermacherei durchaus funktioniert und sich eignet wunderschöne Abende zu gestalten. Foto: Jessica Zimpel-Non, jes-moments

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