Vokalensemble Seelscheid konzertierte in der Versöhnungskirche
Ein stimmgewaltiger Chor füllte die gesamte Kirche aus
Swisttal-Buschhoven. Das Dach der kleinen Barockkirche in Buschhoven ist immer noch eingerüstet, damit den Gläubigen keine Deckenteile auf die Köpfe fallen können.
Es wurde bereits viel Geld ausgegeben, um die Kirche für die weitere Nutzung als Gotteshaus zu erhalten, aber es fehlen weitere Mittel, um die Arbeiten fortführen zu können.
Davon hatte auch das Vokalensemble Seelscheid erfahren. Nun war das Ensemble unter der Leitung von Walter König nach Buschhoven gekommen, und sie hatten nicht nur ihr eigenes Klavier mitgebracht, auch das umfangreiche Programm hatten sie bereits fix und fertig ausgedruckt dabei. Mit Brigitte Menestrina (Sopran), Ute Mans (Sopran), Petra Eckes (Alt), Ulrike Grothoff (Alt), Dieter Walterscheidt (Tenor), Volker Reininghaus (Bass) und Gabriella Brezóczki (Klavier) stand dem Dirigenten ein großer Klangkörper zur Verfügung. Gleich beim ersten Kanon „Viva la musica“ von Michael Praetorius (1571 bis 1621) übte König mit den Besuchern das gemeinsame Singen, sodass ein stimmgewaltiger Chor von wohl mehr als 80 Sängerinnen und Sänger das Kirchenhaus ausfüllte. Weitere Werke im Repertoire des Ensembles waren etwa „O Musica“ von Paul Peuerl (1575 bis 1625), „Tanzen und Springen“ von Hans Leo Haßler (um 1600), „Hinunter ist der Sonnenschein“ von Melchior Vulpius (1570 bis 1615), dann Werke von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750), Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759), Josef Haydn (1732 bis 1809), Robert Schumann (1810 bis 1856), Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 bis 1847), Johannes Brahms (1833 bis 1897), John Rutter (geb. 1945) bis hin zur „Jubilate“ von Gordon Young (1919 bis 1998) und Moses George Hogan mit „Hear my prayer“.
Nach dem fulminanten Konzert, für das es sehr viel Beifall gab, hatte der Kirchbauverein zu einem guten Wein und guten Gesprächen in das Melanchthonhaus eingeladen.
